Buch 
Fast- und Baettag Wie der in den 4. Pfarrkirchen zu Basel, sonderlich aber in der Pfarrkirchen des Muensters geuebet worden : Das ist: Verzeichnuss I. Des Christlichen Oberkeitlichen Mandat und ausskuendens, obgemeldten Fasttags : II. Dreyer am selbigen tag gehaltener Buosspredigen, deren Die erste durch D. Johan Wolleb, ... Die andre durch M. Theoder Zwinger, ... Die dritte durch D. Wolgang Meyer ... verrichtet worden ... : III. Des Gebaetts, so der Gemeind Gottes fuergelesen : IV. Der Capituln so zwischen den Predigten abgehoert : V. Der Gesaengen, so vor, nach, und zwischen den Predigten abgesungen worden
JPEG-Download
 

4 Die Er ſte 6664rn ſuͤnden/ vnd vergilt vns nicht nach vn-.. So hoch der Himmel vber die Er-ben iſt/ iaßt er fein gůte walten/ vber die fo ſhn foͤꝛch-cen. So ferꝛn der Morgen vom Abend iſt laßt er vn-ſer vbertrettung von uns ſeyn. Wen ſolte dieſe holdſeligeheſchreibung nit in ſeinem Hertzen erquicken Wan ein Vn-derthan weißt/ daß er mit einẽ freundtlichen/ſanfft gutmuͤ-tigen HErien zu reden hat wie frewt er ſich deſſen fo wol?wie getroſt offenbaret er ſolchem fein anligen? Wer wolte dañnicht auch getroſt vo: Gottes Angeſicht erſcheinen? Sagſtu-Diß iſt zwar ein liebliche beſchreibũg/ ſagt aber nicht auch dieSchꝛifft/ Er ſeye wie ein verzehrendes Fewr? Dem iſt zwaralſo/ aber gegen denen erzeigt er ſich alſo, die ſich zu jhme nichtpſal. 13. bekehren/ dann wider die hat er(ein Schwert außgezo-gen/ ſeinen Bogen geſpannen/ vnd toͤdtliche pfeil da-

rauff gelegt/ wie David geredt hat.

Nicht minder troſtlich iſt/ die betrachtung des Gnaden-bunds Gottes/ alß der vns zu feinem Volck/ zu feinen Kin,dern/ zu feinem Erb vnnd Eygenthumb berufft/ vnnd deſſendurch den Heiligen Tauff verſichert hat. Dieſer Vrſach hat

. ſich voꝛ zeiten die betruͤbte Kirch in Babylonien alſo hertzlichLai 63. 16 getroͤſtet/ Biſtu doch vnſer Vatter/ dann Abraham

weißt vns nicht/ Iſrael kennt vns nicht. Du aber

o H Erꝛ/ biſt vnſer Vatter vnd Erloͤſer/ von Alters

her iſt das dein ame. Dieſen Troſt vermehrt der HENLach. 3. noch mehr/ in dem er bey dem Propheten ſagt/ Wer feinVolck antaſte/ der taſte(einen Augapffel an.

Vmb fo viel troſtlicher aber iſt dieſes/ daß alß für dasfuͤnfft angezeigt wirdt/ daß Gott vmh feiner Ehre willen feinVolck den begierden feiner Feinden nicht gaͤntzlich vbergebenwerde, Warumb. ſagt der Prophet/ ſollen fie ſagen/Wo iſt nun jhr G Ott? Dann alß hald es den Feindenein mal gelin gel /ſchlieſſen ſie gleich dar auß daß wir den rech,

ten

D dl