Band 
Erster Theil
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der feite von Abkoude aber stehet ein viereckichter thurn, nebstetlichen übergebliebenetr stücken eines zweyten viereckichten thurns.Vor alten zeiten wurde das dorf Adekewalde genannt , mit wel-cher benennnng es in einem brief Bischoffs ConradivonA. 1085.vorkommt. Von diesem nahmen Abekewalde ist der heutigenähme Abkoude oder Abcoude entstanden. Dieses dorf hat ei-nem vornehmen und mächtigen adelichen geschlecht feinen nah-men gegeben, welches ehemahls in dem Stifft Utrecht geblühethat, nun aber schon längstens ausgestorben ist; welchem ge-fchlecht auch dieses dorf zugehörig gewesen, allwo diejenigen,so aus demselben entsprossen^ das fürtressliche schloß erbauethaben, welches hernach zum offtern ist zerstöret worden, undjetzund durch kriegs- und andere zufalle zum theil verfallen ist.Wilhelm, Herr von Abkoudc und Wyck lebte A. i°8°. Heinrichsvon Abbekenwalde wird gedacht in einem alten brief von A. 1186.Aus welchem geschlecht aber diese und noch andere mehr, dieum diese zeit gelebt haben, entsprossen seyen, kan man nichtgewiß sagen. Dieses ist ausser allem zweissel, daß die letzte Her-ren von Abkoude aus dem sehr alten geschlecht der Herren vonZuilen hergekommen, welche schon in dem zwölffteu seculoflorirt haben, wie solches aus ihrem Wappen, das aus dreyfaulen bestehet, erhellet, dergleichen Wappen auch von denHerren von Zuilen geführet wird. Der erste, der aus diesemletzten geschlecht der Herren von Abkoude bekannt ist, ist Suedervon Abekeroude, Ritter, welcher in dem dreyzehenden seculolebte, und mit Sueder von Bosimhein von Heinrich von derLekke dein Capital bey St. Maria zu Utrecht A. 1268. als bürgedargegcben ward, wie solches aus einem brief, der noch beygedachtem Capitul aufbehalten wird, zu ersehen ist. Der letztedieses geschkechts Jacob, Herr von Gaasbeek, Putten undStryen, erbte nach dem tode seines oheims Wilhelini dessenHerrlichkeiten Abkoude und Wyck, und starb den 6. febr.A.i45y.ohne rechtmäßige männliche erben zu hinterlassen. Er hat mitdeil Bischöffeir zu Utrecht viel streit und Verdruß gehabt, dadurcher A. 1449. genöthiget ward die stadt Wyck, wie auch die schlos-ser Duurstede und Abkoude mit allen ihren gerechtigkeiten, Herr-lichkeiten und zugehörden an den Bischoffen zu Utrecht , Rudolphvon Dieppolt, abzutreten, und die Nutzung davon wieder vonihm als ein lehrn zu empfangen, welche er auch endlich denStaaten des Stissts um eine gewisse summe gelds hat überlassenmüssen. Nach seinem tode hat Antonius , Basrart von Bur-gund, anfpruch an seine erbschafft gemacht, weßwegen dieStaaten ihn A. 1472. mit 12000. gülden befriedigen mußten.Auf diese weise nun ist das schloß zu Abkoude an die Dtaaten desStissts gekomen, worauf dasselbe eine lange zeit die Wohnung derMarschallen des untern quartiers des Stissts, welche daher bis-weilen auch die Marschallen von Abkoude genennet worden, gewe-sen ist , bis daß es dergeftalten zerfallen, daß man es nicht mehrbewohnen konnte. A. 1672. lag eine Staatssche besatzung in die-sem schloß, und in eben diesem jähr im november überfielen dieFranzosen in der nacht dasigcs dorf, steckten dasselbe mit feuer an,und verübten gegen die einwohner unmenschliche grausamkeiten.A. 171;. ward das schloß samt der gantzenHerrlichkeit Abkoudevon den Staaten von Utrecht an den Herrn Theodorum vanLeeuw verkaufst.

%bi<x / ein söhn Samuels , den er nebst seinem altern bru-der zum Richter über Israel gesetzet. Weil ste sich aber in die-sem amte ungerecht aufführten, wurde das volck bewogen,von Samuel einen König zu fordern, der ihme auf göttlichenbefehl den Saul gegeben hat. 1. Sam. VIII. 2. lgg. 1. Chron.VI. 28.

