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Biblia das ist: Die gantze heilige Schrifft / durch D. Martin Luther verteutscht: mit D. Pauli Tossani hiebevor aussgangnen Glossen und Ausslegungen
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Gott

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Sunds

Drob.

inriche

1/ Gibe

27. H

25.

Das

Noah. Cap. IX.

a Widerholet/

Das IX. Cap.

Mose .Nose.

9

wolcken/ der sol das zeichen seyn des bunds

ernewveret den segen/ 1. Gott erneweret den menschen seinen segen/ vnd vergunnet ihnen fleisch zwischen mir vnd der erden.

den er drob. 1. 28.über zu essen/ doch ohne blut. 6. Verbeut den todschlag/ vnd setzet straff auff den-den menschen hätte setben/ 9. richtet einen bund mit Noah auff/ vnd verheißt die spelt nicht

Noah.

h Der regenbogenist ein widerschein dersonnen/ in der ihr cnt-gegen stehender wol-

denwolken/ darumb tan cr

14 Vnd wann es fompt/ daß ich wolaufgesprochen/ anzu- mehr mit der fünd fluch zu verderben/ 12. bestetiget diesen mit einem zeicken über die erden führe/ so sol man meinentung vnd fortpflan- auf trunckenheit/, 22. wird von Ham verhönet/ 23. aber von Sem vnd bogen sehen in den wolcken.

zeigen/ daß die erhal chen/ dem regenbogen/ 20. Noah pflanzet weinberge/ 21. entbidsfet sich

hung des menschlichen Japhet verdecket/ 24. deßwegen er jenen verflucht/ vnd diese segnet/geschlechts/ sampt der 28. stirbt endlich in hohem alter.

herrschafft vnd gewaltüber die vnvernünfftigethier/ so den men:schen nach dem fall gesBlicben/ so wol vo:/ alsnach der sündflut vonseinem segen herkom-men.( 1) drob. 1. 28.vnd 8.17. b d.i. Ailethier sollen euch förchten/ als ihre Herren/

No GOtt segnet Noah vndfeine föhne/ vnd sprach: Seytfruchtbar und mehret euch/vnd erfüllet die erde.

2 Ewerb forcht vnd schre-cken sen über alle thier aufervnd für euch erschrecke. Den/ über alle vogel vnder dem himmel/ vnddb. diefe alle liber alles/ was auff dem erdboden kreucht/in ewre hände gegebe. vnd alle fisch im meer dseyen in ewre händegewalt. Sie sollen euch gegeben.

thier/ vögel/ 2c. seven

e d. i. In ewerem

ynderworffen seyn/

ihr solt ihrer zu ewvc-

rem nutzen gebrauche

3

* Alles was sich& reget vnd lebet/ dasmögen. f Was zur sey ewre speise: wie das grüne kraut() habSpeise dienlich und be- ich euch alles gegeben:

quem ift. g. Alerten

thier/ vogel/ fisch. 4 Allein esser das fleisch nicht/' das nochist/ daß nicht von sich lebet in seinem blut( 3).

h. Oder lebendig

selbst gestorben oder

Laubt allhie dem mens

dieweil( wie etliche

5

yon thieren zerrissen Denn ich wil auch" ewers leibs blutworden. i Gott ere orechen/ vnd wils an allen thieren rechen/schen fleisch zu eſſen/ vnd wil des menschen leben rechen an einemmeinen) das traut jeglichen menschen/ als der sein bruder ist.6 Wer menschenblut vergenßt/ dessuvor. k+ d.i. B blut sol auch durch menschen vergossenbu die baumfrüchte/ werden(+). Dann Gott hat den menschen zufo ich euch schon zuvor u seinem bilde gemacht().

nach der fündfluth nitmehr so trafftig vndanmütig gewesen/ wic

ber das

sur speiß verordnet/

f

Σ

gib ich euch nun auch 7 Seyt fruchtbar vnd mehret euch/ vnd

elle: lcy thick.( 2) Drob.

1.29. 1 Hebr. mir y reget euch aufferden/ daß ewer viel darauff

feiner scefe/ semem

blut/ d.i. mit feinem werden.blut/ welches seine fecteoder sein leben ist/ die-weil nemlich der leib

8 Vnd GOtt sagte zu Noah/ vnd seinendadurch leber.+ War söhnen mit ihm:

smb GOtt verbiete

blutig fleisch zu essen.

