ISA
Vorrede auffdie
/^AO haben wir-droben gehört/daß der König Ierobeam 1K cZ.12F.28. seine güldene kalben auch nicht abgotkcr 3-»«»«,^.^-^ncnnei/sondem den GOTT Israel. """ .. . . '
Nüs.r.ir.
^ / der sie anß EgypteN gcführct hatte. Welches ist ja der rechte einigeGOTT / denn es hane sie kein abgott anß Egyp«n geführet/vnd war auch nicht seine Meinung/daß er abgötte-rwol« anbetten/sondern weil er forchte/(als der Text sagk/i.LcZ.i2F.27.) daß sein volck wurde von jhm fallenznm könige Jnda/wo sie solten allein z,r Jerusalem gottesdienst pflegen/erfand er einen eigenen gottesdienst / damiter sie an sich behielte. Vnd meineregleichwol damit denrrchten GOtt / der zu Jerusalem wohn«/Aber es wärenicht noth/GOtt allein Nr Jerusalem zu dienen.
eXZNd was darfs viel wort? Es bekennet GOtt selber/ daß die kinder Israel haben mit jhremgottcsdienst/keinen^abgott / sondern ihrr allein gemeine« Denn so spricht er Hos2F.1L. Alsdenn spricht der HErr / wirst»mich heißen / man mann / vnd mich nicht mehr mein Baal hassen. Denn ich wil die »amen der Baalim vonjhrem mund wcgthrm / daß man solcher namen der Baalim nicht mehr gedencken soll. Hie muß man ja beken-nen/daß wahr sey/die kinder Israel haben mit jhrem gottesdienst keinen abgott/sondern den einigen rechten GOttgemeinet / wie hier in Hosea klarlrch GOtt spricht -. Dn wirst mich nicht mehr mein Baal hassen. Nun warja Baal der gröffest/gemeinest vnd herrlichst gottesdienst/im volck Israel/Noch war es eitel abgötterey/vngeacht/daß sie den rechten GOtt damit meinem«
Papisten fi»s damit ^IArllmb hilfst esvnsere geistlichen nicht/daß sie fürgeben/wie sie keinem abgott in ihren Kirchen vnd Stiffkenrarste sagm/fi-'d,^ ^ dienen/sondern allein GOtt dem rechten HErren. Denn dir hörest hie/daß nicht genug ist/sagen oder dencken;
Ich thue es GOtt zu ehren / ich meine den rechten GOtt / Item / Ich wil dem einigen Gott dienen / weil alle ab-göttische eben auch also sagen vnd memen. Es gilt nicht meinens oder dünckens / sonst waren die auchGottes diener/ welche die Apostel vnd Ehnsten gemartert haben/ denn sie meine«« auch (w?e ChristussoliM.i6. 1ok.,s.r.^.2. sagt/) sie thaten GOtt einen dienst daran. Vnd St. ?aulux, st. 0m.12F.2- zeugnuß gibt den Juden / daß sievmb GOtt eifern. Vnd LÄ01.26F.7. stricht / daß sie mit gottesdienst / tag vnd nacht / hoffen M kommen zur Ei.-«.?,verheissenen seligkeit.
Sonderndasehe ein jeglicher zrr/daß er gewiß sey/ daß sein gottesdienst srye durch Got-teswort gestiftet/vnd«»ftl 7 d!«nst ^ 'b nicht anß eigener andacht ersimden oder wol gemeinet. Denn welcher gottesdienst pfleget der kein Gottes zeugnuß" hat/dersoll wiffrn/daß er nicht dem rechten Gott/ sondern seinem eigen erdichten abgott/das ist/seinem dünckelvnd
falschen gcdancken/vnd damit dem «uffel selbs dienet/vnd gehen aller Propheten Wort wider jhn. Denn solcherGott ist nirgend/ der jhm wolle anß vnser eigen wahl/vnd andacht/ohn sein befehl vnd wort / gottesdienst lassenstifften. Sondern es ist nur ein GOtt/der durch sein wo« reichlich gesiiffcet vnd befohlen hat/allerley stand vndgottesdienst/darinn er jhm wil gedient haben. Dabey sollen wirblciben/ vnd weder zur rechten noch zur linckendarvon weichen/weder mehr noch weniger thrm/weder ärger noch besser machen. Sonst wird der abgötterey keinrnde/vnd kan 'kem vnderstheid bleiben/wclches rechter gottesdienst/oder abgötterey ware/dieweil sie alle den rechtenGott meincn/vnd alle feinen rechten Namen brauchen. Dcmselbigen einigen GOTT sey danckvnd lob/durch
ncn keinem abgott.)
Gottesdienst ohn
rus gcmem/ vnd msondcrheit/ van der
Weissagung Zcfa,a.
