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sich eingestellt haben, bei deren Eintritt ein großes Fest ge-feiert wird.
Die Kleider sind aus Baumwollenzeug gemacht, der ent-weder im Land fabrizirt oder aus Indien eingeführt wird.Die Frauen und Vornehmen lasten viel Seide- und Gold-stickereien ins Land kommen, und ihre Kleider sind oft sehrkostspielig. Nur der Benomotapa (Kaiser ) trägt einen Anzug,der im Land gemacht wird, um Fremde zu verhindern, etwasSchädliches oder Zauberei einzuführen. Die Frauen werdenbesonders verehrt in diesem Land. Der Sohn des Königsselbst geht aus dem Weg, wenn er einer begegnet. Der Kai-ser hat mehr als 1000 Frauen, welche Töchter der Großendes Landes sind; aber die Erste ist die, welche in Beziehungauf Abkunft die geringste ist; sie ist die Herrin von allenandern, und ihr erster Sohn ist der Thronerbe. In der Erntehat die Königin die Ehre, selbst auf das Feld zu gehen, umdie Arbeit daselbst zu überwachen und zu besorgen.
Mehr Notizen über Sofala und Mosambik finden sichin dem Werk „IVIemoiis <.>8tr>U8kioa 8ol>io 08 <lomiiiio8j>ortnguor!e8 n» .4tlies oiienlrck, 1Ü8l,»a, 1865 V0U I>nm8ebs8lien-X:>viel' Lotellio."
Das Königreich Monomotapa theilt sich in das östlicheund westliche Reich. Das letztere ist das ausgedehnteste undheißt Mocarauga; es umfaßt acht Königreiche, nämlich: Co-ruro Medra, Mudschau, Mokoko, Turgeno, Gengir-Bomba,Manomuges, Ruenga und Bororo. Das östliche Reich, wel-ches insbesondere Monomotapa heißt, hat auch acht König-reiche, nämlich: Dschikova, Sacumbe, Jgnabasa, Mugnare,Dschiroro, Manica, Dschingamira und Sofala . Alle dieseReiche sind dem Kaiser von Monomotapa zinsbar, außer So- >fala, besten ausschließliche Besitzer die Portugiesen sind. Die- )ses ganze Gebiet ist reich an Goldmineu und kostbaren Stei- 'nen, an Zuckerrohr, Reis, Korn, Hülsenfrüchten, Vieh undallen Arten von Producten; es ist voll von Elephanten undWallrosten (?). Die Berge sind sehr kalt und die Thälersehr heiß. Ein Gebirgszug lauft von Nord nach Süd, welcher