bot
IaroSlanm , den vornehmsten Hertzog von Rußland , welcher mit wider ihneiner grossen macht weder ihn im anznge war / erlegte er in einer "ichiacht, eroberte die Hauptstadt von Rußland Kiow, jührte grosse
schätze hinweg , und nmchcc sich alle Rnßl,ehe Printzen znißbär^Amlü i r bekriegte er die Yachsen , das folgende iahr brachte er Pom.wem, ka,luven und die dihcit der ost.sce gelegene Slavische pw-vintzen nebst t^chlcsten iind sjautznitz iinter seinen gehorsam idier^aufwendete er sich nach Preussen, da sich die voruebu'sten'/äerrenergaben, und einen jährlichen tribut m liefern versvrachcn ^Se nWer zug war nochmals wider Rußland , denn weil Iaroolausheiiiilich in Pohlen hatte euisalleu wollen, so gieug Vostslans inRußland , und erlegte se.nc fen.de un. den siuß Bug, dru m hier-auf difi an den Dnicper, und eroderte dir daruiuen gelegene'schlos-st,: , daß aliodiegrantze,eines Reichs sich von demDnieperbißandie Elbe und das Balrhifche mecr erstreckte, Funi andcnckcn wieweit sichIcine uegreiche Waffen ansgcdrc>rcr?,oll er mrgränüege-gen die Lach,m in dem fluß Sznlawa (wie ihn Michovius ncnuchwtder die Ruhen in dem Dnieper, und bey den Preussen in deinfl»ß Ossa eiserne faulen hadcn anfrichren lassen. Endlich, nachdemihn seine viele arbeit abgemattet, starb er den; april an ior-,oder wie Michovius will, an. 1014, im 58 jabr seines alters,nachdem er 25 jähr regieret halte. Ihm folgte Miesko oder My-
eezlaus n. I. 2 cllron. cpits I I commeniLwr e^us
I. 4 Lc z bitt. scl Ln. 1024
Lä -in. 1020 l'. 2 clu on. Iiiik. kol.
cvron. ?o!o»or. I. 2 c. 4 stcz. ckron. 1'olon.
ckron. I. 6, I. 2 Vansia!. c. ;6. c 7 «,e, annLl
8i>eliL'. epir. äe Uoloni» 1.1. cle 8ile-
iioium rebi! 5 .
Boleslaus n, zugenannt der kühne und der grausame, ge»bohren an. 104;, war der ältere söhn des Königs Casimirl I, nachdessen tode cr au. ic>>8aufdcni Ncichs-tage;u Gnestn zum Königmvehlec wurde. Er bekriegte die Böbme» und Russen um ziemli-chem glück, stegte auch in Uuaarn wider Audream > welcher dasReich dem Bcla entzogen hatte, den er aber wiederum auf denIhren setzte; dergleichen cdat er auch Izesiao, dem Printzen vonKiow, seinem vetter, nachdem,er stme redellische unterchanen ab.aestraffct halte. Allem die wollüstige ledens-art in einem .vinter»quartier in Rußland veränderte sinn kriegerisches gemülhe berge.sw.it, daß er steh zu Kiow den aller,chändllchsten lasiern, ja gar dersttomiterey ergab; dahero er durch Gottes verhängniß von jeder,man verachtet und verlassen wurde. Denn well der krieg bey 7jabr gewähret halte, waren die Polnischen weider, deren wärmersich bey der armee befanden, mit ihren knechten in Vertraulichkeitgerathen,und als solches m dem lagcr erschollen,begaben sichdie mei»steil, ob es gleich der Könige nicht zulassen wolle, nach banse. Dieserbehielt darauf nur eine kleine armee übrig, mit welcher er in Polen kam, und diejenigen, fo binweg gegangen, verfolgte, auch dieerstem, so er sahen kunte am leben, die andern aber mit gefäng»n,ß, cinziehuna ihrer guter und exlllc, straffte. Die frauens.pc'r-stiicn , welche der räche ihrer inämier entgangen waren, schau«dete er, und ließ ihre säugende kindcr wegrcisseu und davor jungeHunde an ihre brüste legen. Ltamslaus, der Bischofs von Cracau ,redte wider des Königs übles bezeigen, und ward davor von demKönige selbst vorm altar unter dem meßlesen ermordet- Man sagt,der Padst Gregornis VII habe ikn deswegen »1 bann gethan, undstmes Reichs entsetzt, so sich aber in den driefen dieses Pabsis undden geschichtcn stlssiger zeit nicht findet. Ais er endlich erfahren/daß einige der vornehmsten eine conspirativn wider ihn gemacht,emsiobe er mit stinem söhne Mreceslao und wenig andern nach Umgam, zu dem Könige Ladislao, einem bruder des Geisä, welchebeyde er vorher in Ungarn resiitnirl hatte. Dastibst blieb er ei»uige zeit, soll sich aber hernach an. 1081 selber umgebracht ha»den, oder wie andere wollen, auf der jagt von seinen Hundenseyn zerrissen worden ; Wiewol noch andere vorgeben;, daßer sich in nnbekandlen kleidern in das kloster Ossiach in Kärnd.ten begeben, allwo cr, wie Megiserus meldet, in der küchen ge»dienet, und an. ivyo gestorben. Mit Visseslana eines RnßischenFürsten tochter, hat er einen söhn, Miecislaum gezeuget, wel»cher von seines vate.ru bruder wieder m Polen geruffcn worden,und an. !v8y ohne kinder gestorben. cke cssron.
