Band 
Erster Theil
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9?4, dem Concilio zu Ravenna bey , darauf sich Kayfer Ottoin person befand. Er hat noch an. 980. gelebt, wie Hiero».

ßrianus hüt. Val. VII. i. UNd Rubeus V. bezeugen. UgheilusJtal. sacr. tom.II. p. 999,

Amaldus Lataneus , stammte aus dem gefchlechte dererCataneischen Grafen von Limma her, und war Abt in demklo-ster St. Iustinä zu Padna. Er stunde bey Kayfer Friedrich ll.in grossen gnaden, der ihn auch, nachdem er von Ecelino ver-trieben worden, wieder einfetzte. Allein so bald der Kayfer wie-der aus Italien gezogen, brachte ihn Ecelinus ins gefängnis ,darinnen er nach 8. jähren starb. Sein leichnam ist nach 50.jähren unverwesen gefunden , und derselbe den 14. mark. an.n)4' in obgedachtemkloster unter einem ihm zu ehren erbautenaltar mit grossem pomp beygesetzet worden. Sein andenckenwird den 10. ftbr. und auch den 14. wart. gefeyret.

Arnaldus, (Jfaac) ein Prediger zu Rochelle, schrieb Me-pris du Monde ; Kefolutions Vertueuses; De I’obeiflance deueau Roi; Meditation für la vieiüesse. Eayle.

Arnaud / ein Hertzog von Gascogne, welcher, nach innhalteines von du Chene angezogenen instruments, in dem IX. fe-culo, um das jähr 864. lebte. Er wäre ein söhn Jmvnis, Gra-sens von Perigord, wie auch ein vetter Sance oder Sanciani,deme er, obwolen das jähr ungewiß, nachfolgte. Er führte mitden Normännern krieg, und hatte sich vorgenommen, sein le-ben unter den ordens-leuthen zu Solignac in Limosin zu schliessen,als er eines plötzlichen todes gestorben ist. Du ebene , histoire

Franc, tora, II. ße Marca bist. de Bearn.

Zlrnaud de Coutignac, siehe Coutignac.

Arnaud von Mereuil, ein Edelmann und Poete aus Pro-vence , lebte zu end des XII. suculi und zu ansang des XIII.Merenil ist ein dors ohnftrn der stadt Air. Der vatter des Ar-naud, welcher zum theil Herr davon wäre, wurde genöthiget sei-ne gerechtigkeiten zu verkauffen. Der söhn hienge dein Grasenvon Beziers an, und ward von der Gräfin, welche ihme sehrviele gntthaten erwiese, sehr hoch geschähet. Er schriebe unter-schiedliche wercke in Versen und in profa, und unter andern ei-nes von den vorwürffen oder tadelungen unter dem nahmen:Pas recastenas de la Comtelfa. Petrarcha redt sehr viel gutesvon ihme, lind giebt ihme den nahmen des berühmten Arnoldi.Er starbe in dem jähr 1220. Petrarcha, c. 4. del trionfod’amor. Hoßradamus , vie des Poetes Provencaux. La Croixdu Maine und du Verdier Vauprivas , bibl. Franchise.