Kurtzer
ms gemetn/ vnd inson-cchett/ von der
vast / m allen Veriioncii vnd DdlliM'tfchungcn dek Christen/ dise ordnung gchakmi/^L^odaß auf die Bücher Königs Salomo folgen die Schafften der Propheten: (Wiewol dieIrrden eine an-^!^)derc srdmmg haben.) Durch die Propheten aber werden allhier nicht verstanden ins gemein alle Lehrer vndAuflieger der göttlichen geheimnussen/(w;e diß work erwan gcbrauchc wird/Lom.i 2.6. i.Aliels.
s.22.) Auch nicht alle sonderbare Lehret/ soGOtt zu arifrichkung seiner zerfallenen Kirchen/ausser der gemeinenordnung/erwecket vnd gesandt/ (dergleichen von Messe an viel gewesen / vnd vorzeiten Seher gmenmt worden.i.Sam.A.p.) Sonder allein die jenige Propheken/deren Bücher allhier der ordnung nach aufeinander folgen/welcheBücher dann nicht - eiliger/ als die vorhergehende Canonische Bücher Gott der HErr seiner lieben Kirchen eingc-handiget/vnd derselbenzum besten- dlrrch seine gnad gantz wrmderüchbiß daher wider alle list des Teufels derTyran-ncn 'der falschen Lehrem/vnd jhrer anhangern erhalten/vnd vor dem vndergang bewahret ha« Dise Propheten(in der zahl/sechzrhen/ vier grosse vnd zwelff kleine) waren attzrunahl heilige Männer /die durch den Geist Gottesgetriben/demvolck Gottes so gepredigek/daß sie die Abgötterey/vnd allerhand andere im schwang gehende funden ge-strafsi/den Wille»» des HErren mit rrostvnd ermahmmg geoff«nbaret/a»rch viel ztlkünfftlge ding geweissagt/ Son»derlich von Gottesgerichten vnd straffen/so da beydes vber die Kirchen/vnd vber die Feind ergehen wurden/so dannmich von der erlösung der Kirchen nicht nur der zeitlichen vnd leiblichen/sondern auch vnd zwar fürnemlich detewigen vnd geistlichen/durch den Messtam/den sie nach simer Person/ Ampt/ Reich vndWolchatm sehr klär-lichfür dieselbe zeit beschreiben/ Vergl. ^<ck.z.2s. vnd 12.4;. Lom.1o.4Kc. da sie sich dann -allerhand gesichteren / exem-plcn/ gleichrilissen/ fückildern/ vnd verblümten reden/ im vermahlten vnd trösten hm vnd wider gebrauchen/auchofftermalsvon zukünfftigctt dingen mehr in der vergangenen vnd gegenwärtigen/ als in der znkünffttgen zeit reden/die gewißherr derselben anzudeuten/rüd daß alles/was sie weissagten/ vnfehlbarlrch geschehensolte Weil es GOtt instillem rath beschlossen vnd jhum durch seinen Gast geofsenbare«
Nun die Sluü difer jhrer Predigen so sie an das volck gchalten/haben sie in Visen jhrenBüchern/auß Gottesbefehlvnd eingebung desH.Geistsverfasset/vnd der Gemeind eingehändiget/ auf daß alles desto besser behalten/vndin obachr genommen wurde: vnd werden dise Bücher nicht weniger auch vns/indem Newen Testament/ zu lescnaubcfohlm/stoli.s.zA. L.uc.iL.29. vnd 24-2s,26,27. X6t.26.22. 2.?er.i.!9. wie dann arrch vnderschiedtiche sprüchvnd ör«r anß denstlbigen in dem Newen Testament von Christo vnd den Aposteln angezogen werden. Sonsten/sowaren die H.Propheten Männer voü Geistcs/voll wissenschafft/vnd eystr/bcydcs die wahre Religion zu erhalten/vnd fortznpfialltzen deßgleichen arrch die falsche zrr widerlegen vnd zuverdammen: Sie waren woiberedt/fra-mü-tig vndvnverzagt/die befehldesHErrenaußzurichten/ ohn alle forchtvnd schew für den KöniM vnd Tyrannen.Ihr ampt vnd Verrichtung war vnderstheiden von dem ampt der Priesteren vnd Leviten/als den ordenlichen Kir-chendienercn/dic dem volck das gesatz anßlegen/vnd täglich opfern müßten : Damr die Propheten waren Man-ner/so da aussert der gemeinen ordnnng/bald airß disem/bald arrfl jenem stammen/son erlich/wann die Priester vndLevitenjhr ainpt/wirsichs gebühr«/nichtthatcn/vonGOtt /ein HErrensin bernffenworden.
Vn' er den grossen Propheten »st Iesaias der erste vn fümefflichste/so wol m ansehen der herrlichen fachen/davon er handlet / als auch in ansehen der hohen vnd trefflichen redem.art (br/Ii) deren er sich hin vnd wrrergebrarrcher.
l. In