b e l
My linder gezeuget hatte. Dieselbe wäre»» r.) Johannes, vier-ter Lord Bellew, welcher an. 1727. lebte. 2.) Dorothea, diedem Capitam Gustav Hamilton, dem andern söhne des VicomteBoyne, ehlich beygeleget worden. The irish camp. p. 32g.
BELLIA , ist der nähme einer familie zu Rom gewesen, de-ren auf einer von Fulvio Urstno und Carolo Patin angeführtenmüntz Meldung gethan wird. Man siehet auf dieser müntz eingeflügeltes pferd mit dieser Umschrift: AI. BELLIO. PstOC...II. Vlst. Dieser M. Bellio ward von dem Triumviro MarcoAntonio an die Königin Cleopatram gesandt, mit befehl ihro zuhinterbringen, daß sie des Triumviri in Cilicien warten sollte umjhne in seinem zug wider die Parther zu begleiten, und von ih-ro zu vernehmen warum sie sich zu Caßio geschlagen und nurdiesem hulffzugesandt hatte. Bellio welcher wohl vorsähe daßdie schonheit der Cleopatra den zorn M. Antonii bald besänfti-gen wurde, hütete sich die aufhabende Commission so gemessenabzulegen, und bäte sie nur daß sie möchte dahin sich begeben,allivo M. Antonius sie zu besprechen wünschete. Diese klugeauffuhrung brachte ihn in grosse gunsten, die er aber bald wie-'der verlohre, da er unter dem sürwand daß die Cleopatra ihneverachtete, M. Antonium verliesse und Augusto anhienge. An-ton. Augustin. de familiis Romanorum. Car. Patini familiasRoman®.
Bellia/ (Cäsar) war zu Palermo an. 1670.gebohren, undhalte nebst herrlichen gaaben zu der ticht-kunst eine grosse neigungzu denen Literis elegandoribus. Er hat sthr viele Italiänischeverse gemachet welche mit music sollten begleitet werden. Ei-'
blioth, Sicula.
Bellia , ( Octavius ) des vorhergehenden Cäsaris bruder,war auch zu Palermo aus einer vornehmen familie den ro.juniiiö6i. gebohren. Seine gelehrtheit erwarb ihm einen grossennahmen , und da sich bey ihme nebst aller gattung wissenschaff-ten auch noch eine grosse wohlredenheit befände, so ward er beyder Academie zu Palermo oft mit allgemeinem beyfall angehö-ret. , Nebst dem Italiänischen und dem Französischen, verstündeer die Lateinische und Griechische sprachen aus dem gründ. Esward aber dieser vortrefliche mann in der blüthe seiner jähren den27. sept. 169;. zu Castel-Nuovo durch den tod hingenommen.Er hat viele Italiänische verse ausgegeben , und viele andre ge-schrieben hinterlassen. BibUoth. Sicula.
Bellievre / ( Pomponius Is. von) ein söhn Nicolai undenckel Pomponii I. ward anfänglich Parlements l- Rath ,hernach Requetenmeister, und endlich Staats-Rath. Ludo-vicus XIII. sendete ihn nach Italien , und machte ihn hieraufzum Präsident ä Mortier. Sodann ward er nach Enqellandgeschickt, allwo er die Händel des Königs mit seinem Parlementnoch Mit mehr verwirrt machte, als sie es bereits waren. An.16; 1. gieng er auch nach dem Haag, um denen Staaten zu ver-sichern , daß der König sich die Vermittlung des friedens mitSpanien , zu welcher sie sich erbotten, wollte gefallen lassen.Daselbst weigerte er sich, denen Abgeordneten derer General-Staaten in seinem hause die oberhand zu geben, reisete auchdarüber, aller Vorstellungen ungeachtet, weil er vom Hofe kei-nen ausdrücklichen befehl bekam, >vie er sich verhalten sollte,wieder nach Hause. Nach seiner Heimkunft ward er erster Prä-sident des Parlements, und starb an. 16^7. ohne erben. Erwar ein ehrlichermann, der nicht geschickt war, die allergering-ste Niederträchtigkeit zu begehen, aber er besaß eine härte undstcengigkeit, die sich zu des Staats und des Königs angelegen-heiten nicht reimte, inmassen er denn dadurch zu vielen Verdrieß-lichkeiten zwischen dem Hofe und dem Parlement anlaß