leg. !'ol. I. 2 c. 16. il-g. Kitt. 1'olon. i. 4.
lliir. ttoiicm. in legencla 8. 8rsnlcksi. vitL
Oeaeov. äe 8ilek. reb. caz,. 8. äKke^r/e^» Lnnal.Lii-
rinrll. I.7 c.
Boleslaus m. Hertzog und vber-Regmt in Pohlen, k^rri'vouüi oder älikorkn; von dein krummen maul / welches erdurch eine kranckhelt bekommen, also zugenannt, war ein söhn Ula»dislai k, gcbohrm an. isZ;. Er kam nach stinem vater an. n->;zur regicrung, wiewohl ihm stin miächtcr bruder, Sbignev-us, diecrone streitig machte, und den König in Böhmen , Borzivvjum undSvandopoikinn, den Hertzog in Mähren , wider ihn erregte, welcheer aber durch seinen General Zelislaum schlug. Er siel auch iclberriachgehends in Böhmen und Mähren ein, und verwüstete dieseländer mit senr und sehwerdt. Desgleichen griff er Pommern an,und nachdem er viel städte darinnen erobert, kehrte er mit reicherbeute wiederum zurück. Unterdessen kam Borzivostis, der Komgvon Böhmen , welcher aus dem Reich vertrieben, m ihm, und be.gelitte hstisse wider Svandopolcum,, da ihn den» Boseslaus auchwieder in stin Reich einsetzte, und Bohmen durchstreiche. Endlichthat er „och einen zug in Pommern , verwüstete selbiges, und»ahm die.vertzvge gefangen. Der Kayjer Henricus V, ivelchermit Bvlessav nicht zu frieden war, daß er Böhmen so offt beschä-diget hatte, führte mit beystand Svandspolki, eine grosse armee
bol ^
belagerte Glogau , und that grossen schaden in Sckile»sien, weil er auch nicht friede machen wolle, st zog ihm Boleslausmit,einen trouppen entgegen, l^ffcrte ihn, eine weile von Breß«1109 eine schlachk, darinnen viele von denKay>erllchcn geblieben, die gantze armee zerstreuet, und der Kay»str ,elbst kaum davon gekommen. Es wird auch noch biß jeko derort, wo, die schlacht geschehen, Hundefeld gmennet, weil dietodten eorper svegen der grossen menge nicht haben können beara.bcn werden, londcrn von den Hunden sind verschleppt worden Alsaber der Kaystr im folgenden jähr einen zug nach Rom vorhatte,ließ er Belesiaum, weil er fürchtete, daß er unterdessen ins Reicheinfallen mochte, durch gciandte nach Bamberg zu sich bitten, wo»selbst er sich mit Adelheid, des gedachten Kavstrs schwester, ver».mahlte,und also der friede geschloffenwurde.Alsan.ni; diePreuststu und Pommern in Mastoien eingefallen, schlug er stlbige zu»rück, und als sie nochmahls ihre kraffte wider ihn zusammen qe»nominell, mustcn sie zum andern mahl den kürtzern ziehen- Hier.auf nahm er einen zug über die ste nach Dänemarck vor, undbrachte an. 1124 grosse schätze und einige vornehme lente mit heraus,wolle aber das angebolteue Reich nicht annehmen. Als er wiede-rum m Polen gekommen, griffen ihn die Fürsten in Rußland mitkrieg an , sie lagen aber nuten, und ; von ihnen büßten das lebenein; hernach erbottcu sie sich, dienstbar zu seyn, verleiteten ihn,unter dem schein der freundschafft, in einen Hinterhalt, übe»-fie»icn ihn mit grosser macht, und weil der Wovwode von Cracau , stbey ihm war, mit den stinigcn die flucht genommen, muste er end»lieh, nachdem er sich lapffer gewehret, auch zurück weichen,welches ihm dermaßen nahe gieng, daß er an. n;9 starb. Erhat 47 schlachten gehalten, ausgenommen die kleinern scharmü.tzcl, und in allen, ausgenommen in der letztem mit den Neusten,den sieg davon getragen. Er hat; gemahlinnen gehabt, Sibis»lavam, Svantopolki Michaelis, Fürsten in Kiow, tochter; Adel »heid, Kaystrs Henrki V ichwester, und Salome, Henrici Gra»fen von Berg in Schwaben tochter. Er hinterließ; söhne, unterwelche er noch bey seinem leben seine länder theilte- Uladisiaus,der ältere bekam Cracau, Siradlen, Schlesien und Pommern ,Boleslaus Lriissus, Mastoien und Cujavien, Mieslaus, Gnesen,Posen und Calisch, Henricus, Lnblin und Skcndomir, Cafimr,aber der jüngere, hat fast nichts bekommen. t.; epikch
19. I. 4. I. z I. t?«».
hiik. blll:. O-in. OsniL. l. 11.
