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Von Vrtheilen/ vnd deren eröffnung. 247
Vnd ſonderlich iſt vonnothwendig/ daß Gegentheil ſo hefftig ſtrei K
. 0 hefftig ſtreite/ ob der N. Excepti osnal art ul gung am bewieſen ſehe oder nicht: Dieweil fein vermeinte Klag ß.gon nicht gegründet oder hewieſen ſeind: Welches doch die notturfft in allweg erfordert het-Wider alles was ſonſt durch den Widertheil fürbracht worden iſt/ will Anwaldt genera=lia contra geſagt/ auch darwider ſeiner Zeugenſag vnd alle acta, ſo viel jhme dienſtlich⸗ repe-liert haben: Mit bitt zn erkennen/ wie vor gebetten iſt/ jhme auch Rechts zu verhelffen/ ewer
Nichterlich Amps anruͤffende.
Der fuͤnffzehende Termin.Sententia ejusdemq́; publicatio, die Vrtheil vnd deren Eroͤffnung.Das X C II. Capitul.
Von der Vrthetl/ auch derſelben Saſſungvnd Eröffnung,
Qua t. t.. feſtig ng, Beweiſung/ 2. Zum funfften/
Was iſt ein Vrtheil/ zu Latein je vedigſprechung oder Verdammung inSententia genant? der Hauptſachen. Zum ſechßten/ daß die vr-
Q In YVrtheil iſt ein Gerichtlicher ſtheil cen das entſcheide/ was geklagt wor-entſcheid/ dardurch die Partheyen den vnd alſo auff die Klag gerichtet/ vndeinti eders von einander ledig erkant/. m,,.
oder einer dem andern vmb etwas fellig wird. ſiebenden, Verdammung,/ oder Ledigſpre-Quæſt. 2. ſelis chung/ oder Auffhebung vnd Vergleichung
Wie vielerleh ſeind Vrtheilen. der Eypenſen.
. ja, 6.Fuͤrnemlich zweyerley geſchlecht. Eine* w 9.wirdt genant Interlocuroria, dz iſt/ ein Vor: Was gehört zu rechtmaͤſſiger Publi-
oder Beyvrtheil: die ander Dit nit bra, das ö*.. eineriſt/ ein Endyrtheil. J
Quæſt. 3. Erſtlich die Citation beyder Partheyen/Was iſt ein Beyortheil/ Interlo. zu anhoͤtung derſelben: Dann in deren be:cutoria genant⸗| der oder jhrer Anwaͤlden abweſen ſoll wenigEin Beyorcheil, if der Außforuch fo| faͤhl außgenommen) kein vrtheil außgeſpro-durch den Richter vor endlichem entſcheid der K Wann aber auff außgangeneHauptſachen auff den Rechtſat oder das be. Ladung, die eine Parthe durch ſhren voll-geren, fo die Parthehen aufferhalben der maͤchtigen Anwaldt erſchienen/ vnd die an-
Hauptſachen ein wenden/ beſchicht/ vnd alſo J ſo mag die Vrtheil
ö.. nit berůͤrt noch ent⸗ Zum andern/ ſoll die Endvrtheil in ſchriff-Was iſt ein Endortheil/ Diffini- die Cndorheit vom Richter ſitzend/ vnd nittiya genant? ſtehend gegeben werden: wann es aber bey ei-Ein Endortheil iſt der Richterlich hen Gericht anderſt herkom̃en if demſelbenSpruch welcher in der Hauptfach gefellt; nachzugehn.vnd durch ſolchen dieſelbig geendet vnd hin⸗ Fnre vꝛerdte/ ſoll die Endovrtheil bey tag -gelegt wirdt.. vnd nit bey nacht/ oder beym Liecht eroͤffnet/Queeft, 5 außgeſprochen/ vnd gegeben werden.Was ſoll ein Endyrtheil in ſich| Fünfftens nicht in Winckeln/ ſonder analten? der gewohnlichen Gerichtsſtatt.Erſtlichen/ des Richters namen. Zum an⸗| Zum ſechßten/wann die Parthey ſelbſt ge-dern, der Parthey oder jhrer Anwaͤlden na⸗ genwertig, foll die Vrtheil auff fie oder inmen. Zum dritten/ die ſtreitige Hauptſach, deren abweſen auff jhren Anwaldt gerichtet⸗/Zum vierdten/ die weſenliche Stück des Ge: vnd eröffnet werden. Es. auch hierinnlichtlichen Proceß/ alß die Klag/ Kriegs hes auff eines jeden ging ö zu a.