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ABDOVA > heisset in Moscau so wohl ein kleiner fluß, sosich in den see Peipus ergeußt, als auch eine kleine stadt imHertzogthum Pleskow.
ABD-RABBEIII MOHAMMED, zugenannt Al Corto-bi , ein Spanier von Cordua gebürtig, der eine Arabischegrammatic verfertiget hat, die Erschat Fillogat betitelt ist.D’Herl elot , Biblioth. Orientale.
ABDULA, ein söhn Almustamer und Calife derer Sara-cenen in Pcrsien. Nachdem er 13. und ein halbes jähr regie-ret, überwunden und tödeten ihn die Tartaren, nahmen Ba-bylon ein, brachten gantz Persien unter sich, und sichten daums jähr 1238. den ersten König ein. V' Herbelot.
ABDULACH, König von Fez, von dem stamm der Ze-netcn und aus dein geschlechte der Benimerinen, war sehr be-rühmt unter den Maurern, und lebte zu ende des zwolfftenund zu ansang des 13. feculi. Er war Statthalter von Fezfür die Almohaden , und nachdem er etliche stadte des König-reichs Tremesen durch seinen bruder Jacob eingenommen, auchdie Almohaden in einer feldschlacht zwischen Fez und Mequi-nez überwunden hatte, machte er sich völlig meister von demKönigreich Fez, und brachte also ungefehr um das jähr 1210.das scepter an sein Haus, darauf er sein reich mit noch ver-schiedenen neuen herrschafften vergrößerte, und die grentzendesselben sehr weit ausbreitete. Aus diesem geschlecht sind un-terschiedliche Könige gewesen. Ein anderer Abdulach, welcherder letzte war, ward von seinem Besser getödet, darauf aberCherif-Said aus dem geschlecht der Oatassen die Waffen ergriffe,und diesen Königs-mord in einer in dem rabr 1481. geliefertenMacht rächete. Man sagt, daß dieser Abdulach, letzter Kö-nig von Fez aus dem geschlecht der Beni-Mcrinen , so feig ge-wesen , daß er wider die Christen, welche Ceuta belägerten undeinnahmen , nicht das geringste habe unternehmen dörffen, da-her er bey seinen Unterthanen dergestalten verhaßt worden,daß sie einen anschlug wider ihn geschmiedet, darauf er auchvon seinem Bezier, deine er doch sehr viele wohlthaten erzei-get hatte, nebst sechs seiner söhnen umgebracht wurde. Mur-rn 0/. 1. 4. c. 33.
ABDULMALICH. ein Arabischer Fürst; Nachdeme ersich um das jähr Christi 1341. von denjenigen landen , welcheseine landsleuthe in Spanien besassen, meister gemacht hatte,gieng er in Africam hinüber, die belagerung Tanger fortzuse-tzen , welche stadt er auch nebst vielen andern Plätzen eroberte.Als er vernahm, daß Abeci sich zu einem König zu Corduaaufgeworffen, kehrte er nach Spanien zurück, und räumtedenselben aus dem weg. Viele Araber, die ihm aus Africa nachgefolgt waren, liessen sich in Spanien nieder, und daue-ren allda viele städte auf. Hernach belagerte er Carthagenam,welcher ort damals noch in der Christen Händen war, undals er solchen ort erobert, starb er unterwegs, da er wiedernach Cordua zurück kehren wollte. Marmoi. 1 . 2. c. 14.
