Cap. VIII.
77 Denn von der zeit vnser våtter stecken wirin grossen sünden biß auff diesen tag.
78 Vnd wegen vaser vnd vnser våtter sünde/sind wir sampt vnsern brüdern/ königen vnd prie:stern/ den außländischen königen zum schwerdt/gefängnuß vnd raub/ mit schanden vberantwortet biß auff den heutigen tag.
79 Nun aber ist ons ein wenig gnade widerfahren/ vondir/ Erz/ daß du vns eine wurzelvnd einen namen vberliesfest an der Stette deinesHeiligthumbs.
so Daß vns ein Liecht wider aufgienge an demhause deß HErrn vnsers Gottes/ vns nahrung zugeben zur zeit vnser dienstbarkeit.
SI Vnd dawir fnechte waren/ sind wir vondem HErrn nicht verlassen/ sondern er hat gnadewiderfahren lassen vor den fonigen in Persen/ daßfie vns vnterhalt geben:
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97 Da stund Esra auff/ vnd nahm einen erdvon den Obersten/ Priestern vnd eviten/ vndganzen Ifrael/ daß sie nach diesem Wort thunsolten. Vnd sie schwuren.
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Das IX. Cap.
Efra versamblet das gantze Volck für sich/ I. Das erbeut sich/ die frembde
weiber abzustellen/ 10. Es werden die nainen specificiret derer/ ſo fich mit frembden weibern vermischt hatten/ 17.( Zum andern)/ Efra liefet das Gesetzbuch für
der Gemeine/ 39. Nach dessen vorlesung gefegnet er das volck/ 46. Das volckhöret zu vnd weinet bitterlich/ 51. Efra tröstet vnd ermahnet sie/ daß man einFreudenfest halten soll/ s2. Das thun sic/ 56.
Nd Efra stund auff für dem hauseGottes/ vnd gieng in die fammerJohanan/ deß sohns Eliafab.
2. Vnd da er daselbst hinfam/aß er fein Brodt/ vnd tranck feinwasser, denn er trug leid/ vmb die vergreiffungenederer/ die gefangen gewesen waren.
32 Zu ehren den tempel vnfers HErm/ vnd diewüften Sion zu bawen/ vnd hat vns einen beståndigen sig gegeben in Judea vnd Jerusalem .
$ 3 Bndnum HErr was sollen wir sagen/ nachdem wir diß erhalten haben? Wir haben deine Ge-bot vbertretten/ die du gegeben haft/ durch die handdeiner Diener der Propheten. Vnd gesagt:
s4 Das land/ darein shr kommet zu erben/ istein unrein land/ durch die vnreinigkeit der einwohner ganz vnd gar erfüllet vnd verunsaubert.
$ 5 So solt ihr nun jhre tochter ewren söhnennicht nehmen/ vnd ewer tochter shren söhnen nichtgeben.
86 Vnd folt keinen Fried mit ihnen machenewer lebenlang/ auff daß ihr mächtig werden mo:get/ vnd essen das beste im lande/ vnd beerbet es aufewere finder ewiglich.
S7 Alles num was ons begegnet/ das wider:fähret vns/ wegen vnser bosen wercke vnd grossenSünden.
ss Du aber HErzhaft vnser fünde auffgeha-ben/ vnd hast vns eine solche wurzel gegeben: Wiraber haben nichts desto minder dein Gesetz vbertretten/ daß wir vns mit den volckern dieses landesvermischt haben.
so Wiltu denn so ganz vber vns zürnen vnsaußzurotten/ daß gar feine wurzel/ saamen nochnamen von vns vberbleibe?
90 HEr du Gott Israel bist warhafftig/denn vns ist eine Wurzel vberblieben biß auff denheutigen tag.
91 Sihe wir sind noch für dir in vnsern missesthaten/ denn vmb desselben willen können wir nichtbestehen für dir.
92 Vnd als Esra also weinete/ bekante vndbetete/ vnd für dem tempel auff der erden lag/ samlete sich zu ihm eine sehr grosse menge von mannern vnd weibern/ jünglingen vnd jungfrawenauß Jerusalem / denn es war ein groß heulen inder Gemein.
93 Vnd Sachariader sohn Jehielder kinderIsrael schrye vnd sprach: Wolan Efra/ wir haben gesündiget an dem HErn/ in dem wir vnsmit frembden weibern der volcker deß landes vermählet haben.
94 Num es ist noch Hoffnung in Israel vberdem. So laffet vns nun einen Bund machen mitvnserm Gott / daß wir alle weiber/ vnd die vonjh-nen geboren sind/ hinauß thun/ nach dem Rathdeß HErzn.
95 So es dir gut deucht/ vnd allen denen/ diedem Gesetz Gottes gehorsam seyn/ so mache dichauff/ vnd thue es.
96 Denn dir gebühret solches zu thun/ wiraber wollen mit dir nachsehen.
3 Vnd sie lieffen außruffen durch Juda vndJerufalem/ zu allen kindern/ die gefangen warengewesen/ daß sie sich gen Jerusalem verfamleten.
4 Vnd welcher nicht fame in dreyen tagen/nach dem Rath der Obersten vnd Eltesten/ deßHaabe solte alle verbannet seyn/ vnd er abgesondert von der Gemeine der gefangenen.
5 Daversamleten sich alle männer Juda vndBenjamin gen Jerusalem in dreyen tagen/ dasift/ im zwanzigsten tage des neundten Monden.
6 Vnd alles volck saß auff der straffen für demhause Gottes/ vnd zitterten vmb der sach willen
vnd vom regen.
7 Vnd Esra der Priester stund auff/ vndsprach zu ihnen/ jhr habt euch vergriffen/ daß shrfrembde weiber genommen habt/ daß ihr der schuldIfrael noch mehr machtet.
s Sobekennet nun dem HErn/ vnd thut diebefántnuß dem HErznewer Batter Gott .
9 Vnd thut seinen wolgefallen/ vnd scheider.euch von den volckern des landes/ vnd von denfrembden weibern.
10 Da antwortet die ganze Gemeine/ vndsprach mit lauter stimme/ Es geschehe/ wie duvnß gesagt haft.
II Aber des volcks ist vil/ vnd regnicht wetter/vnd fan nicht haussen stehen: So ists auch nichteines oder zweyer tage werck/ denn wir habens vielgemacht solcher vbertrettung.
12 Laß vns vnsere Obersten bestellen in dergangen Gemeine/ daß alle/ die in vnsern Städtenfrembde weiber genommen haben/ zubestimptenzeiten kámen.
13 Vnd die Eltesten einer jeglichen Stadt/vndjhre Richter mit/ biß daß von vns gewendetwerde der zorn vnsers Gottes/ vmb dieser sachewillen.
14 Da wurden bestellet Jonathan der sohnAsahel/ vnd Jehasia der sohn Tikwa/ vber diesesachen/ vnd Mefullam/ vnd Sabthai die Levitenhulffen jhnen.
15 Und die kinder deß gefängnuß thaten also.
16 Vnd der Priester Esra vnd die fürnehmsste Vätter/ vnter ihrer Vätter hause/ vnd allejestbenandte scheideten sie/ vnd sagten sich am erssien tage deß zehenden Monden zu forschen diesesachen.
17 Vnd sie richtens auß/ an allen männern/die frembde weiber hatten/ im ersten tage deß ersften Monden.
Is Vnd es wurden funden vnter den kindernder priester/ die frembdeweiber genommen hatten.
19 Nemblich vnter den kindern Jesua / deßsohns Jozadak/ vnd seinen brüdern Maeseia/ Esliefer/ Jarib vnd Gedalia.ao nô