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Durch diesen buchstaben deute-ten die Römer ferner an denvornahmen Aulus, wann sie ihneinem andern manns-nahmenvorsttztm. Z. e. A. Licinius,A. Gelüus, &c. In den jahr-zahlen bedeutet er Annus. Z. e.A. u. c. ist Annus Urbis Con-dite , gleichwie auch noch inder Christlichen zeit - rechnuugA. C. für Anno Christi gefetzctwird. Cicero nennet diesenbuchstaben Litteram salutarem ,einen heylsamen buchstaben,weil er eine Nota Absolutionis ,und hingegen das C. einen Litteram tristem, oder traurigenbuchstaben , weil er Nota Condemnationis wäre» Cic. proMil. cap. 6 .
%a/ (Herren von) ein ehemahls berühmtes geschlecht inBrabant, welches nicht nur den bey Brüssel in dem kirchspielvon Anderlecht gelegenen ort Aa , sondern auch Bollaer, An-derlecht, Lennick, Lombeck, Buggenhout, Basserode, Brai-ne , Santbergen, einen ^ theil von Gruinbergen, die Castella-ney oder Vicomte zu Brüssel, und andere guter mehr besessen.Folcardus/ Herr von Aa, Anderlecht , rc. lebte A. 1037. undhinterließ unter andern einen söhn, nahmens Franco/ welcherA. 109;. Castellan zu Brüssel gewesen. Matbildis / Frau vonAa, Anderlecht, Lennick, Lombeck, rc. heyrachete Theodoricum,Herrn von Valcourt und Rochefort, und war noch A. 1284.am Leben. Hutkens Trophees de Brabant, T. II. p. 105.
t Aa/ Aha/ oder Ach/ ist ein nähme unterschiedlicher flüsse.Noch eine Aa/ der Aabach genannt, entspringet in demHor-gerberg in dem Canton Zürich , und ergiesset sich bey Käpffnachrn den Züricher-see. Unterwegs macht sie in ihrem lauff durchdas Aatobel einen wunderlichen wasscr-fall. In dem Aathal /welches in dem Grüninger-amt gelegen, und den nahmen hatvon der Aa/ so in den Greifen-see läufft, haben ehemah-len besondere Edelleuthe und Landherren der herrschafft Gru-ningen regiert; diese hatten ihren Edelsitz auf einem spitzigenHügel, neben der mühle, auch Aathal genannt. Sie führetenden nahmen von Aathal . Es ist aber so wohl derselben ge-schlecht , als Burgstall längstens vergangen. Der ausfluß desZuricher-sees durch die stadt Zürich wird auch die Aa genennt;gleich unter der stadt aber empfangt er das Wasser Syl, und zu-gleich den nahmen Lindmatt, unter welchem er sich in die Aarenergeußt. Dprstelers geschriebene Nachrichten. StumpffensSchweitz. Chron. B. VI. C. 2;.
Aaberli/ (Ich. Conrad) ware A. 1580. Pfarrer zu Schwan-den im Glarnerland, hernach A. 1592. zu Henckhart im Zürich-gebieth. Er hat eine Züricher -Chronick geschrieben, von der stadtUrsprung an, bis A. 1490. davon das original auf der burger-bibliotheck in Zürich aufbehalten wird. Djwstelers gefchx.Nachrichten.
Aach / ist eine kleine stadt, und liegt in der LandgraffchafftNellenburg an einem flusse, der auch die Aach genennet wird,und in den Boden-fee fließt, nicht weit von Hohentwiel,
Aagardus (Christian) war ein sehr berühmter LateinischerPoete, welcher A. 1616. den 27. jan. zu Wiburg in Jutland das licht dieser weit erblicket. Er wurde A. 1639. in seinemt)dttolanl)c Subdiaconus. A. 1641. gieng er von dar weg nachCoppenhagen, und wurde ihm hiermit die oberste stelle bey demKöniglichen Gymnasio aufgetragen. A. 1647. trat er die Prosesis.Poeseos extr. an, in welchem jähre er auch Magister worden.A. 1631. wurde er Rector in Ripen , und endlich 1658. LectorTheologia: und Pastor zu Westerwedsted. Es hatte ihm die na-tur, nach dem zeugniß 01 . Borrichii, gantz befvndere fchone ga-ben zum dichten verliehen, wessentwegen man denn auch ftmeverse unter die delicias Poetarum Danorum , so A. 169;. inLey-den aufgeleget worden, hat drucken lassen, worinnen hauptsach-lich ein gedichte, fo er auf den tod Christiani des IV. gemacht,und Threnas Hyperboreas betitult Hat, von oberwehntem 01 .Borrichio sehr hoch gehalten wird. Sein tod erfolgte im jähr
Supplement# I. Theil.
1664. den 5. febr. Aagardi vita Tom. T. delic. Poet. Dan. p.341. seqq. Georg, 'Matthias Kcenig Bibl. vet. &nov.