gab.Dem Cardinal Mazarin , der ihn auf keine weise gewinnenkonnte, machte er insonderheit durch seine trotzige aufführungviel zu schaffen. Er kam, wenn ihn derselbe fördern ließ, nichtzu ihm, dafern solches nicht in des Königs nahmen geschah,und wollte als oberster Parlements-Präsident dem obersten Mi-nister den rang nicht einräumen. Als ihm der Cardinal dereinstdurch den Bischoff von Frejus mit der entsetzung von seinemamte und dem gefängnis drohen ließ, sahe er, anstatt demsel-ben zu antworten, zum fenster hinaus zu, wie man ein pferdzäumte, und da der Bischoff indessen ihn mit lauter stimmeversicherte, daß man einen ersten Präsidenten eben so leichte, alsirgends einen andern abzusetzen und gefangen zu nehmen pflegte,so schrie er hinwieder mit dem stnger auf den Bischoff weisend,ihr kinder, das ist ein hartmäulig pferd. Seine gemahlin warMaria von Bullion, eine tochter Claudii , Herrn von Bron-nelles, Ober-Aufsehers der Finantzen, ein überaus schönes undtugendsinnes weib, welche ihm 800000. pfund zubrachte, undbey ihrem tobe, der an. 1649. erfolgte, bey nahe ihr gantzesvermögen vermachte, ohngeachtet man ihn zum ehestand untüch-tig hielt, und er noch dazu mit anderm frauenzimmer vielesgeld durchbrachte. Patru, eloge de Pompone de Bellievre.Wicquefort , Ambassad. I. Colbert, testam, polit. Menagiana,tom. III. Amelot , memoir. tötn. I. Basnage, des Prov. un. t.I.Mntteville , memoir. tom. IV.
Bellievre / (Claudius von ) aus einer adelichen familie vonLyon gebürtig , in welcher stadt er gegen 1487. an die welt kä-me. Er gelangte nach und nach zu den höchsten ehren-stellen ,und leistete seinem vatterland grosse dienste. Der König Fran-uscus 1 . gab ihm an. 1541. die stelle eines ersten Präsidentenvon Dauphine, welche er noch unter Henrico II. verwaltete.Die liebe zu seinem vatterland machte ihn wieder nach Lyon Supplements l. Theil.
b e I 425
zurück kehren, allwo man ihm alle ehr anthat, und obwol erdie ,hm angetragene höchste Obrigkeitliche ämter nicht anneh-men wollte, dennoch nichts von einiger Wichtigkeit schlösse, ohneseine meynung darüber zuerst in seinem Haus zu vernehmen. In-dessen schriebe er sein Lugdunum priscum , welches niemals ge-druckt worden, daraus aber Wilhelm, in seinen Memoires pourl’hiftoire de Lyon , welche an. 1574. gedruckt worden, sehr vielgezogen hat, ohne des ambons Meldung zu, thun. Die liebe,welche Claudius von Bellievre zu den altcrthüimnern trüge, be-wöge ihn eine menge Römischer stein-schriften in seinen gartenzu sammlen, deren anzahi durch den Präsidenten Nicolaus deI Auge, seinen schwager, schr vermehret ward: Daher mandiesen garten nur den antiqnitäten-garten zu nennen pflegte.Denselben besitzen nun die PP. de la Trmite. Bellievre starb an.tz?7. Man,findet auch einen andern Claudium von LeUievrevon Lyon , in dem XIII. saeculo , welcher an. 1269. ein buchheraus gegeben, unter dem titul: Tractatu-; de Beilis & Mdu»ciis , qu® fuerunt inter Canonicos S. Joannis Lugdunensis, &Canonicos S. Justi, defumtus ex Monasterii Atheniorum Bi-bliotheca. Der P. Menestrier hat diesen tractat in seiner Histo-rie von Lyon an. 1696. drucken lassen. P. Colonia , bitt. litter.de Lyon , tom. II. Le Long , bibl. bist. de la France p. 7l.
Bellino, (Jacobus) ein mahler von Venedig , welcher zuansang des XV.feculi, um das jähr 1420. und 1430, lebte, wäreein lehr-jünger Gentilis von Fabriano . Er mahlete unterschied-liche stuck und insonderheit Portraits; von seiner arbeit aber wirddas bildnis Petrarchä undLaurä hoch gehalten. Ridoifi , vite
de Pit. part. I. Felibien , entr. des Peintres.