«>r cks l^oravicuL I.; c. ; Lnnsl.8iles.
äe 8llettorurn rebus exerc. c. iv. anns-l. monLk. 2vlstlcen-
lu p. i.p. 104.
Bolesiauö Lrlpkus, von den krausen haaren also zugenannt,ein söhn Poleslai III, wurde zumHertzogen nnd ober-Regentcn inPohlen erwehlet, nachdem sein bruder, Uladisiaus ll> an. 1146vertrieben worden. Was er nachgehends mit diesem Uladislao llun dessen kindern vor streitigkeiten gehabt,siebe unterBvleslaus sims,Hertzog in Schlesien . Hierauf gieng er an. 1 r 64 mit hülffe seinerbruder nach Preussen, welches er mit seur und jchwerdt verwüstete,und zum Christlichen glauben zu bringen stichle. Allein die Preus»sen sielen hernach in Polen ein, und etliche vornehme von ihnengiengen zu den Polen über, vorgebende, daß sie ihnen den rech»teu weg in Preussen weisen wollen, weiches ihnen auch jene in stweit glaubten, daß sie ihnen ihre armee zu commanbiren gaben.Allem diese führten die Polen meinen morastigen ort, da sie vonden Preussen geschlagen worden; worbey auch Henricus, Boles»lai bruder, geblieben. Bvlesiaus starb endlich den ;o stpt. an-1-7?im 24 jähr stiner regicrung und 46 stines alters. Seme erste gemah»lin warAnastasia,eine tochter des FürstenWstuolodoml voliRcnssen,und die andereHe!ena,eine tochter Roscisiai,Hertzvgs vonPrzemis»law, mit weicherer Boleslaum und Lescum gezeuget, die abervor ihin gestorben, 4. l. 5. l-
. I. ü. in cbron, I'olon.
/e-r-keDi,»,, cstron.l. I. c. 4. k-tto cke K L/-/?s ln Lppen-
chce Lä Onon. ktttinZenüs c. 7. cbiron.
lälLnrkelä. cliron. cle 8iles rebur c. n. kreutk-
cllron. p. 222 Lcc.
Boleslaus V, zugenannt kuälcur, Ober-Regent und Her»tzoq in Polen , kam nach stines Vatern Lesci des weissen tode an. 1227zur reqieruna, als er nur 7 jähr alt war, und muste bey seiner mm»derjährigkeil von denjenigen, st gleichfals die regierung haben wol»ten, viel erdulden. Er wurde von seines vaters bruder, Conradv,Hertzog in Moscau , in hasst genommen , entkam aber heimlich,und Hertzog Henricus von Breßlau führte die ober - vor»
mundschaffk nicht ohne Verdruß. Noch ein grosser übel war es-csiSam 1241 eme gwsse anzahl Tartarn in Polen , Reussernmd Scl'lc»sten einfielen, und diese länder grausam verwüsteten, dcherodwMolen mit bülsse henrici pii> Hertzogs in Schlesien und zu Breßlau ,Nn Ltam mwett L^ lieferten, darinnen ,eue
biß aufs Haupt geschlagen wurden, »nb damit die Tartarn dre an»rabl der gebliebenen feinde wissen mochten, ichnitten sie einem stgli»chcli das rechte ohr ab, ivomlt sie 9 sacke fuUelen. Es bussetc auch<e,l si ^ertzoa Henricus p'-u-, der die Christliche armee cvlmnandr-s/s ^Vdas stbcn ein, und Boleslaus muste für der Tartarnm Unaarn entweichen, da inzwischen Boleslaus L-Hvu-,LeÄoa iiEchlcsten von den Polnischen Ständen bernffen ward,bald stm-d. Also kam Boleslaus wiederum zum regiment;nacknicbends machteii ihm die Reusscn und Littbaner, aus anstrfflenLctt vgü Conradi viel Verdruß, welche er aber besiegte. An.iazZmüiMtten die Tartarn noch einmal Cracau , und er rettrltte sichmm andern mal zu stinem schwager, Koing Bela, in Ungarn . An.2267 kamen die Tartarn wieder, wurden aber den -z stin. von Pe»