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Biblia das ist: Die gantze heilige Schrifft / durch D. Martin Luther verteutscht: mit D. Pauli Tossani hiebevor aussgangnen Glossen und Ausslegungen
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302

Die I. Epistel

Dieferort ist gangen/ vnd hat" geprediget den geistern im

fchwer/ vnd wird daher

auch vnderschicklich gefängniß( 14) /zach.7.12

aufgelegt; Etliche vere

stehen durch diese Gei- 20 Die etwa nicht glaubten/ da Gott

fter die Heyden/ welche

des/ vnd gleichsambats

in dem schatten des to- einsmals hariet/ vnd gedult hatte zu den zei-in der hölle faſſen/ dend ten Noe( 6) da man die Archa zurüstet/ inChristus/ durch seine welcher wenig( das ist acht( 17))' seelen behalum gepredigt. Es wers ten wurden durchs wasser.

Apostet das Evangeli-

den aber die Heyden

mirg.nd Geister geheis-

m

21" Welches nun auch vns selig machet( 8)

Cap. IV.

a

a D. i. nach feine

Eil nun Chriftus im fleisch menschlichen natur/ wie

C

für vns b gelidten hat/ Sowapnet euch auch mit demselbigen finn: Denn weramfleisch leydet/ der choret

d

auff von sünden( 2) lit.3.10.

2 Daß er hinfort/ was noch hinderstel

liger zeit sinn fleisch ist nicht der menschender vmbstand der zeit in der Tauffe / die durch jenes bedeutet ist/ listen/ sondern dem willen Gottes lebet().

sen: so reimet sich auch

lium geprediget worden/ mit

0

r

cap.3..18.

b

Nemur verföh»wnserer sünden.

nung vn wegnehmung

c D. i. sent bereits

gerüt: wie ein kriegssn. wider aille anfechsmannin sinen waffen;süngen vnd verführunZeufels vnd der welt.

gen des fleisches/ des

Philib

( 1) Hebr.12.1.1.( 072.16.d Od.am fleisch gestidten halt: d.t. wer seisne fleischliche lüfte ges

sünde

vnd das wort Leyden/

da ihnen das Evanges o Nicht das abthun des vnflats Pamfleisch/ Denn es ist gnug/ daß wir die vergangen findegar nicht: angesehen/ sondern der bund eines guten gewiffensmit GOtt/ durch die aufferstehung JEsuChrifti himmelfahrt/ Christi/

Baß solchs nicht zun zet

ten Noæ/ sondern nach

durch die Apostel/ geschehen. And.verstehen

t

22. Welcher ist zur rechten Gottes()verdampte felen in der in den himmel gefahren/ vnd sind ihm vnder-

durch diese Geister die

hollen/ welchen Chris

X

ftus nach seinem tode/ than die Engel/ vnd die gewaltigen/ vndauf ein sonderbare vnd die z träfften.

