Jerem 5.3
10h. 3 4.
4 Die Andere öden Bogen: wann aber das liebe Creutz hereynſchleicht-wann Gott der Herꝛ mit Peſtilentz, Thewiꝛey Kriegsnoht⸗/vnd anderen noͤthen hey uns anklopfet/ da werden wir alk ⸗·bald demuͤtig vnd gehoꝛſam. köAllhie aber entdeckt fich vnſer groſſe hartnaͤck igkeit, dz obſchon wohl Gott der Her: ons bißhar ein lange zeit mit IEmeinen vnnd ſonderbaren Truͤbſalen heimgeſucht hat/ wirdoch dardurch nicht haben koͤnen zur Bußfertigkeit erweichetwerden. Freylich konte Jeremias mit feiner alten Klag widt-rumb herfur kommen: Du ſchlageſt fie, aber ſie fü hlensnicht: du plageſt ſie/ ab er ſie beſſeren ſich nicht: ſie ha-ben ein harter Angeſicht/ dann ein Self) vnd wöͤllenſich nicht bekehꝛen. JEins will vbrig ſeyn/ J. G. daß weil Gott der Herr mit einer newen Trůbſal, namlich/ mit einer ſchwaͤren Kriegsnoth vorhanden, mit welcher er nicht allein bißhar dz Koͤnigreich Böͤhem/ Vngarn/ ſonderen auch ſetzunder die Chur,fůrſtliche Pfaltz vnd vnſere Bunds: vnd Glaubens genoſſenin Buͤndten vnnd Veltlin heimſuchen thut/ wir alle wider,ſpenſtigkeit hindanſetzen/ alle alten Sünden verlaſſen/ vndons võ newem zu dem gehoꝛſam Gottes vnd feiner Gebottenſchicken/ damit er nicht verurſacht werde uns auch mit eine;blutigen Ruthen heimzuſuchen..Ferꝛners erzeigt ſich an dieſem Propheten Jong die krafftvnd wuͤrckung des wahren Glaubens/ mit welchem er/ wie ge-meldet/ wid alle voꝛſtehenden hindernuſſen newlich gekaͤmpfethat! daß er dem Herꝛen in eyl gehorchet. Welches vns danndeſſen erꝛinnern ſoll/ dz Johannes ſagt; Das iſt der Sieg⸗/der die Melt vberwindet/ nemlich vn ſer Glaub. Vndwas iſt das für ein Glaub? Ein gewiſſe zuverſicht der goͤttli-chen Gnad/ deß göttlichen Schutzes/ vnd welchem alle Kin-der Gottes in Chriſto gehalten werden/ welche durch dasö vnd Gutchaten Gottes in vns erweckt wirdt..Wer dieſe zuverſicht hat/ der kan mit Jona ohn einigfoꝛcht