Otbict / der söhn Jerobeams, von dem der Prophet Ahia dergemahlin des Königes, welche ihn wegen des knabens, derkranck wäre, um rath fragen sollte, vorher sagte, daß er ster-ben würde, so bald ihr futz zur stadt einträte, i. Leg. XIV.

Abi«, König der Parther , fienge einen krieg an mit Jzate,dem König der Adiabener. Er thäte aber solches auf ansuchender Grossen seines reichs, welche sich wider ihne aufgelehnet hat-ten , da er die Jüdische, oder nach andrer meynung, die Christ-liche religion angenommen hatte. Er war in diesem krieg sounglücklich, als er in Unternehmung desselben ungerecht gewesenwäre. Nachdeme er von dem seind geschlagen worden, und sichin ein schloß eingeschlossen hatte, ward er von der feindlichenarmee in demselben belagert, und so hart geängstiget, daß eraus fvrcht in die Hände dessen zu fallen, den er so unbilligerweise angegriffen hatte, sich sechsten des lebens beraubete. Jo-seph. Antiquitt. lib. XX. cap. 2.

Wia / eine tochter Herculis , und amme Hyü!, begäbe sichin die Messenische stadt Jra, welche hernach ihro zu ehrenAbia genannt ward, und allwo sie einen tempel dauete. Jrawar eine derjenigen ftädten, welche Agamemnon bey Homero dem Achilli versprochen hat. Moreri.

Abib / ist der nähme eines monats bey den Hebräern, wel-cher für den ersten des geheiligten jahrs gezehlet wird, mit wel-chem der fruhling seinen ansang nimmt. Er kommet theils mitunserm mertz , theils mit dem april überein. Das wort heissetin dem Hebräischen neue ähren. Eben dieser monat wurdesonst Nlsan geheißen, davon siehe einen eigenen artickel imLerico. Es wäre diß sonst der siebende monat, allein nachdem ausgang aus Egypten wurde aufGOttes befehl das kirchen-jahr damit angefangen. Exod. XU. 2. Der erste des bürger-lichen jahrs bliebe der monat Tißrt, welcher irn herbst einfiele.

Supplements 1. Theil.

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Auf den vierzehenden tag des monats Abib befähle GOtt dasvster-lamm zu schlachten. Levit. XXIII. 5. Hoffmanni Lexic.

ABIßALUS, König zu Tyro, ist weit alter, als der vatterHirams, von welchem im Lexico nachzusehen, weil Porphy-rius von ihm meldet, daß Sanchoniathon selbigem Könige zuBeryto seine Phönicische Historie zugeschrieben; folglich also dieMieruna dieses Abibali m diejenige zeiten fallet, da GideonRichter über Israel war. Bocbart. Chanaan, II. 17.

Abibas / ein Christ, von welchem wir lesen in denen Ale*nasis, oderkirchen-büchern der Griechen, daß er nebst Philotheound andern zu Samosata grausam aestaupet, geritzet, in kettenund banden eingeschlossen, ins gefänanuß geworffen, wiederhervor geführet, und endlich ausgehänget, oder aufgenageltworden. Es ist ihnen der 29. jan. heilig.

Abtbas, oder auch Abtbus / soll ein söhn Gamaliels , des-sen Act. Apoll. V. 34. XXII. gedacht wird, gewesen seyn.Nachdem er sich tauffen lassen, soll er seine übrige zeit im tem-pel mit beten zugebracht haben, auch noch vor seinem vatter ge-storben, und in das grab des ersten Märtyrers Stephani gelegtworden seyn. Es gründet sich diese erzehlung auf eine offenbah-rung, welche Gamaliel Luciano , einem Priester zu Caphargamal ,gethan, und der hievon in einem besondern buche gehan-delt hat. Dann zu Caphargamal soll dieses grab befindlich ge-wesen seyn; und wird diese geschichte ums jähr 41;. unter derregierung Honorii und Theodosii U. gesetzet. Bida. Photius Cod.171. Avitus in Chron. . Combefis. Tiüemont. Baillet , viesdes Saints.