extraordinari weiß sichgeoffenbaret/ jhnen sei

nen ficg/ zu ihrem schrecken zu verkündigen/ vnd sie benneben ihrer vndanckbarkeit vnd der billichkeit ihrerstraffzu überzeugen. Es wird aber einer solchen extraordinari erscheinung Chrifti/ in der hollen/ nirgendin heitiger Schrifft gedacht: so war auch eine solche erscheinung nicht nothwendig. Auch wird das wort/Predigen/ welches allhier gebrauchet wird/ nirgend in diesem verstand genommen. And. verstehen dadurch die seeten der gläubigen des Alten Testaments / die etwan onder der erden/ in einer vorburg derhollen/ als in einem tercer verwahret gewesen/ biß daß Christus gestorben/ vnd mit seiner feet ihnen er-schienen/ jhnen ihre erlösung auß dieser gefängnuß zuvertündigen/ vnd sie hernach mit sich in den himmetzu führen. Diese auflegung aber streittet nicht nur mit dem jenigen/ das Christus zum bekehrten schächer am Creutz gefagt: Heut wirst du ben mir in dem Paradys seyn/ Luc.23.43. sondern auch mit derfeligkeit der Ertvättern/ welche allbereit/ vor Chrifti todt vnd aufferständnuß/ in dem himmel waren/ wieauf Heb.11..5,16,40. vnd cap.12..23. vnd andern orten mehr abzunehmen. So wird auch nirgendein gefängnuß genennet ein solcher ort/ in dem jemand auffbehalten wird zur glückseligkeit/ sondern viel-mehr ein solcher ort/ in welchem jemand verwahret wird zu seinem vrtheil vnd straff. Auch hat das wort/Predigen/ in Gottes wort/ immer sein absehen auff den beruff zum glauben vnd bekehrung/ dessen die see-fen der abgestorbenen gläubigen des A. Teftaments nicht mehr vonnöthen gehabt. Also schicket sich auchdas auffdiese seelen nicht/ das gesagt wird/ Christus habe durch seinen Geist gepred get denseeten/ welchezu zeiten Nox vngehorsamb gewesen. Ist atso das die beste vnd sicherste außlegung/ daß man durchdie Geifter allhier verstehe die seelen der jenigen/ welchen Chrifti Geist oder Gottheit/ durch Noc/ vorzeiten die buf predigen lassen/ Nemlich/ als sie noch tebten/ welcher Noc auch deßwegen ein prediger derGerechtigkeit genennet wird/ z.Petr.2..5. Welcheleuth/ ohngeacht dieser predigen Noæ vnd Gotteslangmuth gegen ihnen/ einen weg als den andern/ vngehorfamb vnd gotloß geblieben/ wie 2.Petr.2.v.5.

gene zeit des lebens zubracht haben nach daß das wort FleischHeydnischem willen(+)/ da wir wandelten in alhier in einem andemvnzucht/ listen/ trunckenheit/ fresserey/ säuffe: werden/ als in den vererey/ vnd grewlichen abgöttereyen.

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Q

verstand genommen

hergehenden worten/durch ein art zu reden/so die Griechen Anta-

4 Das befrembdet sie/ daß ihr nicht naclafis nennen/ on5mit ihnen lauffet in dasselbige wiiste vnor:dig wesen/ vnd låstern/

Gol.5.10.

5 Welche werden rechenschafft geben dem/der bereit ist zu richten die lebendigen vndDie todten.

6 Denn darzu ist auch den todtenEvangelium verkündiget/ auffdaß sie" ge=

richtet werden* nach dem menschenfleisch / aber im geist Gott bleben.

a

C

das

y

am

7 Es ist aber nahe kommen) das endealler dinge. So seyt nun mässig vnd michtern zum gebett.

e

die in der Schrifft sehegemein ift.

etod.hat aufgehösret: N. derselben nicht

mehr zu dienen. Shieman.6.3.c. wie auch

von weitläuftiger/ Ro-der folg.*. erkläret.( 2) Rom.6.7.f t Od.übriger/ N.

nach unserer tauff vnd

befehrung.

g In diesem zeitlis

enteben.

h N. der naturslichen vnd vnwidergesbornen menschen. Ethe

Ephef.2.3.Galb- 14den bösen tüſten des

i Also daß er nicht

-Pet- 1-13. fleisches/ sondern demwillen GOttes folge

8 Für allen Dingen aber habt vnter einan:Der eine brunstige liebe: Denn die liebe

auch vermeidet wird: welche auch diefes ihres ongehorsambs vnd gottlosigkeit haben/ indem gefängs cket auch der sünden menge( 7).

