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Biblia das ist: Die gantze heilige Schrifft / durch D. Martin Luther verteutscht: mit D. Pauli Tossani hiebevor aussgangnen Glossen und Ausslegungen
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IN Huchcrs

auff die Propheten.

S scheinet/ für der Vernunft/ fast ein gering ding vmb die Prophe-

ten styn/ als darinn wenig nützliches geftmden werde. Sonderlich wenn meistcr klügel darü- "»nnnffk«°»ber kompt/ der die heilige Schrifft gar außwendigvnd anffdem nagelin kan: Der scher es/ auß SchEth-it!"grossem reichchumb seines geistes / für eirel faul todt gewasche an. Das macht / daß die ge-schützte vnddaswercke / nun nicht mehr für arrgen seind/vnd allein die Wort oder Historien ge-hört werden. Welches kein wunder ist / so auch jetzt GOttes Wort verachtet wird / ob gleich G^s«noch täglich die zeichen vnd geschützte/ dazu das reich Christi / gewaltrgsich für äugen stehet ^

vnd gehet. Wie viel mehr solts verachtet werden / wo nicht mehr die geschicht vnd that fürhanden weren? E-ben wie die kinder Israel verachteten GOTT vnd sein Wort / da sie noch für äugen hatten das Himmelbrot/ die few-rigen seule/ vnd siechte wolcken/ dazu beyde Priesierthumb vnd Furstenchumb / rc. Darumb sollenwir Christennicht solche schandliclje / vberdrüfftge/ vndanckbare klüglinge seyn / sondern die Propheten mit ernst vnd nutzlesen vnd gebrauchen.

A-gn!.ss-inbc»Pr°. AC'NN Erstlich/ verkündm vnd bezeugen sie Christi Königreich/ darinn wir seht leben/vnd alle ChristiR-ichduch

pheken/ daß vnser ^Chkistglärrbigen bißher gelebt haben / vnd leben werden / biß an der Welt ende. Vnd das ist vnsgar ein star- die Propheten m.

glau erech ,oy. ^cr tröst/ vnd tröstliche stärcke / daß wir für vnser Christlich leben so mächtige vnd alte zeugen haben/ dadurch

vnser Christlicher Glarrbe gar hoch getröstet wird/ daß er der rechte stand sey für Gott/ wider alle andere vnrechte /falsche / menschliche Heiligkeit vnd rotten / welche vmb jhres grossen scheins vrid der menge wrllen/ so daran hangen/widerumb arrch vmb des creutzes vnd wenige willen/ so am Christlichen Glauben halten / ein schwach Hertz garhoch ärgern vnd anfechten. Wie zu vnserzeit/ desTürcken/ Papsts/ vnd andere rotten/ vns grosse gewaltigeargernuß geben.

i.Pet.r.vcrs.i:. Dafürvnsnun die Propheten gut seind / wie S-Petrusrühmet/I. Pek.i.v.ir. DaßdieProphetenhabens Proph-t-ndM-nnitjnenselbsdargethan/was jnen offenbaret ist/Sondern vns/vns (spricht er) haben sie es dargethan. Denn sie vnsmitjhremnnGhabenvns alsogedienetmit ihrem weissagen/daß/werin Christireich seyn wil/sol wissen/vnd sich darnach richten/ ^daß Er müsse zuvor viel leiden/ ehe er zu der Herrlichkeit komme. Damit wir alles beydes sicherwerden/ daß die grosse W«m Eh« r-qHerrlichkeit des reichsChristi gewißlich vnser sey/ vnd hernach kommen werde/ doch daß zuvor hergehen creuß/schwach/ elend/ Verachtung/ vnd allerley leiden vmb Christi willen. Auff daß wir durch vngedult oder vnglaubennicht verzagt werden/noch verzweifeln an der künfftigen Herrlichkeit/die so groß seyn wird/ daß sie auch die Engelbegeren zusehen.

Die Prophet«, ksenvnd hörenwas esscy.

Wer Gottes dräwenverachtet, bleibt nicht»»gestrafft.

Gott heltvber seinemersten grboik.

Türek.

Bapstthumb.

Rotten.

Epieurcer.