Abibus, welcher zu Thelsaa gebohren, wurde Diaconus mEdessa, allwo er die Christen im glauben stärckte. Zur zeit derVerfolgung unter dem Römischen Kayser Licinio , befahl derneue Präses ru Edessa Lysanias, ihn vor gerichte zu führen, daer denn sich freywillig stellte, und Christum bekcnnete. Dieser-wegen ließ ihn der Richter erstlich jämmerlich geißeln, schmei-chelte ihm aber doch nachgehends wieder, in der meynung, ihnvon seinem glauben abwendig zu machen. Allein Abibus bliebstandhafft, und mußte sein leben auf dem scheiter-hauffenendigen. Mit ihm zu gleicher zeit litten Samonas und Gurias fwelchen dreyen zusammen der 15, nov. zu ihrer feyer angewiesenworden. Univerfal-Lexicon.

ABI-CUREN, ein kleiner fluß in Persien , welcher seinenlauf durch die provintz Erack-Atzem nimmet, und das gebiet derstadt Jspahan beströhmet. Baudrand.

Abidan / Gideons söhn, der kinder Benjamin Hauptmann,Num. I. II. hatte ein Heer von 35400. mann unter sich, welchesstin lager neben Manasse aufschlug, cap II. 21. Er brachte aucheine gäbe zur stiffts-hutte, so beschrieben wird cap. Vli. 60-. 71.

Abieta / oder Abriet«, wird von Ptolomäo unter die städtePannoniens gerechnet, und hält man davor, daß es das jetzigeErla, Lat. Agria sey, von welcher stadt stehe den artickel imLerico.

Ab i gas / ein fluß in Mauritanien, welcher auf dem bergAurifiö entspringet. Procopius .

ABIK, salaheddin ben abik Safadi, ist der Urheber einerweitläuffigen auslegung über das getichte des Togral, welchesLamiat al-Agen genennet wird. D' Herbelot, Biblioth. Orient.

Abile / Abilius / oder Avtle / der zweyte Bifchoff von Ale-xandri« , folgte auf Annianum irn jähr Christi 85. und stundedieser kirche iz. jähr lang vor, nemlich bis in das erste jährTrajani , und das 98. jähr Christi. Eusb. Hist. & Chronie.Orient. Du. Pin , Bibliotheque des Auteurs Ecclesiastiques destrois premiers Siecles.

Abiluum / wird vvm Ptolemäo unter die städte Germaniensgereckznet. Man weißt aber nicht, wo es gelegen.

Abin / ein in dem Königreich Jemen oder in dem gkückseli-en Arabien, zwölff weilen von dem meer, gegen ausgang deradt Aden gelegenes schloß, dessen einwohner für grosse zaube-ver gehalten werden. Der gemeine weg naher Sanaa der Haupt-stadt des glückseligen Arabiens gehet an diesem schloß fürbey.

D’Herbelot, Biblioth. Orient.

Abington (Thomas) war zu Thorpe, einem dvrfe in derGrasschafft Surrey in Engelland, A. 1560. den 2;. aug. geboh-ren, und studierte zu Paris und Rheüns. Weil er sich aber indie streitigkeiten der Königin in Schottland mengete, ward er inden Tour zu London geworffen, allwo er seckis gantzer jähre aus-halten müssen, doch indessen dem studieren eyfricßi obläge. Nach-mals lebte er auf feinem land-gut inWorchefter, und starb 1647.den 8. oct. Er hat die Antiquitates von Worchester beschrieben.Wood. Athen . Oxon.

Abington ( Wilhelmus) ein söhn nur gedachtm Thoma that sich zu St. Omer aufgehalten, und starb A. 1654. dmdec. Er hat das leben Eduardi IV. Königes m Engelland, undeinige getichte heraus gegeben, wutesym. Biograph. Wood .Athen . Oxon.

Abiobsetbea, oder Elaigbas Ahmed ben Caftn, hat umsjähr 1212. gelebet, und ist A. 1220. gestorben. Er hat Vnarilluttriurn Virorum verfertiget, ingleichen «illoriam Medicorumlecundum gentes & tetates distinctam in Arabischer spräche, j»in der Leydenischen biblivthekin bist. befindlich. In letztermhandelt er von dem Ursprung und ersten erfinder der artzney-kumt;« von