den/ welches er gethan
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Die II. Epistel S. Peters.
gräubigen zus brüder Paulis/ nach der weißheit/ die ihmburch den Sendbrieff gegeben ist/ euch geschrieben hat:andie Hebreer. 16 Wie er auch in allen brieffen davon3.19.1.Corine.15.2.4. redet/ In welchen sind' etliche ding schwer
1.Theff.4.15.
vndewiesen vnd erin-
Sunfft zum gezicht/ vom
N.davon ich euch zu verstehen/ welche" verwirren* die vngeHert/ N.von Chrifti zu lehrigen vnd leichtfertigen/ wie auch die ansend der welt/ von den dern schrifften/ zu ihrem eigen verdamniß.17 Ihr aber meine lieben/ weil ihr das zu
falschen Lehrern vnd
Spöttern/ die da auffftes
hen werden.
r † Od. vnder welchen dingen etliche ding ic. ſ Ist also nicht alles/ was in der Schrifftgelehrt wird/ schwer zuverstchen/ sondern allein etliche örter od.sprüch/ sonderlich die von zukünftigen dinsgen vnd dem rath Gottes von denselben/ wie auch von etlichen hohen geheimnuffen/ als von der Gnaden-wahl vnd fürsehung/ Rom.9.10,11.bandetn/ welche sachen/ ob sie wol schwer zu fassen/ dannoch deutlichgenug fürgetragen werden/ so viel den gläubigen darvon zur feligkeit zu wissen vonnöthen: Gleichwieauch alles/ was zur seligkeit zu wissen nothwendig/ in der H. Schrifft klärlich genug gelehrt vnd aufgedruckt wird/ S.Deut.29.29. vnd cap. 30.11. Pf.19.8. vnd 119.105. Prov.6.23. 2.Cor.4.3. 2.Pet.1.19.t Od.welche die vngelehrte vnd vnbeständige verdrehen/ ic. u Od. vertehren/ verdrehen/N.mit falschen auflegungen/ so sie darüber machen/ vnd bösen folgereyen od. confequentzen/ so sie darauß schliessen/ S.Rom.3.5,8. vnd 9.19.vnd 11.1. x+ Dd. vnerfahrene/ N.in göttlichen sachen.y Od.vnbeständige: die in dem rechten grund der tehr nicht befestiget find. z † Hiedurch wirdangedeutet nicht ihr abschen/ so fie diß orts haben/ sondern der außgang/ welcher darauffwerde folgen.
a † N.der erschaffung/ d.i. von ewigkeit.. Mich.5.1. Joh.1.1.Badurch die göttlichenatur Christi beschriesben wird: gleichwie mitFolgenden worten seinemenschliche natur/ nach
beren er gehört/ gesehen
Cap. III
vor wisset( s)/ so verwahret euch/ daß ihrnicht durch brithumb der rüchlosen leuthe/sampt ihnen/ verführet werdet/ vnd dentfal-let auß ever eigen veftunge:
18 f Wachset aber in der gnade vnd erfantniß vnsers HErren vnd Heylands JEsuChrifti: Demfelbigen sey ehre/ nun vndzu ewigen zeiten/ Amen.
*
( s) Marcführer vnd spotter atihnen und jren ant
a fR.daß solche va
fehen/ vnd daß es mit
gern einen solchen aufsgang nehmen werde.b Od. verführung.c † Oder/ greulis
chen/ Remttch/ der fifttern/ welche keinen Ge
schen lehrern vnd spo
sätzen wollen vndersworffen seyn.
dt Remlich/ dera
gestalten/ daß ihr die gesunde tehr fahren taffet/ vnd solche frithumen annehmet. Dann ob es wel vnsmöglich/ daß die aufferwehtten also verführet werden/ daß sie gantzlich entfallen sollen/ Matth.24.7.24.so haben sie gleichwol solche vermahnungen vnd warnungen vonnöthen/ daß fie dardurch/ als die orsdinari mittel/ auffgemuntert vnd erhalten werden/ daß sie nicht entfallen/ S.1.Corinth.10. 12,13.
e Dasist/ festen grund des glaubens/ den ihr einmal gelegt habt. Od.beständigkeit: welche dader gläubigen eigen/ als welche biß ans ende beharzen/ die heuchter aber fallen ab. S. 1.Corint.1..8.Philip.1..6.1.Theffal.5..24.1.Joh.3.1.9. f † Das ist/ nehmet täglich je mehr ond mehe
zu in der Chriftlichen tehr. Eine gleichnuß/ genommen von den kindern/ welche allgemach auffwachsenzur vollkommenen grosse vnd mannlichem alter. S. davon Eph.4.13.14. g † N.dem HErren Jesu Christo. Nun aber die tobpreifung allein Gott zugehört/ als ift diß ein klarer beweißthumb derGottheit Chrifti. h † Das ist/ in diesem leben. i † Gr.inden tag der ewigkeit/ inder zeit nach diesem leben/ welche ewiglich wären wird.