OÄm Andern / zeigen sie vns viel vnd grosse exempel vnd erfahrung an/dcö ersten geböte/vnd strer-'<? chen dasselbige gar meisterlich auß/ beyde mit Worten vnd cpempeln/ damit sie vns zur forcht Gottes/vnd zum glau-ben gewaltiglrch treiben/ vnd dabey erhalten. Denn nach dem sie von CHristi reich geweyffagt haben / istdas ander alles eitel erempel/ wie GOTT sein erst geboktsostreng vnd harr bestätiget hak / Daß es gewißlichnichtsandersist/dieProphetenlesenoderhören/ denn lesen vnd hören/ wie GOTT drawet vnd tröstet. Dra-wet den gottlosen / dre sicher vnd stoltz seynd / vnd wo das dräwen nicht helffen will / nachdruckt mit straffen / pesti-lentz/thewrrmg/ krieg/ biß sie zu gründe gehen/ vnd also sein dräwen im ersten gebott wahr macht. Tröstet aberdie gottsfßrchtigen / so irr allerley nöthcn sind / Vnd auch nachdruckt mit hülffe vnd rath / durch allerleywunder vnd zeichen / wider alle macht des Teufels vnd der Welk / vnd also sein trösten im ersten gebott auch wahrmacht.

Mit solchen predigten vnd erempeln / dienen vns abermal die lieben Propheten gar reichlich. Daß wirvns nicht ärgern sollen / wenn wir sehen / wie gar sicher vnd stoltziglich die gottlosen Gottes wort verachten / vndso gar nicht vmb sein dräwen geben / als were GOTT selber ein lauter nichts. Denn in den Propheten sehenwir/ wie gar es doch keinem wol außgangen ist / der GOttes dräwen verachtet hat / wens auch gleich diealler-machtigsten Keiser vnd Könige / oder die aüerheiligsten vnd gelehrtesten lenke weren / so die sonne beschienenhette. Vnd widerumb / wie gar doch keiner verlassen ist / der auff GOttes trösten vnd Verheißungen sich ge-wagt hat/wens arrch gleich die alter elendestcn/vnd ärmsten sündcr/ vndbettler weren/so auff erden kommen we-rcn / Ja wenrrs gleich der getödtete Habe! / vnd der verschlungene Ionas were. Denn die Propheten beweisenvns damit / daß G OTT vber seinem ersten gebott halte/ vnd wölle ein gnädiger Vattcr seyn der armen vnd gläu-bigen/ vnd sol rhm keiner zu gering noch zu verachtet seyn: Widerumb ein zorniger Richter vber die gottlosen vndstoltzen/ vnd sott jhm keiner zu groß / zrr mächtig / zu klug / zu heilig seyn/ er sey der Keyser/ Bapst/ Türckr/vndTeufel dazu.

t^Nd vmbdisesstücks willen/sind vns die lieben Propheten / zu vnser zeit nütze/ vnd nötig;« lesen / daß wir mit^"solchen erempeln vnd predigten gestärckt vnd getröst werden/wider der verdampien Wckt vnaußffrachliche/vn-zählictze/ vnd ob GOTT wil/ diealler letzte ergernusse. Dennwie gar für lauter nichts helt doch der Türcke vn-sern HErrn Jesum Chrisivnd sein Reich / gegen sich selber vnd seinem Mahomcch ? Wie gar verachtet ist auffdi-ser seüen bey vnsvndvnder dem bapstthumb/ das siebe arme Evangelium vnd GOttes wort/ gegen dem henlichcnsctzcin vnd reichchumb der menschlichen geborten vnd Heiligkeit ? Wie gar sicher fahren die Kottengeister/ Epicurecr/vnd andere jhres gleichen/ mit jhrem eigen dürrckel/wider die H- Schrifft? Wie gar frech vnd wrldc lebt jetzt icdcr-man/ nach seinem Mutwillen/wider die helle warhcit/ so jetzt amcage/ daß es scheinet / als were weder GOTT nochChristus etwas/schweige/daß GOttes erste gebott solt so streng seyn.

Aber es heißt / Harre doch/harre doch/ was gilks/ob vns die Propheten liegen vnd bekriegen mit ihren Histo-rien vnd predigten? Es seind wolmachtigervndmehrKönige/vndwolärgere bubenzugrund gangen/diesewerdenarrch nicht entrinnen. Widerumb sind wol durstiger vnd elender leme gewest/ welchen dennoch herrlich geholffenist/ Wir werden auch nicht verlassen werden. Sie sind nicht die ersten dre getrotzt vnd gepocht haben. So sind wirarrch nicht dieersten/so gclidten haben/vnd geplagtgrwesen sind. Srhe/Also sollen wir die Propheten vns nützemachen/ so werden sie fruchtbarlich gelesen.

Daß

Die Propheten stni«chen das erste gebottauß mit «orten rod«rempeln/ -c.

Gott dkäwetvndtröstet durch diePropheten..

Wer an Gottesverheiß»»? helttwird nicht verloffen-

DieVropheten lesenist mißlich vnd nStig/sonderlich»»tz"zeikcn/ec.

Frech vnd wild leben

der welk.

Propheten liege»nicht.

Wem

!

Oden oitz 80 t!