. Preigt.—In Vatters begangen hab alß mein eigne Sund zugerechnetin, wird vnd ieh Darüber red vnd antwoꝛt geben muß: wie viel, mehr wird ieh dann, für vil tauſend andere Sünden die ich ina, meiner eignen Ver ſon begangen/ vechen ſchafft geben muͤſſen!zs,, 2 Du muß wiſſen/ daß du nicht nur einen theil der Erb.na, nd, ſonder die gantz Erbſund von Adam empfangen ha-ug, beſt gleich wie du auch die gantze Natur des Menſchen vonn jhm empfangen haſt; vnd daß du des halben von deinen Elte-e ren her/ den Saamen aller Suͤnden in dir habeſt/ das if/ einnatuͤrliche diſpoſttion vnnd zuneigung zu allen Sünden,
e. auch zu den allergroͤſten vnd abſchewlichſten Sünden/ ſo je-ua malen an einigem oꝛt der Welt/ wider die erſte/ oder andere
DTaffel begangen woꝛden. Daß du aber/ nicht eben fo wol inOM ſolche eu ſſerliche vnd grobe Sünden falleſt/ als der Bruder-nn mo: der Cain, der hatß ſtarage Acheiſt Pharaoh / die ſchand-hun, lichen Sodomiter, der argliſtige Achitophel/ der Gottsle-n ſterer Rabface der verꝛaͤther Judas/ der abtrinnige vnd ver-m zweiffelte Julianus vnd andre; das kommet nicht daher/ daßbrd du von natur beſſer ſeyeſt, alß dieſe: ſonder weil Gott durchar feinen H. Geiſt, dein angeboꝛne boͤſe verderbnuß/ mehꝛ in dir. Acumet/ vnd inhaltet, alß in andren: vnd das thut er dem6. Menſchlichẽ Geſchlecht zu gutem damit dannoch die Men—Man ſchen neben einander leben moͤgen/ darumb ſoltu mit offentli-zug chen Vbelthaͤtern ein deſto groͤſſer mitleiden haben/ vnd Gott tan hieneben ohn vnderlaß dancken/ daß er durch fein Gnad/ deinboͤſe zuneigung zemmet/ daß fie in ſolche ſchraͤckliche(afterditt nicht außbrechen kan.Dr 3. Endlich muſtu auch deſſen nicht vergeſſen/ daß du vona, Natur/ wie du von deinen Elteren erboren biſt/ ein Kind deßichn Zorns ein Feind Gottes ein Sclav def Teuffels⸗ vnd dernm Suͤnden vnd derhalben auch allem Fluch /vnnd Straffennc Gottes, beydes hie zeitlich vnd doꝛt ewiglich vnderworffenein, ſeyeſt. Vñ wie ein vber wieſener£ ands verꝛhaͤter feiner Straffn gantz gwiß iſt/ wann jßm nicht ſein Konig gnad ö alſo