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li-ß er sich von Mr. Magnelein von Beauvais bereden, mit Mr.Litolphi Maroni nach Bazas zu gehen; kam aber rm folgen-den jähr wieder nach Paris , allwo chm die Direction derschulen, so die Herrn vorn Port-Royal zu Paris angerichtethatten, übergeben wiirde. Man versetzte ihn hernachm gleicherVerrichtung nach Vaumurier, unweit Port-Royal des Champs,da er neben andern zu lehrjüngern hatte Mr. So Chevreuse ,Nr. de Berniere, Tillemont, und Thomas du Fosse , welche„achgehends durch ihre schriften so berühmt worden sind. Daaber an. 1630. diese schulen gäntzlich aufgehoben wurden, de-riifte ihn der Bischoff Nicolaus Choart de Buzenval nachBeauvais , ließ ihn die Priester-würde annehmen, und über-gab ihm die aufsicht einiger Nonnen-klöster; machte ihn auchferner zum Siiperiorn des grossen Seminarii ,• so er zu Beau-vais angerichtet hatte. Da aber an. 1679. besagter Bischoffstarb , und alle diese anstalten geändert wurden , begäbe sichBeaupuis zur ruhe. Er starb endlich zu Beauvais den 1. febr.an. 1709. da er 87. jähr alt wäre. Er hat zu Paris an. 1699.in 12. heraus gegeben : Nouveaux Essais de Morale, conte-nans plufieurs traites fur differens sujets. Mimoires dutems.Vie de Buzenval.
Beausobre , (Jsaac de ) ein sehr gelehrter und berühmterReformlrterssKeoloZus, wurde den 8. inert; an. 1659. zu Niort ,in der Französischen provintz Poitou geoohren. Alan weißtnichts gewisses von dem stand seiner eitern. Er wicdmete sichdem Predig-amte, worein er in dem zwey und zwantzigstcnjähr seines alters, nachdem er zu Saumur seine studien vol-lendet hatte, aufgenommen wurde. Man gäbe ihm bald dar-auf eine Gemeine, weicherer 3. oder4. jähre vorstund , undsich indessen mit Mr. Arnodot, eines Predigers zu Lusignan,tochter, vermählete. Da man bey der strengen verfolgnng derProtestanten in Franckreich auch die kirche zuschlösse, in wel-cher Beausobre predigte, liesse er sich durch seinen eiser dahinverleiten, daß er das Königl. siegel von der kirchthüre wegriß.Als er deswegen entfliehen muste, begäbe ersieh nach Holland ,wo er durch die Printzeßin von Oranien an die Fürstin vonAnhalt-Dessau zum Cadinets-Predigcr, im jähr 1686. geschicktwurde. ; Er verfertigte allhier seine Defense de ia Doctrine desReformes , welche an. 1693. zu Magdeburg heraus käme.An. 1694. gieng er nach Berlin , >vo er anfänglich unter deranzahl der ordentlichen Prediger bey der Französischen kirchegewesen; jedoch seine geschicklichkeit verschaffte ihm bald diestelle eines Königl. Hof-Predigers. Darauf wurde er »ach undnach Consistorial-Rath, Director des Französischen Hauses,Aufseher über die Französischen schulen , und endlich Inspectorder Französischen knchen. In den stunden , welche ihm vonstincn amts-verrichtungen übrig blieben, arbeitete er an einerReformations-Historic, worinn er bis auf die Überreichung derAugspurgischen Confession an. 1330. gekommen, und seinearbeit in solchem stand hinterlassen hat,, daß sie füglich anslicht tretten könnte. Bey der bekannten Übersetzung und ausle«gnng des Neuen Testaments in Französischer spräche, welcheer mit dem Herrn Lcnfant besorget, hat er die driefe Pauliübersetzet, und die allgemeine vorrede dazu geinachet. Alsman eine gewisse gcsellschaffl unter dein nahmen der ungenann-ten stiftete, wäre Beausobre eines von den vornehmsten Mit-gliedern derselben. Diese gab ihm anlaß, verschiedene schris-ten in die Bibliotheque Germanique einzurücken, über welcheer bis an seinen tod die aufsicht gehabt, und viele auszüge ausbüchern verfertiget hat. Jndein er an seiner Reformations-hi-storie arbeitete , ,so fiel er auf eine weitläustige abhandlungvon dem Manichäus und dessen anhängern und irrthünnnern,davon er den ersten band selbst heraus gegeben , unter dem ti-tul : Histoire de Manichee & du Manicheifme &c. Amst. 