Arnaud, oder Arnoldus, von Ehartres, Abt von Bonneval,ein Benedietiner, unter das Bißthum Ehartres gehörig, wäre einfreund Bernhardi, welcher seinen letzten briefwenig tag vor sei-nemtodsosich den 20. aug.desjahrsn;;. zutrüge, an diesenschriebe. Er schriebe das zweyte buch von dem leben St. Bern-hardt , welches wir annoch haben, so andre einem Arnauld Abtvon Bonneval in Dauphine zugeeignet haben, welcher aber,wie solches der P. Mabillon , in ep. 250. S. Bernh. bewiesenhat, nicht zu dieser zeit gelebet hat. Er wird für den wahrhaff-ten avtbor der Zwölf traetaten : De operibus Christi cardinali-bus , welche man St. Cypriano zugeeignet hatte, gehalten. Siesind ad Papam Adrianum IV. und nicht ad Cornelium , wiesol-ches in den wercken gleiches Heiligen enthalten ist, gerichtet,welches auch die ursach ist warum man solche ihme bis zu die-ser zeit zugeschrieben hat, wiewolen einer von dem andern wohlbey achthundert jähr unterschieden ist. Arnauld schriebe auchandre bücher gleiches styli, so wir in der Bibliotheca PP. haben,als: Tractatus de septem verbis Domini in cruce ; Sermo delaudibus Sancta; & perpetuas Virginis Mariae ; Tractatus deOperibus fex Dierum. Dionysius Perronet , ein Theologusvon Auperre, machte diesen letzten tractat bekannt z die PP. Ti-telman und Schottus aber, deren der erste ein Barfusser-Mönch,der andre ein Jesuit wäre, arbeiteten an dem erstem. Es ist unsunbekannt zu welcher zeit Arnauld von Bonneval gelebet hat.Vielleicht möchte auch der andre Abt von Bonneval der authoreiniger dieser traetaten seyn. S. Bernhard, epist. 3x0. Ar-nould de Lijieux , epist. 3.17. & 38- Henr. de Gand, cap. ir.de fcript, Trithemius de fcript. ecclef. Sixtus Senensis , bibl.S. Eifengrenius, de fcript. Orthodox. Bellarmin. de fcript.ecclef. Pojjevin. in appar. facro. Gesner, in biblioth. VojJius ,dehist. Lat.lib, II. c. 93. Columbi, de ep. Valent. MerlonusHorJHus, & Dom Mabillon, in not. ad ep, 230. & 310. Sanct.Bern , Manriquez , tom. II. annal. Cisterc. ad A. C. 1133. c.ii. Carolus de Fisch, bibl. Cisterc. Mir aus, in auct. de fcript.c. 367. Chorier, bist. de Dauphine. Les Auteurs del’officeduSaint Sacrement, chron. hist. Maracciu:, biblioth. Mariana.Mr, Du Pin, bibl. des ant ecclef. du VII. fiecle.

Arnauld, (Simon) Marggraf von Pompone, einer derberühmtesten Ministern seinerzeit, wurde seit dem 23. jähr sei-nes alters in unterschiedlichen sehr wichtigen Handlungen ge-brauchet. Er errichtete in Italien unterschiedliche traetaten mitden Fürsten der Lombardischen Ligue, und wäre nachgehendsIntendant der Königlichen armeen zu Neapolis und in Cata-logne. In dem jähr 1663. wurde er zum außerordentlichenAbgesandten in Schweden ernannt, allwo er drey jähr verblie-be ; und wurde nachgehends in gleicher würde zu den HerrnGeneral-Staaten der vereinigten Provintzien abgesandt. Indem jähr 1671. kehrte er wiedrum in Schweden zurück, aü-n>o er einen sehr wichtigen tractat errichtete. In gleichem jähr

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liesse ihne der König wiedrum zu sich beruffen, um ihme nachdem absterben des Air. de Lyonne die stelle eines Ministers undStaats-8ecretarii für die fremden fachen , zu übergeben. Indem jähr 1679. gäbe Mr. de Pompone seine würde auf, um sichin die ruh zusetzen, da aber in dem jähr 1691. der König seinesguten ralhs bedürftig wäre, so berufte er ihne zurück , um ih-me als ein Staats-Minister zu dienen. In diesem amt schlösseer den lauff seines lebens so ruhmwürdig, als er ihn an-gefangen hatte, und starbe den 16. Herbstmonat des jahrs 1699.feines alters 81. jähr, indeme er nicht sowol wegen seiner got-tesforcht, bescheidenheit, seinen durchdringenden und fähigengeist, als auch wegen feiner geschicklichkeit in den staats-sachenberühmt Ware. Er hatte sich in dem jähr 1660. vermählet mitCatharina Ladvocat, einer tochter Nicolai Ladvocat, eines Cam-mer-Raths, und Margarethä Rouille, so den 31. dec. 1711.in dem 7?. fahr ihres alters gestorben, von deren er erzeugteNicolas-Simvn Arnauld, Marggrafen von Pompone; AntoineJoseph, ein Maltheser Ritter und Oberster der Dragoner, soin dem jähr 1693. zu Mons gestorben; Henri Charles, Abtvon St. Medard de Soissons , des Königs allgemeiner Allmo-sen-Pfleger und Abgesandter zu Venedig , nachgehends Staats-Kirchen-Rath und Cantzler der Königl. vrden; N. Arnaud,eine ordens-person zu Gif, und Catharina Felicitas Arnaud, sosich den 13. augstm. 1696. an Iohannem Baptistam Colbert,Marggrafen von Torcy , Minister und Staats -Secretarium ,wie auch Commandeur der Königlichen vrden vermählte. M-colas-Simon Arnauld, Marggraf von Pompone rc. Brigadierder Königlichen armeen, General-Lieutenant in dem Guberna-ment Isie de France, und ehe diesem aufferordentlicher Abge-sandter an den Churfürst von Bayern , vermahlte sich den n.mertz 1694. an Constantia von Harville, einer tochter Franciscivon Harville des Ursins , Marggrafen von Paloiseau, und An-nä von Comans d'Astri seiner zweyten gemahlin, von deron ererzeugte Ioh. Baptistam-Franciscum-Felicem, so in seinem ze-henden jähr den 22. aprü 1713. gestorben; Catharinam-Con-stantiam-Aemiliam Arnauld von Pompone, so sich den 26. brach-monat 1713. an Iohannem Joachimum Rouault, Marggra-fen von Cayeur, vermählte, samt andern lindern, so in der ju-gend gestorben sind. Moreri.