( 3) Lev.3.17.und 7.26.

Z

9 Sihe/ Jch richte mit euch einen bundSibe folgenden verf. auf( 6)/ vnd mit ewrem samen nach euch.vnd 17.14. vnd 19.26. 10 Bñmit allem lebendige thier ben euch20. m As wolt der anvogel/ an vich/ vnd an allen thieren auff

Deut.12.16,23.Act.15.

HEr sagen: Ihr solt

euch nicht vermeinte erden ben euch/ von allem das auß dem kaste

gen an dem blut.der

ynvernünfftigen thics gangen ist/ waferley thier es sind auferden.11 Vnd richte meinen bund also mit euch

ren/ wann ihr davon

essen soltet: das soll

jhr euch viel weniger

euch eine sehr seyn/ daß auff. Daß hinfort nicht mehr alles afleischan menschen blut vers verderbet sol werden mit dem wasser deramreinigen/ dasselbe enicht vergiessen/ noch fündflut/ vnd sol hinfort keine sündflutfchlagen fouet: Dann mehr kommen/ die die erde verderbe.

einigen menschen todt:

ich wil/ 2c. n Hebr.

das blut[ das] in ctve-

oder in eieremicib ist:

12 Vnd GOtt sprach: Das ist das zei

ren feelen/ d.i. in euch chen des bunds/ den ich gemachet hab zwidan das wort Seet hat schen mir vnd euch/ vnd allem lebendigen

mancherley bedeutung.

o Hebr. forderen/ thier/ bey euch hinfort ewiglich.13 Meinen& bogen hab ich gesetzt in die

entweder durch dieOberkeit/ oder sonsten.

P Hebr. von der

hand aller thieren wil iché forderen. q Daher Gött in seinem gesetz befohlen/ Exod.21.28.daß manden ochsen/ der cinen menschen stoffet/ daß er stirbt/ soll steinigen. I Hebr. von der hand des menschenfelbs/ ja von der hand eines jeglichen seines bruders/ d.i. er seye so hoch/ so mächtig er immer wolle/soll doch der todtschlag an jhme gerochen werden/ weil der jenige/ den er getödet/ der natürlichen ver-wandtnuß nach sein bruder if/ Mal.2.10. f Vorsetzlich auß raachgier/ mutwill/ oder frevel. Dannmit dem/ der einen unversehens vmbs teben bringt/ hat es ein andere gelegenheit/ vnd ist derselbe dieserStraff nicht vnderworffen/ S.Deut. 19. 4. t Denen es von rechts wegen/ vnd nach der ordnungGottes gebührt: nemlich durch die Oberkeit: denn sie trägt das schwert an Gottes statt/ Rom.13.4.( 4) Thren.4.13. Matth.26.52. Apoc.13.10. ut S. drob. 1. 27. vnd obiol Gottes ebenbilddurch den fall zerstöret worden/ ist doch gleichwol davon noch eins vnd das ander in dem menschen übrig/ welches Gott mit nichten will lassen verderbet vnd zerstöret werden/ sonder solches ben hoher straffverbotten.( s) Drob. 1.27. x Drob.1.26,28.vnd 8.17.vnd 9.1. y d.i.Zeuget viel kinder/ alsodrob.8.17. z Hebr. Aber ich/ Sthe/ zc. d. i. Was mich betrifft/ damit ihr meinetwegen versicheret seyt/ daß ich alle menschen vnd thier nicht mehr also vertilgen wolle/ so verbinde ich mich gegen cuchmit einer verheissung/ vnd gebe cuch folgendes zeichen.( 6) Jels4.9. a d. f. Mit eweren nach-fomnen/ die von euch werden herkommen vnd geboren werden/ so wird dis wort saame auch gebrauchtdrund.12.7. Exod.28.43.Lev.22.4.Deut.4.37.vnd 1.Sam.24.22.vnd 1.Reg.2.33. Joh.8.33.Rom.1.3.vndII.1.vnd 2. Tim.2.8. b Die vnvernünfftigen thier geniessen auch des bunds/ den Gott mit den menschen gemacht. c Nicht allein von allem/ so auf der arch gangen ist/ sonder auch/ das hernach davonsoll gezeuget werden. d+ d. i. Menschen vnd thier. e N.allgemeine/ wie diese gewesen+ dadurchdie gantze erden überschwemmet/ alle menschen vnd thter/ so darauff waren/ seind vertilget worden.Sonderbahre fluthen/ dadurch nur ein oder das ander land überschwemmet wird/ feind allhier aufzunemmen. f Hebr.+ zu ewigen geschlechten S.&. 16. d.i. bis ans end der welt/ vnd den jüngsten tag/S.drob.8.22. g Welcher zwar seine natürliche vrsachen hat/ vnd ohne zweyfel auch vor der sünd-fluth gesehen worden/ aber jetzund von newem dahin ist verordnet/ daß er als cin gnadenzeichen/ vnsdieser verheissung Gottes crinneren/ vnd dieselbe bestätigen sot/ ohn angesehen er natürlicher weißgleichsam das widerspiel bedeutet/ nemlich regen vnd feuchtigkeit.

