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Fast- und Baettag Wie der in den 4. Pfarrkirchen zu Basel, sonderlich aber in der Pfarrkirchen des Muensters geuebet worden : Das ist: Verzeichnuss I. Des Christlichen Oberkeitlichen Mandat und ausskuendens, obgemeldten Fasttags : II. Dreyer am selbigen tag gehaltener Buosspredigen, deren Die erste durch D. Johan Wolleb, ... Die andre durch M. Theoder Zwinger, ... Die dritte durch D. Wolgang Meyer ... verrichtet worden ... : III. Des Gebaetts, so der Gemeind Gottes fuergelesen : IV. Der Capituln so zwischen den Predigten abgehoert : V. Der Gesaengen, so vor, nach, und zwischen den Predigten abgesungen worden
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Predigt. 533

gibt/ ja auch der gottloſe Achab : Wann aber die noht allge⸗ 1. Reg 21.mein iſt/ welche ein gantzes Land vnd Statt berührt/ alß da iſt Zn

Peſtilentz, Hungersnoht, Kriegsnoht Erdbidem vnndanz

ders dergleichen/ da will ſich gebüren, daß man auch ein of-

fenkliches Zeugnuß der wahren Büßfertigkeit von ſich gebe-mit allgemeinem faſten/ mit hindan ſetzung aller leichtferti-ger hoffer tiger Kleidung/ vnd mit offentlichem Gebaͤtt/ wiedann dieſes nicht allein voꝛ zeiten in dem alten Teſtament/ſonderen auch in den Apoſtoliſchen Kirchen newes Teſta-

ments iſt braͤuchlich geweſen/ vnnd deſſentwegen noch in wol

heſtellten refoꝛmierten Kirchen im brauch gehalten wirdt.

Alſo daß wir vns freylich hoch zubefrewen ja dem HGrꝛenvnſerem Gott groß lob vnd danck zuſagen haben/ daß wir außanoꝛdnung NND verguͤnſtigung vnſerer lieben Obrigkeitdieſen gegenwertigen Tag in vn ſerer dem tigung/ durch dasGebaͤtt vnnd Faſten/ Gott dem HEr:en auffopfferen koͤn-nen. X

nicht gleißneriſch noch vnhbeſtaͤndig vnd augenblicklich ſeye.

Nicht gleißneriſch/ daß wir vns nicht eynbilden/ alß wannſich Gz Wit der HErꝛ allein mit dem euſſerlichen ſchein derGottſeligkeit vnd Bekehrung erſaͤttigen laſſe, Dann da ſagtPaulus recht/ Die leid liche bung(eye wenig nutz/ aberdie Gottſeligkeit ſeye zu allen dingen nutz. Darumbwann ſich ſchon lang einer euſſerlich demuͤtig erzeiget/ hiene-ben aber ein hochmůtiges auffgeblaſenes Hertz im hüſen tregt/iſt er ein grewel vo: Gott; wann einer ſchon lang faſter/ hiene-ben aber nicht abſtehet von ſeinen ſuͤnden/ ſo hat er nicht dasrumb ein deſto gnaͤdigeren Gott. Dann es hat der ſelige Leh-

Allein ſehen wir wol zu daß dieſe vnſere Bůß fertigkeit

1. Tim. 4 8.

rer Bernhardus recht geſchrieben. Man ſolle faſten nicht serm.. de

allein von den Speiſen/ ſondern von allen Begier-

den des fleiſches/ vnd von allen wollůſte des Leibs.

Man ſolle nicht fo faſt von der Speiß faſten/ alß von

den Sünden, Es ſeye aber ein*,. welchemij

jejun.