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Das Buch
Cap. XII
12 Vnd die Eltern namen die Tochter/ vnd| tern/ famen zujhm/ vnd wünscheten ihm Glück/Füsseten sie/ vnd liessen sie von sich/freweten sich mit ihm alles des Glücks/ das jhmGott gegeben hatte.
Bermahnung der Ele 13 Vnd vermahneten/ daß sie ja wolt jhresseren zu der Tochter. Mannes Eltern ehren/ als jhr eigen Eltern/ jhrenMann lieben/ das Gesinde fleissig regieren/ vndsich selbst züchtiglich halten.
Zobtas fomit wider zufeinem Batter.
wat di yosunl
Der alte Lobis wirdwider sehend.
Sara.
Das XI. Cap.
ro. Der junge Tobias vnd der Engel kommen wider zu seinem Batterund Mutter/ 15. Vnd als er dem atten die augen mit der fischgallen gefalsbes/ wird er widerumb sehend/ 16. Vnd dancket Gott.
Nd auf dem Wege/ da sie genHaran famen/ welches aufhalbem Wege ist gegen Ninive / ameilfften Tage/
2 Sprach der Engel: To:bia/ mein Bruder/ du weißt/ wie
wirs mit deinem Vatter verlassen haben.3 Wenn dirs gefiel/ so wolten wir vorhin zie:hen/ vnd dein Weib so gemach laffen hernach ziehen mit dem Gesinde vnd Viehe.
21 Bud siben Tag lang affen sie mit einander/ vnd waren frolich.
Das XII. Cap.
12. Der Engel offenbaret sich/ 21. Vnd verschwindet vor Tobia.Arnach rief Tobias seinen Sohnzu sich/ vnd sprach: Was sollendoch wir dem heiligen Mann/deinem Gesellen/ geben/ der mitdir gezogen ist?
2 Tobias antwortet seinemVatter: Wie können wir die grosse Wolthat/die er mir gethan hat/ vergelten?
3 Er hat mich gesund hin vnd wider bracht/hat das Gelt selbst bey Gabel geholet/ hat mir zudisem Weibe geholffen: Darzu hat er den bösenGeißt vertrieben/ vnd ihre Elteren erfrewet: Jamich selbst hat er erzettet/ da mich der grosse Fischefressen wolte/ Vnd hat dir wider geholffen zu deis
4 Vnd als Tobia solches gefiel/ sprach Rasphael: Nun zu dir von des Fisches Gallen: Dendu wirst shr ber orffen. Danam Tobias des Finem Gesichte/ vnd hat vns vber die massen vielsches Galle zu sich/ vnd zogen also vorhin.
5 Hanna aber saß täglich am Wege aufeinemBerge/ daß sie font weit vmb sich sehen.
6 Vnd als sie an dem Ort nach ihm fahe/ward sie ihres Sohns gewar von ferne/ ond kanteihn von stund an/ vnd lief hin/ vnd sagets jhremManne/ ond sprach: Sihe dein Sohn komt.
7 Vnd Raphael sprach zu Tobia: Baldwenn du wirst ins Haus kommen/ so bette vnd rufezum HErzen/ vnd dancke jhm/ vnd gehe darnachzu deinem Vatter/ vnd küsse jhn/
s Vnd alsbald falbe ihm die Augen mit derGallen vom fische/ welche du ben dir haft/ Sowerden von stund an seine Augen geöfnet werden/vnd dein Vatter wird wider sehend/ vnd sehr froh
werden.
9 Da lief der Hund vorhin/ welchen sie mitsich genommen hatten/ vnd wedelt mit seinemSchwange/ sprang/ vnd stellet sich frolich.
10 Vnd sein blinder Vatter stund eilend auf/vnd eilete/ daß er sich stieß/ Da ruffet er einemKnechte/ der ihn bey der Hand führet/ seinemSohn entgegen.
II Dergleichen that die Mutter/ vnd füssetenjhn/ vnd weineten beyde für freuden.
