. Predigt. 8
Bg6 uns nicht auch zu dieſer zeit nach, der gantz erbaͤrmbdliche ein:
it, fall des Flecken Plurs in welchem fo viel Menſchẽ mit groſ-
ſem Gut/ einsmals vnnd in einem augenblick verſchlunden ö
n woꝛden? Vnd lieber was ſollen wir von den Pfeiff holdern.
tern oder Sorftervoglinen wie mans nennet) die in ſo vngewohn-
licher anzal/ fo dick alß der Schnee/ vnnd einem ſtreiten den
n, Heer gleich/ in dem Lufft, nun viel tag harumb geflogẽ ſeind/
nr Halten/ dann daß ſie(wie die Hewſchrecken zur zeit Joels) ein
hen groſſes Heer bedeuten möchten? x|
an Aber was ſag ich viel von Zeichen dero erfüllung wir allbe-
Urn keit vo augen haben? Wer koͤndte/ wann gleich, wie Jere⸗jerenms.mias gew unſcht hat/ ſeine Augen threnen quellen were,
uin den Jamer gnug am beweinen⸗ der nun ein gute zeit in etlichẽ
. anſehenlichen Königreichen. Fuͤrſtenthumben vnnd Herz
, ſchafften/ gewaͤhret hatt: Wie manche ſchoͤne Statt wie
ht viel fehdner Flecken feind verhergt, verderbt vnd verbrennet
telt woꝛden? Wie viel Weiber vnd Kinder ſeind zu armen Wit-
t wen vnnd Wiſen woꝛden? Was vnerhöͤꝛter Moꝛd: vnnd
ö Schandthaten, ſeind erſt newlich in dem Veltlin/ an Alten
r vnd Jungen verübt worden? Schrecklich iſt zu ſagen oder zugh Bozen/ daß viel arme Chꝛiſten/ durch Gewalt/ zum abfall ondverlaͤugnung des Evangelij gezwungen vñ erſt noch darauffad hingerichtet feind wo: den. O der teufflifchen Tyranney/ de-fd ren fich auch Heyden beſchaͤmen ſolten! Y der ſteinernen vndmit erherteten Hertzen, die folches euſſerſtẽ Jamers/ ohne durch-trin genden ſchmertzen/ gedencken.n, Die Iſraeliten haben ſich auffs hochſt bekümmert/ alß fieIn vernomſten/ was ſchandtlicher maſſen/man mit eines Leolzbon ten Kebstbeib zu Gibea ſeye vnbgegangen. Solten wir judo.on wegen ſo mancher tyranniſcher an vielen armen Leuthenjf ver ubten onthaten/ nicht auch billich/ trawren vnd klagen?Alß Saul vnnd Jonathan im Streit vmbkommen bat 25am. 1j. David nicht allein Jonathan fein Freund, ſender auchö. Saul fein Feind beweinet? Wie ſolten dann wir, ſo vielerU| 1j
——
——