nuß/ oder hölle damals gewesen/ da Petrus diesen seinen Sendbrieffgeschrieben/ wie dann die holle auchein gefängnuß genennet wird/ Apoc.20. 7. vnd von den verdampten Geistern/ die darinn sind/ gesagtwird/ daß sie darinn bewahret werden auff den tag des Gerichts/ 2. Petr.2.4. Jud.#. 6. Hierdurch aberwil Petrus lehren/ daß Christus zu allen zeiten der grosse Prophet feiner firchen gewesen/ vnd daß gleichwol der mehrere theit der menschen seinem wort nicht haben glauben vnd gehorchen wollen/ wie solchesdas Erempel deren/ die zun zeiten Nox gelebt/ tlärlich aufweiset: darumb sich nicht zuverwundern/ daßauch jetzund viel seyen/ die Chriftum vnd sein Evangelium verwerffen/ vnd die bekenner desselbigen verfolgen.( 14) 1.Petr.4.#. 6. i Od. gehorchten/ N. den vermahnungen/ die ihnen derHErr durch Noe thun tieffe.( 15) Genef.6.*. 5. k Od. da die langmüthigkeit Gotteseinmal barrete/ c. N. hundert vnd zwanzig jahr/ ob die leuth fich wurden befehren/ ehe die gedroheteftraffe daher tame/ Gen.6.3. Sie auch von dieser langmuth Gottes/ gegen den vngehorsamen/ Rom.2.4. vnd cap.9.22.( 16) Genef.6.3,14. Matth. 24.37. Luc.17.26.Rom.2.4.( 17) Gen.7.7. vnd cap.8.18.2.Pet.2.5. 1 Dasist/ menschen/ wie Actor. 2.41. m Oder/ imwasser: das ist/ mitten in vnd durch das wasser: dann vnden floffen sie im wasser vnd über sie regnete es. Also wird das wortlein Dia, auch genommen/ Rom.4.11.1.Tim.2.15. n Griech. dessensünd

de

vnd sich durch denselben

regieren lasse.

( 3) Rom.14.7.

2.Cor.5.15. Gal.2.20.Eph.4.24. 1.Theff.s.*.10. Hebr.9.14.

9 Sent gastfrey vnder einander() sohn+ N. die unferermurmeln()/

10 Vnd dienet einander/ ein jeglicher mitder gabe()/ die er h empfangen hat/ als dieguten haußhalter( 1) der mancherley gnadenGottes( 12)

11 So jemand redet( 3)/ daß ers rede* als Gottes wort: So jemand ein ampt( Nemil. der Arch vnd des eingangs Nox/ in diesche/ dardurch Noe erhaften worden/ im waffer der finde hat/ daßers thue

fluth/ darinn die andere zu grund gegangen.) Gegenbild/ N. die Lauff/ vns nun auch erhaltet/ 2c. DieZauffwird also genant/ weil sie ein Sacrament ist vnserer erlösung/ auß der allgemeinen verderbnuß dermenschen/ wie die Arch ein mittel war der leiblichen erlösung Noæ vnd der feinigen/ auß dem verderbender ersten welt.( 18) Ephef... 26.0 Das ist nicht die Lauff macht eigentlich selig/

X

I

m

Cor

kbetehrung in der vn-wissenheit vorher ges

1

D.i.obot witJuden waren/ so habenden

wir doch gelebt nach

sitten und gelüften

der Henden/ vnder desnen wir wohneten: Nitdaß eben der Apostel

selbsten also gelebt/ sons

der er red also durch einart zu reden/ so com-

als auß dem vermogen.municatio wird gesdasGott darzeichet/ auff daß in allen dingen( 4) Ephe4.17.