12 Vnd als sie gebettet hatten/ vnd Gott gedancket/ fasten sie sich zusamen nider.
13 Da nam Tobias von der Gallen des Fissches/ vnd salbet dem Vatter seine augen.
14 Vnd er leid das vast eine halbe Stund/vnd der Star gieng ihm von den Augen/ wie einHäutlein von einem En.
15 Vnd Tobias nam es/ vnd zog es von seisnen Augen/ vnd alsbald wurd er wider schend.16 Vnd sie preiseten Gott / er vnd sein Weib/vnd alle die es erfuhren.
17 Vnd Tobias sprach: Ich dancke dirHEr/ du Gott Jfrael/ daß du mich gezüchtigethaft/ vnd doch mir wider geholffen/ daß ich meinen lieben Sohn wider sehen kan.
Is Bud nach siben Tagen fam auch Sara/seines Sohns Weib/ mit alle shrem Gesinde/Biche vnd Kamelen/ vnd brachten viel Goldesmit sich/ vnd auch das Gelt/ das er empfangenhatte von dem Gabel.
19 Vnd Tobias erzehlete seinen Elteren soviel guts/ das Gott bey ihm gethan hatte durchden Gesellen/ der mit ihm gezogen war.
20 Vnd Achior vnd Nabath/ Tobie Vet
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guts gethan/ Wie können wir jhm denn solchegrosse Wolthaten vergelten?
bias feinen lohn has
4 Aber ich bitte dich/ mein Vatter/ beut ihm Raphad witvenaan die helfte aller Haabe/ die wir mit vns bracht biashaben/ daß ers wolte annemmen.
5 Vnd beyde/ Vatter vnd Sohn/ fordertenihn auf einen Ort/ vnd baten shn/ daß er wolt an-nemmen die helfte aller Güter/ die sie mit sichbracht hatten.
6 Vnd er sagt heimlich zu ihnen: Lobet vnddancket jhr Gott vom Himmel bey jederman/ daßer euch solche Gnade erzeiget hat.
7 Der Könige vnd Fürsten Rath vnd Heimslichkeit sol man verschweigen: Aber GottesWerck sol man herzlich preisen vnd offenbaren.
s Ein solch Gebett mit Fasten vnd Allmosen Atmoses.ist besser/ denn viel Goldes zum Schak famlen:9 Denn die Allmosen erlösen vom Tode/ tilsgen die Sünde/ halten bey dem Leben/
10 Die Gottlosen aber bringen sich selber vintihr Leben.
fich vnd verschwindet,
II So wil ich nun die Warheit offenbaren/ Raphael offenbaresvnd den heimlichen Befehleuch nicht verbergen. Tob.3.1.12 Dadu so heißweinetest vnd bettetest/ stunsdest von der Mahlzeit auf/ vnd begrubeft die Todsten/ hieltest die Leichen heimlich in deinem Hause/vnd begrubest sie bey der Nacht/ Da bracht ichdein Gebett für den HErzen.
13 Vnd weil du Gottlieb warest/ so mußts soseyn/ ohn Anfechtung mußtestu nicht bleiben/ aufdaß du bewahret würdest.
14 Vnd nun hat mich Gott geschickt/ daß ichdich solle heylen/ vnd den bösen Geist vertreiben/der vmb Sara deines Sohns Weib war.
15 Vnd ich bin Raphael/ einer von den siberEngeln/ die wir für dem HErzen stehen.
16 Als sie das höreten/ wurden sie betrübt/ zitterten/ vnd fielen auf ihr Angesicht zur Erden.17 Vnd der Engel sprach zu ihnen: Seytgetroft/ vnd förchtet euch nicht:
18 Denn Gott hats so haben wollen/ daß ichbey euch gewesen bin/ den lobet vnd dancket.
19 Es schein wol/ alsesse vnd truncke ich mit Genef.18.7.vnb19.30euch/ aber ich brauchte vnsichtbare Speise/ die Jud.13.16.fein Mensch sehen fan.
20 Vnd nun ists zeit/ daß ich zu dem widerhingehe/ der mich gesandt hat. Dancket ihr Gott /vnd verkündiget seine Wunder.
21 Vnd als er das gesagt hatte/ verschwand
er für