Aagardus (Nicolaus) war einbruderoberwehntenEhristia-m Aagardi, und anfänglich ein Prediger auf dem lande; wurdeaber Proselsor BloquentiL in Sora , und endlich in Eopvenha-gen. - Er hat verschiedene fachen geschrieben, darunter ist eineschrifft, de uso syllogismi in Theologia ; de stylo N. Testamen-ti ; de optimo genere Oratorum ; disputationes in Tacitum;de nido Phoenicis; animadversi in Ammianum Marcellinum;de ignibus subterraneis. Kcenig Bibi. vet. & nov.
AAGGI-DOGII , ein berg, über welchen die Caravane» ,welche von Constantinopel nach JfpaHan gehen, reisen müssen.Er wird Aaggi-dogii genannt, welches in Persianischer sprächeeinen bittern berg heisset, dieweil er sehr gäh und öde ist; erfangt an bey Chaouqueu, welches eine tagreise von Louvi liegt.Die Wege über diesen berg sind durchgehends so eng und schmäht,daß ilicht einmahl zwey pferde, oder zwet) cameele, neben einan-der gehen können. Bey diestr gelegenheit lässet der Bafchj allecameele und pferde der Caravanen zählen, von deren jedem manihm eine gewisse fchatznng bezahlen muß, daraus diejenigen,welchebey der Caravane auf ihrer reise die wache halten, und die gemei-niglichArmenier sind, erhalten werden,das übrige aber bleibet demHauptmann der Caravane. Tavernier/Pers. reise, lib. I. cap. 2.
AAGGI-SOU, ein fluß in Pechen, entspringet in dem nor-dischen gebürge, imd ergiesset sich in den see Rumi , 13. oder 14.stunde von Tauris. Man nennet ihn Aaggi-Sou , welches in Per-sianischer sprach bitteres wasser bedeutet, dieweil das Wasserdieses flusses sehr scharff ist, und keine fische darinnen zu findensind. Er laufst ohngesehr eine halbe stunde weit von Tauris vor-bey , allda über denselben eine steinerne brücke gebauet ist. Hartbey der bchcke ist die grab-statte, allda der Persianern aussage nachdes berühmten Jmam - Riza schwester begraben liegt. Taver-nier/ Pers. reise, lib. I. cap. 4.
AATN-EL-GINUN, eine sehr alte stadt in Africa in derprovintz Chans , in dem königreich Fez, war gelegen in einerebne zwischen unterschiedlichen bergen an dem Wege von Sofroinach Numidien , und hat ehemahls auch den nahmen Hamlis-man getragen. Die Worte, Aain-el-ginun, bedeuten einen brunnder abgöttern/ und lvurde die stadt also genannt , dieweil dieAfricaner hart dabey einen tempel hatten, darinnen sich auf einegewisse zeit manns- und weibs-perfonen bey anbrechender nachtverfammelten. In diesen Versammlungen wurde den götzen ge-opfert, und wenn die opffer verrichtet waren, löschte man dielichter aus, darauf beyde geschlechte sich miteinander vermisch-ten. Des andern tags wurde allen weibs-personen, welche desnachts in dem tempel gewesen waren, angezeigt, daß sie einaantzes jähr lang ihren ehemännern nicht beywohnen solteu; diekinder aber, die innert dieser zeit gebohren wurden, wurden vonden Priestern dieses tempels auferzogen, allwo damahls ein brunnstunde. Die stadt, der tempel und der brunn sind von den Tür-cken dem boden gleich gemacht worden. Bavity. DeiaCroix.
AAIN-EL-MOUSE, das ist, der brunn Mosis, ist dernähme unterschiedlicher spring-brunnen, die sich ohngesehr andert-halb stund von dem ufer des Rothen meers zwischen dem schilffbefinden. Dieweil dieses mcer an diesem ort nur eine halbemesse breit ist, so halten etliche dafür, dieses scye der ort,'all-da die kinder Israel trockenes fusses hindurch gegangen. Das Was-ser dieser brunnen ist saltzicht und bitter, welches einigen gelehrtenanlaß gegeben hat zu behaupten,daß diese brunen das wasser zuMa-ra seyen, davon gelesen wird, daß es die kinder Israel nicht habentrincken können, dieweil es bitter wäre, daher sie es Mara hiesssen, das ist, bitter / welches hernach von Mose. durch die hinein-werffung eines hvltzes, das ihm GOtt gezeiget, süß gemacht ward.Jedoch, wenn man dasjenige, was Moses gerad zuvor erzehlet,nemlich daß er die Israeliten nach chrem durchgang durch dasRothe meer von diesem meer, so auch das Schüff-meer genantwurde, hinweg habe ziehen lassen, und daß sie drey tage in derwüste gewandert, und kein wasser gefunden, bis sie nach Maragekominen; wenn man, sage ich, dieses vergleichet mit dem-jenigen, was wir gesagt haben von der entlegenheit dieser spring-brunnen von dem ufer des Rothen meers, daß sie nemlich nuranderthalb stund davon entfernet seyen, so siehet man daraus,
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