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15 Alsdenn wil ich gedencken an mei-nen bind zwischen mir vnd euch/ vnd allemlebendigen thier/ in allerley fleisch / das nichtmehr hinfort eine fündflut komme/ die allesfleisch verderbe.

ohne wolck en nit seyn.

+ Hebr. wolden

über die erden wolcke.k+ Đêmít th

was ich verheffen/

1 Sihe droben 8.21,22.vnd drob.%. 12.

( 7)+ Drob.6.10.Moses darumb/ die-

m Dieses crinnerctweil die verfluchtenCananiter/ deren landGott den Ifraeliten/ so

Canaan

einwohner.S.drund.10.I. o Begab sichwider auf seine vorige

16 Darumb sol mein bogen in den wolcken, von Sem berkommen/seyn/ daß ich ihn ansehe/ vnd gedencke an den verheffen/ von diesemewige bund zwischen Gott vnd allem leben- n Nemlich mitdigen thier in allem fleisch/ das aufferden ist.17 Dasselbe sagetGott auch zu Noah: Dißsen dz zeichen des bunds/ den ich aufgerichtethabe zwischen mir vnd allem fleisch auferde.18 Die sohne Noah/ die auß dem kastengiengen/ sind diese: Sem/ Ham/ Japhet( 7).Ham aber ist der vatterCanaan.

bawet die erde/ vnd

arbeit vnd nahrungpflanzet weinberg.fund fluch der wein imbrauch gewesen/ ift worChristus die welt vor

Daß aber auch vor der

zu vermuthen/ dieweilder fündfluth der fül-leren vnd trunckenhetfbeschuldiget/ Matth.

19 Das sind die drey sohne Noah/ von 24.38. pcb.eindenen ist alles land" besetzt.

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20 Noah aber fieng an vnd ward einackermann/ vnd pflanzte weinberge.

21 Und da er des weins tranck/ wardertruncken/ vndlag in der hitten aufgedeckt.22 Danin Ham/ Canaans vatter/ sahe seines vatters scham sagte ers seinenbeyden brüdern draussen.

Mann des crdreichs/also drund.*.25, 27.ein Mann des feldes/

d. t. der sich mehr auffi.

dem feld aufhaltet/ alsim hauß/ 1.Sam.16.18.

ein mann des tricgs/Prov.6.11.cin mañ desvnd waffen gebraucht.auff in seiner hütten:

d.i.cin kriegsmann/

schildts/ d. i. der schild

Hebr. decket fich

+ 2.2nmi chó/ 9nbehutsam/ im schlaff vndtrunkenheit/ nicht mit

fleiß. rtS..25.

feinen alten vatter ver

23 DanamSem vnd Japhet ein kleid/ ondlegten es auf ihr beyde schultern/ vnd gienge( so daß er zugleichrücklings hinzu/ vnd deckten ihres vatters spottet vnd verbönet.scham zu/ vnd ihr angesicht war abgewand/ gen wein ausgeschlafsdaß sie ihres vatters scham nicht fahen.

