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Anmerkungen.
346.
Tantalus erklärt Boas mit Gottsched . Dieser aber hat nie dieLantalische Qual, Dichter sein zu wollen und nicht zu können, ge-fühlt, sich vielmehr für einen höchst trefflichen, selbst unübertrefflichenDichter gehalten. Dem innersten Gehalt nach würde das Distichonweit eher auf Herders Verhältnis zur Poesie zu deuten sein, wennman annehmen dürfte, daß hier schon, wie später bei den Philosophen,Lebende im Schattenreich auftreten.
347. und 348.
Gegen Förster gerichtet, zu den bittersten und ungerechtesten derXenien gehörig. Schiller und sein Kreis nahmen an, daß Förster aufAnstiften seiner Gattin Therese sich den Mainzer Klubbisten angeschlossenhabe. während jede billige Beurteilung des Mannes und der thatsäch-lichen Verhältnisse die wahre Erklärung ergeben hätte. „Er, welcherkühn behauptet hatte, daß, wer den Zweck wolle, auch die Mittel wollenmüsse, und daß Erhaltung des gegenwärtigen Zustandes meist nur Be-feindung des unveräußerlichen Anrechts der Menschen auf Freiheit undGlückseligkeit sei, schreckt nicht zurück vor der Revolution und hielt dieBeteiligung an derselben um so mehr für seine Pflicht, je mehr esgalt, die Bürger einerseits aus ihrer Schlaffheit aufzurütteln, undanderseits sie der sinnlosen Wüstheit wüster Demagogen zu entreißen.Und er, der von Kindheit auf in unstetem Wanderleben ein vater-landsloses Dasein geführt hatte, schreckte nicht zurück selbst vor denweitgehendsten Folgerungen der kosmopolitischen Anschauungsweise sei-nes Jahrhunderts; er sah das Vaterland nur da, wo nach seinerMeinung die Freiheit war und glaubte, wie er noch in einer feinerletzten Schriften, in den ,Pariser Umrissen/ hervorhebt, mit Lessingsagen zu dürfen, daß gewisse Zeiten Männer verlangen, die über dieVorurteile der Völkerschaft hinweg seien und genau wüßten, woPatriotismus Tugend zu sein aufhöre." H. Hettner, „Litteratur-geschichte des achtzehnten Jahrhunderts." Dritter Teil. Drittes Buch.Zweite Abteilung. S. 353 u. f.