ABDULMALICH, ein söhn des Königs von Fez, zognach Spanien lind landete zu Älgezira, um dem König vonGranada wider die Christlichen Fürsten von Castilien und Leonzu hülff zu koinnlen. Nachdeme er allda grosse thaten verrich-tet hatte, wurde er wieder nach Hause beruffen, dieweil seinvatter mit dem König von Tremesen krieg führte, und nichtallein dieses Königreich, sondern auch das zu Tunis einnahm,also daß er einer der mächtigsten Fürsren ward, die jemahlenin Africa gehcrrschet habeir. Nach glücklicher endigung die-ses krieqs that Abdulmalich einen zweyten zng nach Spanien ,in welchem er aber nicht so glücklich war als wie in dem vo-rigen , dann nachdeme er zu untersihiedlichen malen den kür-zern gezogen, wurde er endlich von den Christen so plötzlichüberfallen und geschlagen, daß, da er die zeit nicht hatte, sichzu Pferd zu begeben, er qenöthigct war zu fuß die flucht zunehmen, und dieweil er forchtc erkannt zu werden, versteckteer sich in die Hecken an dem weg, uild da er, dennoch entdecktwurde, stellte er sich an, als wenn er tod wäre, welches abervergeblich war, dann eM Christ, der da vorbey gicnge, gabihm zwey stiche mit seinem spieß; als dieser vorbey war, under sahe, daß niemand mehr zugegen wäre, richtete er sich mitgrosser mühe auf, und starb bey einem gewissen bächlein, wiemail sagt, in dem jähr Christi 1339. Marmoi. 1 . 2. c. -g.
ABDULMALICH > ein bruder des Muley Assen oder Has-ccn, bemächtigte sich um das jähr 134?. des Königreichs Tu-nis , verjagte semes bruders söhn Amida, und beraubte ihn sei-nes gesichts, indein er ihm ein glüendes decken ließ für dieäugen halten, zur straffe seiner grausamkeit, die er an seinemeigenen vatter Muley Assen begangen, da er ihm auf gleicheweise die äugen hatte blenden lassen. Indessen wahrest dieregicrung des Abdulmalich nicht länger als ; 6 . tage. Marmoi.
Hosm.
ABDULVARES, war ein nähme derer Könige von Tre-rnissa, welche aus der familie derer Magazoer, und Zinhagier ent-sprossen, und vertrieben «ms jähr 986. die Abdirameil aus Afri-ca. Diese wurden zlvar anfänglich von denen Römern verja-get , nachmals aber wiederum eingesetzet, bis sich die Nachfol-ger Mahomets Africä bemächtigten: sind dem allem ohngeachtdurch einige hülffe wiederum ins reich zurück gekommen, undhaben 300. jähr selbiges inne gehabt. Marmolius, II. 28. V. i>,
AßDUS, ein verschnittener Parther, war nach Sinnace
der vornehmste, so sich zusammen verbunden mit hindansetzungdes Artabani den Phrahaten von Rom wiederum zurück zu ho-len, und zu ihrem König zu machen. Artabanus dteM mer-ckende; lüde den Abdum unter dem schein der frcuiibschafft znsich zur Mahlzeit , bey welcher er chm einen gelinden gift bey-bringen ließ. Tacitus Annal. VI. 31. 32.
ABEA , eine stadt in Peloponeso an dem Sinu Messemaco,der heutiges tages Golfs de Coron genennet wird. Von an-dern wird diese stadt Hira, Thuria und Aepea genannt. Emigescribenten setzen ohne gründ in diese stadt den tempel Apollmtswelchen Terres verbrannt hat, und der in demienmen Abeagestanden, welches in der Griechischen landschafft Phocis ge-legen wäre. Moleküls sagt, daß der nähme Abea heutiges tagesin Chlores verwandelt seye. Vim. üb. i. c. 6. Baudram.
ABECI, ein Spanischer Maure, welcher in der abwesen-heit des Abdulmalich Königs in Cordua sich seines thrones be-meisterte. Er stellete vieles Unheil in dem lande an und neu-nete sich Amir-El-Moselemin. Er wäre auch der anlaß deseinheimischen krieges so unter denen vornehmsten Spaniernentstanden , und darein alle die größten familien verwickelt wa-ren. Sein gegner welcher in Africam zu gehen gedachte, kehrrete zurück, griffe ihn an und erschlug ihn. Marmoi. üb. 2. c. 14 .
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ABECOUR, eine Abtey Pramonstratenser-ordens m demDioces von Chartres im ländlein Beauce in Franckreich. Gua-sco de Pisciaco stifftete dieselbe im jähr I I80. Er wäre emgrosser Herr dieses landes und schwager Burchards von Mondmorency, dessen schwestcr Alix er geheurathet hatte. Duaty ,tom. V.