4.Der zweyte band trat erst an. 1740. nach dessen tod an daslicht, und hatte eine kurtze Nachricht von seinem leben undschriften vorgesetzet. Man glaubet, er wurde bey längerin le-ben noch den dritten hinzu gethan haben,worinn er von den nerienirrgeistern, so des Manichadsmi beschuldiget worden, handelnwollte. Er starb aber den 5. jun. an. 1738. nachdem er ge-gen 80. jähre in zimlicher gesundheit und lebhaftigkeit gelebet,und noch immer geprediget hatte. Aus obgedachter ehe habenihn zween söhne, nemlich Carl Ludwig, Prediger zu Berlin ,und Leopold, Obrister über ein Rußisches regiment, nebst einertochter, überlebet. Aus seiner zweyten ehe, die er erst an. 1730.mit einer jungfer Schwartzin eingegangen, hat er zwey un-mündige söhne nachgelassen. Unter seinen manufcripten findetman einen band von Obfervations Philologiques fur le N. T.desgleichen Histoire des Preliminaires de la Reformation ;Histoire des Pauliciens ; Histoire des Albigeois ; Histoire desVaudois ; Histoire des Bogomiles ; Histoire des Freres de Bo-heme ; Histoire Critique de Porigine & des progres du Cultedes morts parmi les Payens & parrai les Chrdtiens. GelehrteZeitungen. Bibliotb. Germanique.
Beauvais , lat. Bellovacum , eine kleine stadt in Ober-Languedoc, am fluß Teßcou, ;. Meilen von Montauban ge-legen.
Beauvais , (Carolus) hat de Is Protection, Londen i6';6.in 8 . de Disciplinis & Scientiis in genere, & quo ordine ilnttractandae, ib. 164g. in 8. und Exercitationes de pura & ve-ra, tum etiam impura & falsa religione, ib. »665, m 8. ge-schrieben. Hendrtich.
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t Beauvau , eine vornehme samilie re. Henricus vsnBeauvau und Manonville starb an. 1692. und hinterließ Lu-dovicum, Grafen von Beauvau., welcher an. 1703. ais Hevtzogl. Lothringischer geheimer Rath und Hauptmann von derleib-garde, mit tobe abgegangen, nachdem er mit seiner erstengemahlin, Charlotte von Florainville, eine tochter, Louisen,Lndovici Grafens von Bassompierre gemahlin, und mit der an-dern, Anna, einer tochter Francisci von Ligny, Grafens vonCharme!, folgende 2. söhne gezeuget ; 1.) Antonium vonBouage, Hertzogl.' Lothringischen geheimen Rath und Cäm-merer. 2.) Marcum , des Heil. Röm. Reichs Fürsten vonBeauvau und Craon, Grand von Spanien von der ersten clas-se , Grafen von Harouel und Gournay, Freyherr» vonAulrey,St. Georges und Tourquestein, Herrn des frey-adelichenRit-ter-guths Mühlhansen am Neckar . Er wurde an. 17-3. den13. nov. von dem Kayser in den Reichs-Fürsten-stand erhoben,und war an. 1737. bey dem Groß-Hertzogevon Floren« gehei-mer Rath und Obrist-Stallmeister. Er hat sich an. 170;. mitAnna Marqaretha, einer tochter Melchioris von Ligneville, ver-mählet, welche 5. söhne und ir. töchter zur Welt gebracht. Vondenselben ist Nicolaus Simon Juda, des Heil. Röm. ReichsFürst, Graf von Beauvau, an. 1710. Franciscus InnocentiusMarcus , Primas in Lothringen und Groß-Probst des adeli-chen Damen-Stifts zu Rcmiremont, an. 1713. Carolus Ju-stus an. 1720. Ferdinandus Hieronymus an. 1713. und Ale-xander an. 1723. Eljsadetha Charlotte an. 1706. Anna Mar-garetha an. 1707. Gabrielle Francisca an. 1708. Maria Phj-lippa Thecla an. 1709. Maria Catharina an. 1711. LouiseEu-genta an. 1713. Henrica Augustina an. 1716. Charlotte an.1717. Anna Margaretha an. 1719. Elisabeth an. 1722.und Gabrielle Charlotte an. 1724. gebohren worden. Bondentöchtern hat sich die erste an. 1723. mit Nicolao Ferdinand»de Ia Baume, Marquis von St. Martin, Königl. Französi-schem Obristen über ein regiment zu fuß; die andere an. 1721.mit Iacobo Henrico Printzen von Lixin, der an. 1734. gestor-ben; die dritte an. 1726. mit Alexandro Josephs d'Alsace,Printzen von Chimay, Kayserl. General-Lieutenant , und dievierte an. 173 t. mie einem söhne des Marquis de la Verneverheurathet. Ex manuscripto.