24 Als nun Noah erwachte von seinemwein/ vnd" efuh/ was ihm sein kleine? sohngethan hatte.

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Z

25* Sprach er: Verflucht seynaan/ vnd sey ein knecht aller knechtseinen brüdern.

t Als er den übri

fen. u d.i. Außgöttlicher offebarung/

ober erzchtung SemsJüngster/ nemlich

vnd Japhets. x d. i.

Ham/ welcher derjüngste vnder seinenbrüdere gewesen/ sonst

a

Cavnder

war er dazumabten

schon

en ben jahren/ vnd

Gottsein

26 Vnd sprach weiter: Gelobet feyder Herz des Sems/ vnd Canaan seyknecht.

27 GOtt a breite Japhet auß/ vnd laßihn wohnen in den hutten des Sems/ vndCanaan sey sein knecht.

28 Noah aber lebt nach der Sundfluthdreyhundert vnd funffzig jahr.

y Nicht als einsündhaffter mensch/

auf zorn/ vngchattensteit/ sonder als ein

heit/ vnd rachgierigs

Prophet/ auß göttlichem trib vnd cyfer.z Berhaft ben

GOtt/ verachter beyseig aufferden/ nicht

den menschen/ vnglücks

nur er/ sondern auchdie seinigen.

a Verft. mit sci-hem vatter Ham/ vndfeinen Nachkomme

29 Daß sein ganzes alter ward neun nen: dann fie alle eiehundert vnd funfzig jahr/ vnd starb.

herley art gewesen.Es wird aber des Canaans mit nammen

gedacht/ I. dieweil es ohn allen zweifel seinem vatter Ham noch wcher gethan 1 da er vernommen/daß der stuch nicht allein auff ihn/ sonder auch auff seinen sohn vnd nachkomnen sich erstreckte.II. zum zeugniß der warheit Gottes/ welche sich nach viel hundert jahren offenbahret/ als dieverfluchte Cananiter/ auß ihrem tand aufgetriben/ vnd vertilget/ die Israeliten aber in dasselbe seindeingesetzt worden.b Jm Hebr. Ein tnecht der knechten. d. i. Der allerschnödeste knecht/

( wie citelkeit der eitelkeiten/ Ecclef. 1. 2. Boßheit der boßheiten/ Hof. 10. 15. Vergl. Lev. 2. diegloß über. 3.) Welches nicht allein von der leiblichen/ sonder auch von der geistlichen knechtschafftvnd dienstbarkeit zuverstehen/ daß nemlich Canaan vnd seine nachkommen wurden knecht der sünden/götzendiener/ vnd der abgötterey gantz vnd gar ergeben feyn/ welches die allerellendeste vnd beschwärlichste dienstbarkeit ist/ in welcher das Pabstumb auch heutiges tages frecket/ deffen baupt sich selbsein knecht aller knechten nennet. c d.i. Der dem Sem günstig vnd geneigt ist/ vnd våtterlich gegenjhm gesinnet. Sihe/ Gen.17.7. Jer.31.33. Es wird aber Gott alhier genennet/ cin Gott des Sems/zum trost der Ifraclite/ dieweil Abraham/ jhr vorfahr/ mit welchem Gott eine besonderen bund auf-gerichtet/ von Sem herkomen. d d.i. Vermehre ihn. Laß ihn sehr wachsen vnd zunemen/ wie dan sci-ne nachkommen den gröften theit der welt erfüllet. And. gebens also: Gottlocke[ überrede] Japhetherzu/( nemlich durch die holdselige predig des Evangelii) daß er wohne/ zc. e d.i. kommen zu dergemeinschafft der tirchen/ welche in Sems geschlecht erhalten vnd fortgepflantzet worden/ vnd habenwir ein schöne weyffagung vom beruff der Heyden/ Japhets nachtdmlingen durch die predig desEvangelij.

Das X. Cap.

*. 1. Beschreibung/ wie das menschliche geschlecht/ nach der fündfluth,durch die drey söhne Noah auf dem erdboden wider ausgebreitet worden/vnd was für volcker vnd namhaffte Personen von ihnen entstanden. 2. erftslich/ von Japhet/ 6. darnach von Ham/ 21. zum ietsten von Sem.

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