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Fast- und Baettag Wie der in den 4. Pfarrkirchen zu Basel, sonderlich aber in der Pfarrkirchen des Muensters geuebet worden : Das ist: Verzeichnuss I. Des Christlichen Oberkeitlichen Mandat und ausskuendens, obgemeldten Fasttags : II. Dreyer am selbigen tag gehaltener Buosspredigen, deren Die erste durch D. Johan Wolleb, ... Die andre durch M. Theoder Zwinger, ... Die dritte durch D. Wolgang Meyer ... verrichtet worden ... : III. Des Gebaetts, so der Gemeind Gottes fuergelesen : IV. Der Capituln so zwischen den Predigten abgehoert : V. Der Gesaengen, so vor, nach, und zwischen den Predigten abgesungen worden
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. Preigt.In Vatters begangen hab alß mein eigne Sund zugerechnetin, wird vnd ieh Darüber red vnd antwoꝛt geben muß: wie viel, mehr wird ieh dann, für vil tauſend andere Sünden die ich ina, meiner eignen Ver ſon begangen/ vechen ſchafft geben muͤſſen!zs,, 2 Du muß wiſſen/ daß du nicht nur einen theil der Erb.na, nd, ſonder die gantz Erbſund von Adam empfangen ha-ug, beſt gleich wie du auch die gantze Natur des Menſchen vonn jhm empfangen haſt; vnd daß du des halben von deinen Elte-e ren her/ den Saamen aller Suͤnden in dir habeſt/ das if/ einnatuͤrliche diſpoſttion vnnd zuneigung zu allen Sünden,

e. auch zu den allergroͤſten vnd abſchewlichſten Sünden/ ſo je-ua malen an einigem oꝛt der Welt/ wider die erſte/ oder andere

DTaffel begangen woꝛden. Daß du aber/ nicht eben fo wol inOM ſolche eu ſſerliche vnd grobe Sünden falleſt/ als der Bruder-nn mo: der Cain, der hatß ſtarage Acheiſt Pharaoh / die ſchand-hun, lichen Sodomiter, der argliſtige Achitophel/ der Gottsle-n ſterer Rabface der verꝛaͤther Judas/ der abtrinnige vnd ver-m zweiffelte Julianus vnd andre; das kommet nicht daher/ daßbrd du von natur beſſer ſeyeſt, alß dieſe: ſonder weil Gott durchar feinen H. Geiſt, dein angeboꝛne boͤſe verderbnuß/ mehꝛ in dir. Acumet/ vnd inhaltet, alß in andren: vnd das thut er dem6. Menſchlichẽ Geſchlecht zu gutem damit dannoch die MenMan ſchen neben einander leben moͤgen/ darumb ſoltu mit offentli-zug chen Vbelthaͤtern ein deſto groͤſſer mitleiden haben/ vnd Gott tan hieneben ohn vnderlaß dancken/ daß er durch fein Gnad/ deinboͤſe zuneigung zemmet/ daß fie in ſolche ſchraͤckliche(afterditt nicht außbrechen kan.Dr 3. Endlich muſtu auch deſſen nicht vergeſſen/ daß du vona, Natur/ wie du von deinen Elteren erboren biſt/ ein Kind deßichn Zorns ein Feind Gottes ein Sclav def Teuffels⸗ vnd dernm Suͤnden vnd derhalben auch allem Fluch /vnnd Straffennc Gottes, beydes hie zeitlich vnd doꝛt ewiglich vnderworffenein, ſeyeſt. wie ein vber wieſener£ ands verꝛhaͤter feiner Straffn gantz gwiß iſt/ wann jßm nicht ſein Konig gnad ö alſo