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Fast- und Baettag Wie der in den 4. Pfarrkirchen zu Basel, sonderlich aber in der Pfarrkirchen des Muensters geuebet worden : Das ist: Verzeichnuss I. Des Christlichen Oberkeitlichen Mandat und ausskuendens, obgemeldten Fasttags : II. Dreyer am selbigen tag gehaltener Buosspredigen, deren Die erste durch D. Johan Wolleb, ... Die andre durch M. Theoder Zwinger, ... Die dritte durch D. Wolgang Meyer ... verrichtet worden ... : III. Des Gebaetts, so der Gemeind Gottes fuergelesen : IV. Der Capituln so zwischen den Predigten abgehoert : V. Der Gesaengen, so vor, nach, und zwischen den Predigten abgesungen worden
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: Predigt. 15

iin Beſſer kan ſolches nicht beſchehen/ dann wie es vom HEr-

ren in abgeleſenem Text/ befohlen wirdt.

ö Erſtlich befihlet er nicht allein/ daß man ſich mit faſten/

. weinen vnd wehklagen bekehre/ ſond heißt auch ſolches

mit dem Hall der Poſaunen/(an dero ſtatt heutigs

tags die Glocken gebraucht werden) außkünden. Da dann

tal ſonderlich alle Voꝛſtehender in der Regierung vnnd Geiſtli-

ban chem Stand jhres Ampts erinnert werden. Dann ob gleich-

n wol⸗das füͤrnembſte durch die Diener des Woꝛts ſoll verrich:

i tet werden, kan doch ein Ehꝛiſtliche Obrigkeit/ bey oban gezo-

n gnen Erxemplen/ frommer Königen vnd Fuͤrſten / abnen ien/

il was auch ihnen heutigtz tags zuthun ſeye.

ch Am andern/ will der HErꝛ/ daß Verſamlungen angeſtelltwerden. Verſamlet/ ſagt er, das Volck/ heiliget die

s Gemeine, ſamlet die Elteſten/ bringet zu hauff die

jungen Kinder vnd Saͤuglingen/ der Braͤutigam

. gehe auß feiner Kammer/ vnd die Braut auß jh-

rein Gemach.

un Daß der HEN allerten Stands vnd Alters Leut heit vers

n ſamlen,/ geſchicht ins gemein darumb; damit man erkenne/

if daß jederman ohne vnderſcheid/ in betrachtung feiner Suͤn-

r den ſich demuüͤtigen ſolle. In gemeinen Landſtraffen geſchicht

es gar gern/ daß die ſchuld/ je von einem auf den andern ge

drochen wirdt/ vnd keiner ſchuldig ſeyn will. Was iſt aber diß

ag. Anders dann alß wann ein Auſſetziger den andern vnrein

il ſthuldte? Viel anderſt haben die Glaͤubigen voꝛ zeiten ge-

f than/ welche ohne ſcheuhen bekandt vnd geſagt haben, Vn ſe⸗ Nehemisre König/ SeZr ſten/ Prieſter vnnd Vaͤtter haben ges z

.y

ö ſun diger/ wir ſt ind all zumal gottloß geweſen/ g..ihn Inſonderheit aber von denen/ die zur ver ſamlung herufftih werden/ u reden/ wird zu voꝛderſt gedacht/ der Elteſten/ durch

welche denn alle Voꝛſtehender verſtanden ö ſehenCs; ijle