Ende der andern Epistel St. Petri.
Die erste allgemeine Epistel
Des Apostels Johannis.
Innhalt dieser Epistel.
Aßder Apostel vnd Evangelist Johannes/ der Sohn Zebedei vnd bruder Jacobi/ Matth. 10.V.2. der Jünger/ den der HErzlieb hatte/ Johan.13..23. diefen Sendbrieff geschrieben habe/ wird vnder denChristen in fein zweiffel gezogen. Das fürnehmen vnd absehen/ das der Apostel in diesem Sendbrieff hat/ift/ wie er selber andeutet/ Cap.3..23. cinstheils/ die gläubigen in der warheit der Evangelischen lehr zu stärcken: attderstheils/ sie zu einem gottseligen leben vnd insonderheit zu beobachtung der liebe zu vermahnen. Beyde diese stuckwerden durch einander gemenget/ vnd hin vnd her vnder einander also verhandelt/ daß bald von diesem/ bald vonjenem geredet wird.
Nach dem er ihnen anfangs die gewißheit vnd nukbarkeit der Chriftlichen lehr fürgestellet/ zeiget er an/ daß erselbige ihnen darumb fürhalte/ daß sie mögen die gemeinschafft mit Gott haben/ die Christus mit seinem blut vnserworben hat/ welche wir erlangen werden/ wann wir vnsere sünden werden erkennen/ anjhn glauben/ vnd im liechtwandeln. Cap.1. Erkläret/ daß er dieses lehre/ nicht daß wir darauff hin sündigen/ sondern zum troft der sündern. Vermahnet zur haltung des gebotts der liebe/ beydes alre vnd junge: Mahnet ab von der liebe der welt. Warnet für demWider- christen vnd falschen Lehrern/ vnd vermahnet/ daß sie sich durch dieselben nicht verführen lassen. Cap.2. Ver-mahnet fürters/ weil sie finder Gottes/ daß sie heilig leben vnd die fünde fliehen: fürnemlich daß sie einander lieb haben/ nicht nur mit worten/ sondern mit der that. Cap.3. Demnach/ daß sie sich für falschen Lehrern hüten: wider.umb daß sie einander lieb haben. Cap.4. Lehret fie/ wie sie auß Gott gebohren seyen/ vnd daß die liebe Gottes vnd desnächsten von einander nicht können gescheiden werden/ vnd beweiser daß Jesus Chriftus der einige Seligmacher feye/vnd daß wir an jhn glauben/ vnd die Abgötter fliehen müssen. Cap.5.
Das I. Cap.
digen euch das leben/ das ewig ist/* wel-1. Der Apoftet zeiget an/ daß dielehre die er verkündige/( daß nemlich Chriches war bey dem Batter/ vnd ist' vnser
ftus das lebendige vnd wahre wort Gottes im fleisch geoffenbahret) gantz gewißvnd fürtrefflich seye/ 3. Habe sie darumb fürgetragen/ damit die gläubigenhierdurch gemeinschafft mit Gott haben/ vnd ihre freude völlig seye/ s. Daßwir mit Gott / der das liecht ist/ keine gemeinschafft haben können/ wann wir imfinsternuß wandeln/ 7. Wann wir aber im tiecht wanden/ so senen vnsere sün
ben durch Chriſti btut gereiniget/ 3. Daß wir vns nicht selbst verführen for
ten/ als wann wir keine fünder weren/ 9. Sondern daß wir vnsere sünden bestennen müssen/ vnd daß sie vns darauffvon Gott werden vergeben werden.
Als da von anfang war/ daswir gehört haben/ das wir ge-sehen haben mit vnsem augen/das wir beschawt haben/vnd vnsere hände betastet ha-
b
vnd betaftet worden in ben( 2)/ vom Wort des lebens/
dereer auch durch wurs
derwerck vnd aufandes
2
f
z( Vnd das leben ist& erschienen/ vndkeit offemahts geoffen wir haben gesehen/ vnd zeugen vnd verkin-
re we se seine herzlich's h
bahret hat.