mt Od.vnerlaubs

ten/ vnziemblichen. Dis setzet der Apoftet hinzu/ nicht als wann eine gattung der abgötteren sich funderdie äusserlich ist/ vnd dardurch die vnsauberteit des leibs weggenomen wird. Deren auch viel heuchter vnd die nicht grewlich/ od. verbotten were/ sondern allein den grewet dieser sünde anzudeuten. Darzu die Jusmaut- chriften theilhafftig find/ sondern wil er sagen/ die innerlich ist/ vnd durch Chrifti blut vnd Geist an den von den Henden/ vnder denen sie wohneten/ fich offtmals verleiten liessen/ daß sie sich dieselbe gefallenvnsern secten beschihet/ deren die äusserliche ein siget ist.P Das ist/ leib.9 Od. daslaffen. n Od. sie hatten sich für frembd.o N. die weltkinder: die onbekehrten Juszeugnuß ewers guten gewissens. Od. die frag ewers guten gewissens. Das Gr.wort bedeutet hier den vnd Heyden. P Gr. zu eben derselben außgiessung der schwelgeren. Redeneine solche frag/ darben sich ein sehnliche begierd befindet/ des jenigen/ darnach man fragt/ als wann je- übel von der lehr vnd euch/ weil ihr/ alldieweil ihr derselben anhanget/ nicht mitmachet. Od.dergestalten/mand vmb rath oder hülfffraget/ oder anbaltet.N. so durch Chrifti blut vnd Geist gereini- daß sie außgeben/ das Evangelium sene eine solche tehr/ bey welcher man nicht möge frölich seyn/ vndlesben wie andere leuth.getist/ Hebr.9.14. Vnd wird hierdurch verstanden die freymuthigkeit/ so die gläubige in ihrem verer Das ist/ alle menschen. S. Act.10.42. f N. die im A.Zetrawen vnd gebett haben/ zu Gott / als ihrem Vatter/ zu gehen vnd ihn anzusprechen/ S.Rom.8.15.vnd stament gelebt/ vnd nun todt sind. Er rede sonderlich von denen/ welche zur zeit Nox gelebt haben!Galat.4.6. welches eine vnaußbteibliche frucht ist der vergebung vnserer sünden/ vnd vnserer widerges vnd nun todt seynd. S. drob. cap 3.4.19,20. welche Noe auch lästerten/ daß er nicht mitgemacht/ mitburt oder ernewrung. And. hatten dafür/ es werde hier gesehen auff den gebrauch ben dem Tauff der effen/ trincken/ heurathen/ ohn alle forcht der zukünfftigen straff/ wie Christus auch davon redt/ Matt.24.erwachsenen/ in der ersten kirchen/ welche gefragt worden/ ob sie auch forthin dem Teufel vnd der welt.37,38. t N. durch die Propheten/ sonderlich Noe/ den prediger der Gerechtigkeit/ fichierswollen absagen/ vnd in einem newen teben/ mit einem quten gewissen vor Gott wandeln/ worauf sie mit ja durch von dieser sicherheit zu belehren. Dann das Evangelium ist auch im A. Testament geprediget!geantwortet: welche frag vnd antwort durch das Gr. wort Eperothema zuverstehen sene. Wann vnd die verheissungen von Christo/ dem zukünfftigen Heyland/ den leuthen fürgehalten worden.nun diese antwort auf einem guten vnd gereinigten gewissen für GOtt hergerühret/ bezeugte sie auch( s) Johan.5.25.1.Petr.3.19. u Das ist/ sturben wie andere menschen/ was denteibvon dem innwendigen hertzens- tauff. f Oder/ zu Gott . t Welche ein gewisses anlangt. S.1.Cor.11.31. Od.gezüchtiget wurden durch die Sündfluth/ welche Gott über das ganszeugnuß ist/ daß Christus für vnsere sünden genug gethan/( dann hätte er nicht vollkommlich für alle vn= te menschliche geschlecht wolte kommen lassen: And. verstehen diß von der tödtung des fleisches/ vnd vonsere sünden bezahler/ so hatte er nicht können von den todten aufferstehen.) deßgleichen auch ein sicheres dem geistlichen leben des Geistes. Es kommet aber die erste erklärung mit den worten allhier/ vnd mitpfand der aufferständniß des newen menschen/ wie auch der seligen aufferständnuß des fleisches/ Sihe#.19. besser überein. x Gr. nach den menschen/ das ist/ nach dem aufserlichen zustand des mensRoman.6.7.3.1c. u Sihe hiervon/ wie auch vom folg. Ephef.1..20.2c. Coloff.3.v.1.dce7fchen in dieser weit. y Das ist/ am leib/ durch benehmung des zeitlichen lebens. z Nach( 19) Pfalm.110..1. Ephef.1..20.Dieweil die Engel/ welche die edelste vndder seelen/ vndin ihrem geistlichen ftand: Es tan wol feyn/ ob wol Petrus solches nicht klärlich versmächtigste Creaturen find/ Christo vnderthan: so folget/ daß auch andere Creaturen ihme vnderthan meldet/ daß etliche von den leuthen der ersten welt sich noch an dem ende bekehret/ da sie gesehen die vonfenen. Sihe Hebr.2..8.y Das ist/ Engel/ die grossen gewalt haben/ vnd durch welche Gott gedrohete straff allgemach daher kommen; das ist hierauß vnwidersprechlich zu schlieffen/ daß Gott Gott pflegt gewaltige thaten zu thun.Das ist/ die Engel/ die groffe trafft haben/ vnd darumb Noe ihnen zu einem prediger gegeben/ fie zur buß zu beruffen/ auff daß/ wann ihre teiber vmbfarce Helden find.tamen/ zum wenigsten die seel erhalten würde. a Od.nach Gott / das ist/ für Gott/ ben Gott/droben in dem himmet/ od.nach Gottes gnade/ die ihnen ward angebotten. b Nemt. so fie diePropheten/ vnd sonderlich Noe höreten/ ihre ermahnungen annehmen/ vnd sich darüber bekehreten.c Oder nahe.( 6) 1. Johan.2.18. dt R. in dieser welt/ vnd darumb wit derApostel fagen/ müssen wir wachen/ daß vns das jüngste Gericht nicht überfalle/ gleichwie die Sündfluchdie erste welt überfallen. S. dergl. Matt.24.37. Luc.21.34. e Damit ihr desto eyfferiger vndandächtiger seyt in ewrem gebett/ dann die onmässigkeit vnd füllerey machet die menschen vntüchtig zumgebett. f Od. wird decken/ N. vnder den menschen/ sintemahlen die liebe alles verträgt/ alleszum beften deutet/ alles vergibt. Daß diß der verstand dieser worten seye/ ist abzunehmen auf Prov.10.12.da der Apoftet diese wort hernimpt. Dann sonsten bedecket allein Chrifti verdienst vnseresünden für Gottes gericht. 1. Joh.2.1,2.( 7) Prov.10.12.1.Cor. 13.7. Jac.5.20.( 8) Rom.12.13.Heb.13.2.g N.daß solches euch beschwerlich falle/ wie etwan zugefchehen pflegt.( 9) Phil.2.14.( 10) Prov.3.28. Rom.12.6.2.Cor.8.11. h R.von Gott . Barunder auch der ondersschiedliche beruff zum gebrauch solcher gaben zuverstehen/ wie Eph.4.8.( 11) Matth.25..14.( 12) 1.Cor.12.4. Eph.4.11. i D.i. darzu beruffen/ vnd diegaben empfangen bat/ daß eroffentlich soll lehren in der firchen/ vnd Gottes wort auflegen. S.Rom.12.6,7. Od auch sonsten/ vndabsonderlich Gottes wort zur lehr/ trost vnd vermahnung fürtragen wil.( 13) Jer.23.22. k D.f.mit solcher ehrerbietung/ andacht/ trew vnd auffrichtigkeit/ wie sichs gebührt/ daß man Gott s wort presdige/ auch also/ daß man nichts davon/ nichts darzu thue. 1 Gr.dienet/ d.i.ein Animosenpfleger ist/darzu beruffen/ daß er den armen vnd trancken diene. S.Act.6.2,3. Rom.12.7,8. 1.Corinth.12.28.

