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Fast- und Baettag Wie der in den 4. Pfarrkirchen zu Basel, sonderlich aber in der Pfarrkirchen des Muensters geuebet worden : Das ist: Verzeichnuss I. Des Christlichen Oberkeitlichen Mandat und ausskuendens, obgemeldten Fasttags : II. Dreyer am selbigen tag gehaltener Buosspredigen, deren Die erste durch D. Johan Wolleb, ... Die andre durch M. Theoder Zwinger, ... Die dritte durch D. Wolgang Meyer ... verrichtet worden ... : III. Des Gebaetts, so der Gemeind Gottes fuergelesen : IV. Der Capituln so zwischen den Predigten abgehoert : V. Der Gesaengen, so vor, nach, und zwischen den Predigten abgesungen worden
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Die Andere

30deiß/ alß Gott mit feiner Stimm jhnen jh: Hertz zerſp altensem. i. Alſo war David zerſchlagen woꝛden. alß jhme Nathan das. gewiffen feiner Sünden berhüret. Alſo war zerſchlagen wor1103 den die arme Sünderin/ welche mit jhren thꝛaͤnen die Fülleſhꝛes Heilands genetzet hat. Alſo ward endlich Petrus zer-Luc. 22 αι ſchlagen woꝛden durch das Hanengeſchꝛeh/ welches jhmedann bittere thraͤnen außgetruckt hat..

Viel anderſt werden der gottloſen Hertzen zerſchlagen:dann ob ſchon wohl fie auch in trawrigkeit/⸗ bekuͤmmernußond angſt gerahten/ nach dem fie geſündiget haben/ wie anCain/ Saul vnnd Juda zu ſehen: fo iſt doch das nicht dietrawrigkeit/ welche/ wie Paulus redt/ nach Gott iſt/ vndt

cer, wurcket die beſſerung deß gemůts zur Saͤligkeit. ſonder es iſt die trawꝛigkeit/ welche den Todt wuͤrcket. Dannſolche Ceuthe bekuͤmmeren ſich nicht fo faſt jhꝛer Suͤndenhalben mit welchen fie Gott erzürnt vnnd beleidigen habendann fie ſchon aller dingen/ wie Jeremias fagt/ ver ſchamtger6.15. haben/ ſondern von wegen deß Zoꝛns vnd der Straffen Gol-X36, es, ſo ob jhnen walten.

Solcher Leuthen gibt es heutiges tags ein merckliche an-zahl welche ſich am tag der noth gar trawrig vnd bekuͤmme-pet erzeigen: ſo bald aber das Vngemitter der Goͤttlichenheimſuchung fürüber iſt/ ſo iſt alles trawren vnd vbelgehebenauß/ vnd fangen fie an von newem zu ſüͤndigen. O wie vilfind auch deren Leuthen vnder vns, welche zu dieſen gefaͤhr-lichen zeiten ſich gar angſthafft vnd kleinmuͤtig erzeigen wanman ſie recht lehꝛnet erkennen, iſt es jhnen nicht zu thun vmbdie Ehꝛ Gottes welchen fie mit jhꝛen fünden bißher verſuchthaben/ ſonder vmb jhꝛen zeitlichen wohlſtand/ vmb den ſi

Tag vnd Nacht angſten vnd ſoꝛgen.=. Das iſt nun das einte von der zerſchlagung deß Henens.2. Wann dieſe zerſchlagung deß Hertzens heilſam iſt/ ſomuß darbey ſeyn der Glaub/ alſo dz wir nit allein auß.nuß