Arnauld, (Henricus) Bischoffzu Angers, war ein bruderRoberti, und an. 13 97. zu Paris gebohren. Er wurde an. 1624.Abt zu St. Nicolas in Angers , und hatte an. 1637. die ehre,daß ihn die Dom-Herren zu Toul , deren Dechant er war, zumBischoff erwehlten; wiewol er, weil die wähl ohne des Königsvorwiffen geschehen, und auch der Papst die nöthigen bullennicht ausfertigen wollen , dieses Bißthum niemals in besitz be,kommen. Nach diesem wurde er an. 1649. den 30. jan. zum Bi-schoff von Angers ernennet, welches amt er an. 1630. den 23.nov. antrat, und bis an seinen tod , der an. 1692. den 8. jan.erfolgte, mit grosser treue verwaltete. Einige geben vor, ersey vorher daselbst Coadjutor gewesen, welches aber ohne gründist. Er stund schon, da er Abt zu St. Nicolas in Angers war,in sonderbarer achtung, und nahm sich, bey seiner anwesenheitin Rom , des Barberinischen Hauses gegen Innocentii X. Ver-folgungen dermassen an , daß die beyden Barberini, AntoniusUnd Carolus, ihm zu ehren eine gedachtnis-müntze schlagen, undsein bild in ihrem pallast aufrichten liessen. Der P. Bonrecueil,ein Priester des Oratorii, hat von seinem leben eine hinlänglicheNachricht gegeben , welche in des P. Desmokts memoir. de litt.& bist. vol. 3. P. II. zu finden.

Amdius, (Carolus) ein söhn Josuä Arndii, Waran.1673. den 21. jul. zu Gustrow gebohren, studirte zu Rostock ,und wurde an. 1703. Rector der schule zu Melchin. An. 1704.gäbe man ihm die stelle eines ausserordentlichen Lehrers der ticht-kunst zu Rostock , welche er an. 1708. mit dem ordentlichenlehr-amt der Hebräischen spräche, und der catechismus -lehreverwechselte. Er schriebe verschiedenes, als: Famam Arndia-nam reflorescentem , welche auch in Pipingii Memoriis Theo-logorum stehet; Schediafmata Bibliothecas Graeae difficilioris;Bibliothecam Politico-Heraldico-felectam ; Bibliothecam Au-lico-Politico-felectam; Tabulam grammaticam Analyst Hebraeaeinservientem; Vindicias Jofuae Arndii ; Bibliothecam Mayericontinuatam ; Systema litterarium; Dissertationum Pbilolo-gico-Antiquariarum trigam ; verschiedene abhandlUNgM, davoneinige denen Observationibus Lipsiensibus einverleibet sind. Erstarb den 26.apr. 1721. meistentheils aus kummer über den todseiner frauen. Anaklla Mecklenb.

Arne / des Aeoli tochter, mit welcher Neptunus seine lie-bens-händel hatte. Gleichwie sie sich nun davon gesegneten lei-des befand, so nahm sie ihr vatter vor, bestrafte sie mit hartenWorten, und verlangte von ihr den nahmen derjenigen person,dem sie ihre ehre aufgeopfert, zu wissen. Sie konnte memandanders, als Neptunum zum vatter angeben, welches aber demAeolo so seltsam schien, daß er ihren Worten nrcht glauben zu-stellte. Er wurde dahero nur erbitterter aufsie, und damit erdiese unartige tochter nicht mehr vor äugen sehen möchte, gaber sie einein Metapontiner, der sie mit sich in seine landfchafftnehmen muste. In Mctapont kam sie darauf mit zwey söhnen,nemlich dem Böotio und Aeolo, nieder, welche gedachter Meta-pontiner , weil er mit seiner frauen keine kinder gezeuget, ankinds-statt annahm. Arne lebte also noch zimlich vergnügt, dochdieses vergnügen daurete nicht lange. Denn als einsmals chre