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Fast- und Baettag Wie der in den 4. Pfarrkirchen zu Basel, sonderlich aber in der Pfarrkirchen des Muensters geuebet worden : Das ist: Verzeichnuss I. Des Christlichen Oberkeitlichen Mandat und ausskuendens, obgemeldten Fasttags : II. Dreyer am selbigen tag gehaltener Buosspredigen, deren Die erste durch D. Johan Wolleb, ... Die andre durch M. Theoder Zwinger, ... Die dritte durch D. Wolgang Meyer ... verrichtet worden ... : III. Des Gebaetts, so der Gemeind Gottes fuergelesen : IV. Der Capituln so zwischen den Predigten abgehoert : V. Der Gesaengen, so vor, nach, und zwischen den Predigten abgesungen worden
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Die Er ſte

Heyden vber das Erb des HE Rren heriſchen/

vnd eben/ alß wann der G OZ T Ihaels nicht mehr lebte -

agen ſolten/ Wo iſt nun iht 6 Ott. JWas dieſe Vrfachen für KRroſt in ſich halten/ ſoll in demdritten Theil vermeldet werden. Allein it deſſen hie nicht zu-vergeſſen/ wie es frommen Hertzen ſo wehe thuͤe/ wann Gott /ral. 3.5. fein Woꝛt vnd Werck gelaͤſtert wirdt. David klagt/ daß ervoꝛ Kummer ſein Hertz außgeſchuͤttet/ vnd der Eyfer für dasplal. S9. 10. Hauß jhn ſchier gefreſſen habe/ ſo offt er ſolchen ſpott von denReg 1. Feinden hab hoꝛen müſſen. Konig His kia alß er die Gottlaͤſterung Rabſace vernommen, hat er feine Kleider zerriſſen/einen Sack angethan/ vnd iſt gantz trawrig in das Hauß desHErꝛen gegangen/ jhme dem HErꝛen ſolches zu klagen. Achwie viel anderſt etliche heutigs tags welche/ ob fie ſchon Gottes Wort vnd die Evangeliſche Religion hoͤꝛen ſchelten vndverketzeyen/ nur nicht ſawr darzu ſehen!III.Von dem dritten.

Nun iſt noch uͤbrig, daß alß für das dritte/ angezeigt wel-de/ mit was Troſt vnd hertzlichem vertrawen zu Gott /ſolchesalles von vns ſolle fuͤr genommen werden.Diß geben uns fünff troſtliche Vrſachen zuerkennen/ midenen dieſer Text gleichſam ver zuͤckert vnd gewurtzt iſt.Alß/ weil vns der HErꝛ ſelber fo freundtlich ermahnet:well er vns fein Gnadenthuͤr noch nicht heſchloſſen: weil erſehr barmhertzig, gedultig/ vnnd von groſſer gute iſt: weilenons zu feinem Volck vnd Eygenthumb angenommen: welauch feiner Ehr daran gelegen.Erſtlich ſoll vns ein gut Hertz vnd zuverſicht der GnadenGottes machen/ wann wir höͤzen, daß G tt ons ſelber zusBeſſerung ruffet. Den Iſraeliten ruffte er durch feinen Diener Joel/ daher im Text ſtehel/ſpꝛicht der HEN. Vunrufft er noch zur zeit/ durch die Predigt ſeines deren,,

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