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Das III. Buch Maccabeer.
Cap. V.
6 Rufften sie alle dem allmächtigen HErn/| mon vnd rieff/ daß man auffwdre/ mit anzeisden gewaltigen/ vnd der über alle gewalt herz gen/ daß des Konigs willen ein gnügen geschehenschet/ als ihren barmherzigen Gott vnd Batter/ wäre.mit vnaufhörlicher stimme vnd thránen an.
7 Vnd baten/ daß er disen gottlosen rahtwenden/ vnd sie durch eine herzliche erscheinungvon dem tode/ den sie jetzt vor augen schen/ erzettenwolte.
24 Der Konig aber/ als ers vernam/ vnd besstürzt ward über den ongewöhnlichen aufflauff/weil er alles vergessen hatte/ fragte/ was diß für einhandel wäre/ vmb welches willen er diß so fleissigKonverrichtet?s Dieses shr einbrünstiges gebet stieg biß inden Himmel hinein.
9 Hrmon aber machte die grausamen elephansten voll/ vnd erfüllete sie mit wein vnd weyrauch/fompt des morgens früe zu hoff/ sich bey dem Konig anzumelden.
TO Aber der/ der von anfang der welt tag vndnacht erschaffen hat/ der auch seine gnade erzeigetallen/ denen er wil/ schicket einen schlaffdem Konige zu/ daß er durch wirckung des lieben Gottesin einen gar tieffen vnd süssen schlaff fiel/ daß erdarüber zu disem mahl von seinem bosen fürnehmen verhindert ward/ vnd ihm sein böser raht fehlen muste.
II Die Juden aber/ als fie der bestimpten seitentflohen/ lobeten sie den heiligen Gott / vnd beteten nochmahlen/ daß er wolte die krafft seinergroßmächtigen hand den übermühtigen Heydenmehr beweisen.
12 Alß es nun halb zehen war/ vnd der kämmerling/ der ihn auffzuwecken pflegte/ sahe/ daß diegeladene gåste vorhanden waren/ gieng er zumKönige/ vnd stieß ihn an/ vnd daer ihn schwerlicherweckete/ zeigete er ihm an/ daß die zeit zumessen mit der zeit herben gienge/ vnd redete vondiesen.
13 Da er davon sagte/ vnd der König sonstenviel von ihmhielte/ gieng er zur tafel/ vnd befahl/daß/ die erschienen waren/ sich auch zum mahlniderfaßten.
14 Da das geschah/ vermahnte er die gäste/daß sie den tag neben ihm in freuden zubringenwolten.
15 II. Nachdem sich aber die mahlzeit verzog/fordert er den Hermon zu sich/ vnd fragte mit bedráulichen worten/ warumb er die Juden den taghätte leben laffen?
16. Als aber Hermon dem Könige anzeigete/daß er die nacht verzichtet hätte/ was jhmbefohlenwere/ wie ihm dessen seine freunde zeugniß gebenwürden/ sprach der König / der mit grausamkeitden Phalaridem übertraff:
17 Nun diß haben sie dem heutigen schlaff zudancken/ aber ohn fernern verzug solt du gegenmorgen die Elephanten zum verderb der bößwichter wieder zurüften.
Is Da das der könig sagte/ lobeten es die gesgenwertigen mit grossen freuden/ vnd gieng alsoein jeder hernachwieder in sein hauß.
19 Vnd brachten die nacht mehr zu/ daß fiegedachten/ wie jammerlich es morgen daher gehenwürde/ dann daß sie geschlaffen hätten.
20 Als nun der han gegen morgen gefrähet/vnd Hermon die thiere ausgerüstet hatte/ warteteer im groffern hofe auff.
21 Das ander volck aber/ das in der stadt zumerbärmlichen schauspiel/ sich versamlete/ wartetemit verlangen/ daß der tag anbreche.
22 Die Juden aber waren in ihren herzen sehrbeängstiget/ weineten vnd beteten/ vnd huben mitjammergesang ihre hånde gen himmel zu demgrossen Gott / daß er ihnen eilends wolte zu hülffefommen.
23 Die Sonn aber war kaum auffgegangen/vnd der König seine gaste empfienge/ stund Her:
25 Diß aber war ein werck des allenthalbenregierenden Gottes/ daß er alles dessen/ was er zuvor bedacht hatte/ vergessen müste.
26 Hermon aber sagte neben seinen freunden:HEr König/ es seynd die thier/ vnd die kriegs-leute verhanden/ zu thun nach deinem inständigen anhalten.
27 Er aber war über diesen worten sehr zornig/dieweil die göttliche versehung ihm alle seine gesdancken benam/ vnd sahe jhn grimmig an/ vndsprach:
25 So viel euer hie zugegen sind/ sampt findesfindern/ die diese grausame thiere so überflüssig gespeiset haben/ die sollen an statt der Jusden seyn/ die an mir vnd meinen vorfahren besständige treu vnd glauben für andern bewiesenhaben.
29 Vnd wärest du mir nicht so lieb/ weildu mit mir zugleich aufferzogen bist/ vnd mirnüßlich gedienet haft/ es solte dir eben alsogehen.
30 Solche gefährliche vnd vnvermuthlichebedzdwung muste Hemon in sich fressen/ ezschrackvnd verblasset gar darüber am Gesicht.
31 Diese freunde aber entferbten sich mittrauren/ vnd man ließ einen jeden gehen zu denseinen.
32 Da solches die Juden höreten/ lobeten fieden Ern/ den herzlichen Gott / den König allerKönige/ daß sie solche hülff von ihm erlangethatten.
33 III. Der Konig ließ nach seinem gebrauchvnd gewonheit wider ein mahl anrichten/ daß manfrölich war.
34 Hermon aber ließ er ruffen/ drduet jhm/vnd sprach: Du viseliger meusch/ wie offt mußman dir denn ein ding befehlen?
35 Nun rüste noch eins auß die Elephantenauff morgen/ die Juden zu verderben.
36 Aber die freunde/ die sampt shm zur tafelwaren/ verwunderten sich über seiner vnbeständigkeit/ vnd brachten diß herfür:
37 Wie lang wilt du/ Er: König / vns alswären wir vnwißig/ verführen. Du hast jestzum dritten mal geboten/ man solle die Jusden vmbbringen/ vnd wenn man im werck ift/so anderst du wider/ was du zuvor befohlenhast.
38 Daher dann die stadt wegen solches warstens gar auffrührisch wird/ vnd weil sie offt istvmbgestellet/ hat man zu besorgen/ es möchte eineplünderung entstehen.
39 Darumb der phalarische tyrann/ voll vnsverstands/ ongeachtet/ daß er solch fürhaben überdie Juden so offt geändert hatte/ that mit groffemvnbedacht ein Eidschwur/ er wolte sie ohn verzugmit den knyen vnd füssen der thiere zutreten vndverderben lassen.
40 Vber das wolte er das Jüdische land mitheerskrafft überziehen/ vnd mit feuer vnd schwerdtohne verzug verheeren/ vnd in grund schleiffenlaffen.
41 Deßgleichen den tempel/ in den sie ihnnicht hatten einlassen wollen/ wolte er mit feuerverbrennen/ vnd ein ander opffer dafelbst anrich
fem au