%beele/ (Den) ist eine alte Herrlichkeit auf der insel Wäs-chern in Seeland, zwischen Middelburg und Flißingcn , die vordiesem ihre eigene Herren aus einem hochadelichcn geschlecht,das sich von dieser Herrlichkeit her nennte, gehabt hat, abernachgehends gantz unter die Herrlichkeit Oostcrsoudurg gckom-men ist. Smaiieg. Seel. Chron.
AbeiUe< (Caspar) ein Frantzösischerpoet, wäre von Rielin Provence gebürtig, und begäbe sich bey guter zeit nach Pa-ris , woselbst ihn der Marsch all von Luxemburg , um seinesaufgeweckten geistes und lustiger einfälle willen mit dem tituleines Secretarii in dienste nahm. Nachdeme er in den geistli-chen stand getreuen, ward er Prior zu Notre Dame de laMerci , bekleidete auch hiernächst die stelle eines General - Se-cretarii in der Normandie , und bekäme A. 1704. einen platzin der dcademie Francoise . als Carl Boileau mit tode abge-gangen. Der Hertzog von Vendoine und der Printz von Cou-ch mochten ihn wohl lcydcn; am nieisten aber hielte er sich anden oderwehnten Marschall, dessen Officiers em nicht gerin-geres vergnügen an dessen Umgang hatten, weil er ihnen durchseine muntere erzehlungen , und dabey gebrauchte gesticulatio-nen immer etwas zu lachen machte. Er starb den 22. May1718. ungefehr in dem siebemiasten jähr seines altcrs. Manhat von ihme verschiedene Poesien, darunter einige öden, wel-che in den sammlungen der Französischen Academie besindlichsind; inaleichem zwey opern, Hezione und Ariane, nebst un-terschiedlichen tragödien rc. Titan du Titlet Parnalle Francois.
Jbeille, ( Scipio ) des vorigen bruder, wäre ein geschick-ter Wund-artzt, legte sich dabey auch auf die ticht-kunst, zuwelcher er eine natürliche fähigkcit hatte. So bald er sich inder wund-artzney fest gesetzet, trachtete er wiederum andere zuunterweisen, und eben zu diesem ende schrieb er eine Historieabregee des os , womit er viel ehre eingeleget. Er dienteauch in zweyen feldzügeiz in dem Regiment von Picardie, alsober-wund-artzt, und starb zu Paris den 9. Dec. 1697. De-vaux Index t'unebr. Chirurg. Paris . p. 78.
ABEIN , ein wegen seinen bädern berühmter und in decFranzösischen provintz Berri ohnweit Jssoudun gelegener ort.
Davity.
ABLL, oder ABLh (Thomas) ward Baccalaureuszu Ox-ford den 4. I»ly 1313. «Nd erlangte den gradum Magisteriiden 27. Inny 1316. was er eigentlich für Gradus in derGotts-gelehrtheit angenommen habe, ist nicht bekannt. In de-nen folgenden zeiten wäre er Hof-prediger bey Catharina dergemahlm Königs Henrici Vin. und Thomas Bouchier in fei-ner Bist. Ecclef. de Martyr. Fratr. ord. Min. Divi Francifci,sagt er seye gewesen, Vir longe doctissimus, qui Regina; ali-quando in Musicarum tactu & linguis operam suam navaret.
d. i. ein sehr gelehrter mann welcher von zeit zu zeit die Köni-gin in der musick und in denen sprachen unterwiest. In denjähren 1329. und 1330. zeigte er seinen grossen eyfcr wider diescheidung welche der Konig mit seiner gemahlin vorhatte, undschriebe ein tractatlein De non dissolvendo Henrici & Catha-rina; matrimonio . Im jähr 1334. ward er angeklagt als hät-te er antheil und wiuenschaffl um dasjenige was mit Elisa-beth Barton , dem so genannten heiligen mägdcn von Kentvorgegangen ist. Als er hernach den König nicht für das Hauptder kirche erkennen wollte, ward er mit dem strängen hinge-rrchtet, sem emgeweide ihm aus dem leib gerissen und vcrvier-chvsset m Smithsield den 30. Jnly 1340. Ein anderer Tho-mas Adle hat ungefehr hundert jähr nach diesem im jähr1646. gelebt, und etwas wider Thomas Edwards CangrEeoageschrieben. VTwd Athen . Oxon. vol. I. p. 34. EnglischerBayle. ~
ABEL -