Beauvau, (Henr. von) ein Baron von Manonville undFleville aus Lothringen , lebte, zu ansang des XVII. feculi,Und gab eine Relation journaliere du voyage du Levant her-aus. Von diesem scheinet der Marquis de Beauvau unter-schieden zu seyn , welcher das artige leben de§ Hertzogs vonLothringen Caroli IV. als Memoires a». 1687. 1 « Cöln edirt.
t Beauvtllier, ein vornehmes geschlecht in Franckreich,welches von der Herrschafft Beauvillier, so zwischen Chartres und Orlcans gelegen, und vorlängst in andere Hände gekom-men, den nahmen führet. Hcrbertus l. Herr von Beauvillier,Lu, Martainville rc. lebte in dem XI.f-ec»Io, und that dem Ca-pitul zu Chartres viel gutes. Gedoin 1 . Herr von Beauvil-lier, starb vor an. 1179. und hinterließ drey söhne, welcheHerbertus II. Hugo und Gedoin II. hiessen. Der älteste,Herbcrtus II. Herr von Beauvillier, verglich sich an. 1179. mitdem Capital zu Chartres wegen einiger streittgkeiten, und hat-te vier söhne, von denen Gedoin III. Ritter, Herr von Beau-villier, Massonvillier, Binas rc. an. 1212. die Abtey von klöne-Dame zu Baugcncy beschcnckte, und an. 1230. nicht mehr amleben war. Desselben söhn, Herbertus III. Ritter, Herr vonBeauvillier, Binas rc. hatte mit den Canonicis von St. Aignanin Orleans irrungen, weil er in ihrem gebiethe eine faule,daran ein dieb gehangen, umreissen lassen. Weil er nun die-serwegen in den bann gethan wurde, so wendete er sich anden Bischoff Manassem zu Orleans , der an. 1220. den aus-spruch that, daß er die säule wieder an gehörigen ort setzen,und statt des diebes ein mit stroh angefülletes Hemde daranhängen sollte. Dieses Herberti III. söhn oder enckel, Gedoinvoir Beauvillier IV. Ritter, Herr von Lude, Binas, Bretignyrc. war mit unter denen, welchen Herväus von Baugency an.1267. die Vollziehung seines testaments auftrug , und hinter-ließ von seiner ersten geinahlin, Adelheid von Membrolles,Robertum von Beauvillier, Ritter, Herrn von Lude, Binas rc.Derselbe hatte zwey söhne, von denen der jüngste, Johannesvon Beauvillier, Ritter, dem Könige an. 1302. in Flandern kriegs-dienste gethan; der älteste, Godofrcdns von Beauvillier,Ritter, Herr von Binas und Lude, so gleichfalls an. izor. rnFlandern zu selbe gegangen, setzte sein geschlecht fort. Allemansehen nach war Gedoin von Beauvillier v. Ritter , Herrvon Binas, Lude, Potronne, Germigny rc. sein söhn, welcheran. 1364. die Gendarmes, so die stadt Orleans dem Kö-nige in dienste gab, commandirte, und an. 1368. den 1?. febr.nicht mehr lebte. Um diese zeit war dessen söhn, Robertusvon Beauvillier II. Herr von Binas, Lude rc. der an. 1347*und 1337. unter der Königlichen armee in Flandern gedienet,gleichfalls nicht mehr am leben, hatte aber von Johanna deSt. Bricon drey söhne, Iohannem I. HlibertllM und Her-väum nachgelassen : i.) Der älteste, Johannes von Beauvil-lier, Herr von Lude, Gachetieres rc. starb um das jähr izyr.und hinterließ von Perenelle de Manchecourt einen söhn Jo-hannem II. Herrn von Lude in Sologne rc. der an. 1429. oh-ne erden mit tobe abgieng ; ingleichem eine tochter Isabellam,Frau von Lude und Gachetieres, die sich mit Johanne l'Arable
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