Z

Das IV. Cap.

Auß der betrachtung des tendens Christi zeucht der Apoftet eine vermah-nung/ daß sie nichtleben sollen nach den begierden des fleisches/ sondern nachGOttes willen/ 4. Vnd lehret/ daß die das widerspiel thun/ oder anderedarzu bringen/ Gott rechenschafft geben müssen/ 6. Daß darumb auch dentodten das Evangelium feye geprediget worden/ 7. Vermahnet sie über dißzur nüchterkeit/ gebett/ liebe/ vnd andern tugenden/ 10. Auch zu rechter anwendung der gaben vnd amptern/ die ein jeder empfangen habe/ 12. Lehretfürbaß/ daß die gläubigen verfolgung leyden müssen/ vnd daß ihnen solchesgut feyer 15. Warnet aber/ daß niemand leyden solle als ein übetthäter/fondern als ein Christ/ 17. Zumahten das gericht GOttes anfange vonfinem hauß 18. Doch daß die andere hernach ein schwerer vrtheil zugewarten haben.

m D.i. mit fleiß vnd enffer/ als der solches thut von Gottes wegen/ od.vmb Gottes willen: williglich/ als der durch Gottes segen chut was er thut: vnd in demuth/ als der da soiches thut nit auf seineneigenen träfften/ sondern darzu von Gott / der ein vrheber alles guten ist/ trafften empfangen.

Gott