4 Die Er ſte 6664rn ſuͤnden/ vnd vergilt vns nicht nach vn-.. So hoch der Himmel vber die Er-ben iſt/ iaßt er fein gůte walten/ vber die fo ſhn foͤꝛch-cen. So ferꝛn der Morgen vom Abend iſt laßt er vn-ſer vbertrettung von uns ſeyn. Wen ſolte dieſe holdſeligeheſchreibung nit in ſeinem Hertzen erquicken Wan ein Vn-derthan weißt/ daß er mit einẽ freundtlichen/ſanfft vñ gutmuͤ-tigen HErien zu reden hat wie frewt er ſich deſſen fo wol?wie getroſt offenbaret er ſolchem fein anligen? Wer wolte dañnicht auch getroſt vo: Gottes Angeſicht erſcheinen? Sagſtu-Diß iſt zwar ein liebliche beſchreibũg/ ſagt aber nicht auch dieSchꝛifft/ Er ſeye wie ein verzehrendes Fewr? Dem iſt zwaralſo/ aber gegen denen erzeigt er ſich alſo, die ſich zu jhme nichtpſal. 13. bekehren/ dann wider die hat er(ein Schwert außgezo-gen/ ſeinen Bogen geſpannen/ vnd toͤdtliche pfeil da-
rauff gelegt/ wie David geredt hat.
Nicht minder troſtlich iſt/ die betrachtung des Gnaden-bunds Gottes/ alß der vns zu feinem Volck/ zu feinen Kin,dern/ zu feinem Erb vnnd Eygenthumb berufft/ vnnd deſſendurch den Heiligen Tauff verſichert hat. Dieſer Vrſach hat
. ſich voꝛ zeiten die betruͤbte Kirch in Babylonien alſo hertzlichLai 63. 16 getroͤſtet/ Biſtu doch vnſer Vatter/ dann Abraham
weißt vns nicht/ Iſrael kennt vns nicht. Du aber
o H Erꝛ/ biſt vnſer Vatter vnd Erloͤſer/ von Alters
her iſt das dein ame. Dieſen Troſt vermehrt der HENLach. 3. noch mehr/ in dem er bey dem Propheten ſagt/ Wer feinVolck antaſte/ der taſte(einen Augapffel an.
Vmb fo viel troſtlicher aber iſt dieſes/ daß alß für dasfuͤnfft angezeigt wirdt/ daß Gott vmh feiner Ehre willen feinVolck den begierden feiner Feinden nicht gaͤntzlich vbergebenwerde, Warumb. ſagt der Prophet/ ſollen fie ſagen/Wo iſt nun jhr G Ott? Dann alß hald es den Feindenein mal gelin gel /ſchlieſſen ſie gleich dar auß daß wir den rech,
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