C
b Schawen heisset hier mehr als sehen/ dann das heisset nicht nur einmal od. im fürüber gehen/sondern offt/ wol vnd eigentlich sehen vnd betrachten. Hiermit zeiget Johannes an/ daß er vnd dieandern Apoftet nichts von Chrifto getchret vnd geprediget haben/ dann dessen fie gar gewiß gewesen/vnd daß sie mit ihren ohren gehöret/ mit ihren augen gesehen/ vnd mit ihren händen betaftet haben.( 1) Joh.1.14. 2.Pet.1. 16.( 2) Luc.24.39. Joh.20.27. D.i. von dem HErzenChristo: der das Wort von diesem Apoffet genennet wird/ Joh.1.1,14. 1. Joh.5.7.Apoc.19.3.S.die gl.über Joh.1. 1.d Dieser titul wird dem wort/ d.i. dem Sohn Gottes zugeschrieben/ weil er dasewige lebende wesen Gottes in ihm selbsten hat/ vnd den geschöpffen das leben gibt/ vnd vns das ewigeteben nicht nur verkündiget/ sondern auch erworben hat vnd mittheilet. S. Joh.1.7.4. vnd c.5.26. vnde Oder/ dann. So auch cap.3..4. f Das ist der Sohncap.14.6.1.Joh... 11.Gottes/ der auch das Leben genennet wird/ Johan.1..4. vnd cap. 14.*.6. g Od.geoffensbahret/ nemlich im fleisch/ wie Paulus redt/ I.Tim.3..16. h † Remt. Apostel/ haben daswort/ das ist/ den Sohn Gottes gesehen in seiner angenommenen menschlichen natur. Ist eine art zureden von der person Chrifti gebräuchlich/ da von seiner gantzen person/ die von der einten natur her gesnennet wird/ das gesagt wird/ was allein von ihm nach der andern natur muß verstanden werden. Sihebergteichen Joh.3.13. Act.20. 28. vnd hier*.7.
schienen.)
3
0
der
i † D.i.Chriftum/
von ewigkeit lebet/bem es
vnd ein viheber vndber ist des ewigen
bens/ wie er drob.auchdas leben geneñet wors
Evangelio/ Joh.1.1,14
Was wir gesehen vnd gehört haben/ das den.2.verkündigen wir euch/ auffdaß auch ihr mit bannes redet in feinensvns gemeinschafft habt/ Vnd vnser ge- dann es war bey Gott.meinschafft ssey' mit dem Batter/ vnd mitfeinem Sohn Jesu Chrifto.
y
4 Vnd solches schreiben wir euch/ auffdaßewer freude" völlig sey.
.t
› Vnd das ist die* verfiindigung/ die wir
1 † N seinen Aposfteln/ die er zu seinenzeugen erwehtet vnd bes
diegtos dafelbft.
ruffen hat/ vnd ihnen
gegeben zu verstehen.die geheimnussen desReichs Gottes. Sile
Matt.13.11. Actor.1.8.
vnd cap.2..32. 1.Ti
m Oder/ geoffene
* von ihm gehört haben/ vnd euch verkindi- moth... 16.gen/ daß Gott zein liecht ist/ vnd in ihmist baret.a fein finsterniß( 3).
b
n ApostelnChriftitvnd allen andern glau
6 So wir sagen/ daß wir gemeinschafft bigen zugleich/.7.mit ihm haben/ vnd wandeln im finster göttlichen gütern/ die
o N. in allen denChriftus vns erworbenhat/ vnd im Evangelio verkündiget werden. P N.die wir gläubige såmptlich haben.9 Dd.ift.Der N. nun mit vns durch Chriftum versöhnet ist/ vnd vns seiner himmlischen gütern theilhafftig machet. ft Daß wir N.durch den glauben theilhafftig werden/ seiner gerechtigkeit vnd herzlichteit. Es redt hie der Apoftet von einer geistlichen gemeinschafft/ die wir mit Chrifto haben.t † DieN.durch die predigt des Evangelij vnd wirckung des H. Geistes/ in ewren hertzen allbereit entstanden.u D.i. je mehr vnd mehr zunehme/ vnd dermalen eins vollkommen werde. Joh.15.11. vnd 16.24.x+ Gr.Epangelia, welches wort meiftentheits eine verheissung bedeutet; doch wird es allhierauch füglich gegeben/ Berkündigung/ weil das wo folgt mehr eine verkündigung als verheissung in sichbegreifft. y † N.Jefu Chrifto. z † Der N.nicht nur in ihm selbsten mit seinem verstandalles klärlich weißt/ vnd in seinem willen gantz rein vnd heitig ist/ sondern auch die menschen mit seinensGeißt erleuchtet. Joh.1.4. a Dd.gant teine finsternuß/ verstehe cinicher vnwissenheit/ irithumbsoder vnheiligkeit.( 3) Joh.1.9. vnd c.8.12.vnd 9.3.vnd c.14.35,36. b D.i. feine tinder vndglieder seiner kirchen seyen. c D.t. lassen die vnwissenheit/ jrithumb/ nreinigkeit/ zc.( welcheswercke der finsternussen fennd/ Eph.s.11.) über vns herrschen. Rom.6.12,14,17,20.
niß/ so