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zu erreichen. Der neue König Emmanuel entsandte 1497drei Schiffe mit 60 Soldaten unter dem Befehl von Vasco da Gama , welcher auf seinem Weg die Insel Helena besuchteund am 28. Februar 1498 die Stadt Mosambik erreichte,welche damals von Kiloa abhängig war. Anfangs wurdendie Portugiesen gut aufgenommen. Als aber die Arabersahen, daß sie Christen und keine Muhamedaner aus Magribi (Nordafrika ) waren, so suchten sie ihnen Hindernisse in denWeg zu legen. Vasco da Gama konnte wegen Wind undvcrratherischen Piloten Kiloa nicht erreichen, sondern fuhrnach Mombas, wo, wie man ihm gesagt hatte, Christen seienund er sich verproviantiren könnte. Als er den Verrathmerkte, lichtete er die Anker und gieng nach Malindi, wo ihnder Häuptling sehr gut aufnahm, ihm Piloten und Lebens-mittel für die Fahrt nach Indien gab und ihn bat, beiseiner Rückkehr von Indien Malindi wieder zu besuchen, daer (der Häuptling) in einen Bund mit den: König von Por tugal zu treten wünschte, in der Hoffnung, die Mittel zu er-halten, nm seine Gegner, die Häuptlinge und Leute vomMombas, gründlich demüthigen zu können. Am 22. Aprilsverließ Vasco da Gama Malindi und war am 28. Mai 1498schon in Kaliiüt, von wo aus er Goa besuchte. Auf seinemRückweg besuchte er abermals die ostafrikanische Küste, woer die Stadt Mukdischa bombardirte, dann nach Malindigieng, dort eine Gesandtschaft an Bord nahm und im Sep-tember 1499 Lissabon erreichte, mit etwa dem dritten Theilseiner Mannschaft, die noch am Leben war. Jetzt war dasgroße Problem gelöst, der Seeweg nach Indien , und dieses ^geheimnißvolle Land war gefunden und man hatte sichfernerhin weder um die Venetianer und Genueser im Mit telmeer , noch um die Araber, welche den Orient zu Landverschlossen, zu bekümmern. Man hatte aber auch in Por tugal eingesehen, daß man Ostafrika nöthig habe, um sichauf dem Weg nach Indien zu verproviantiren, kurz, um!einen Stützpunkt für Indien zu haben. Zu diesem Zweckwollte der König Emmanuel vor Allem Besitz von der Ost-küste ergreifen. Er sandte im Jahr 1500 den Seemann Pedro