Belllnus, ein wegen feiner frömmigkeit berühmter Bischoffvon Padua , wurde wegen der schärffe seiner gebotten von demAdel dieser stadt verjaget. Man siehet sein grab iz. weilen vonRovigo , zu welchem man zu Heilung der raserey sich begibt, undsoll nach Versicherung der einwohner des lands das blosse betastendes schlüssels der kircheiyworinnen er sich befindet,dieses übel plötz-lich zu heilen im stande seyn. Dieses behauptet auch Cölius ,welcher aus diesem land gebürtig wäre, iib. xvii. c. 23.
Bellisarius, (Dominicus) ein berühmter Doctor jurisaus der Dioeces Bari, wurde, nachdem er anfangs Protono-tarius Apottolicus und an verschiedenen orten Vicarius Genera-lis gewesen, von Innocentis XII. bey welchem er die Caplans-stelle verwaltete, auf recommendation des Ertz-Bischoffs vonBari, zum Bischoff zu Molfetta ernennet, von welcher würdeerden 17. jan. an. 1696. besitz nahm. Er starb den 18. jan.1701. eines gähen todes zu Rom , wohin ihn der Papst hattekommen lassen. UgheBus, Ital. facr. tom. I. p. 920.
Bellius / (Paulus) einSicilianischerIesuiteausMeßina,starb an.1658. Er hat unter dem titul Gloria Meffanensium : ge-schrieben de Veritate Epiftol® a Deipara ad Messanenses mist®,Meßina 1647. in fol. ingleichem unter dem nahmen Lcelii Pa-lumbi de Capellano & Eleemofynario Christi pro animabuspurgatorii, ib. 1654. in 8vo. Bendreich.
t Bellmont, ein Freyherrliches geschlecht. Solches hatteseine schlösser und Herrschafften zu Flins und in Lungnetz, imGrauen oder Obern-Blmd. Aus demselben soll auch gewesen seynJohann von Schönberg, welcher von an. 1581. bis 1599. Ertz-Bischbff und Churfürst zu Trier gewesen. Georg von Schön-berg, oder von Bellmont, Bischoff zu Worms , starb an. 15 9;.im 7o.jahr seines alters. Um eben diese zeit waren berühmt,Johann Reinhard, Kayserl. geh. Rath; wie auch Gottfried,Hugo , Augustin u. a. m. Aidufir , stemmat. Rh®tic.
Bellochio , eine kleine stadt im Hertzogthum Ferrara , inItalien , im that von Comachio, an dem Venetianischenmeer.
Bellocq, (Petrus) von Paris , ein Cammer-diener KönigsLudwigs XIV. und Schweif-träger der Königin Maria There-sia , und hernach der Hertzogin von Burgund ; wäre ein Fran-zösischer lichter, welcher verschiedene zimlich hochgeschätzte stückeverfertiget. Darunter ist eine satyre : Les Petits Maitres; eineandre les Nouvellistes; lind ein geticht über das Invaliden-haus , welches er dem Herrn Mansart , Ober-Aufseher der Kö-nigl. gebäuden, zuschriebe. In verschiedenen poetischen samm-lungen findet man einige getichte von diesem mannals zumexempel in deren, so indem Haag an. 17t;. in 2. bänden her-aus gekommen. Er hatte auch wider die satyre , so Boileau überdie weiber gemacht, geschrieben, welcher anstatt einer antwortihn etwas schimpflicher weise in seiner zehenden epistel neimetc.Da aber Bellocq sich bey ihm entschuldigen lassen , setzte er andessen statt den nahmen Perrin. Jener aber starb den 4. octob.1704. Brossette in der anmerckung über gemeldten ort vonBoileau. Titon du Tibet , Parnasse Francois p.<;or.
Bellonius / (Marc. Anton.) war aus der stadt Gorulsi,unter die Dioeces Novara gehörig, gebürtig, und gab bereitszu Mayland einen derer besten Advocaten ab, als ihn der dasigeErtz-Bischoff St. Carolus, zum geistlichen stand beredte, undeinige zeit darnach zum Canonico an der Metropolitan-kirche,wie auch zum Ertz-Bischöfflichen Cantzler machte. Nach dessentode nahm ihn der Hertzoq von Lothrmgen zu seinem Rath an,worauf er nach Spanien reisete, und das Bißthum Evora be-kam. Endlich ward er nach Rom beruffen, da ihn denn derCardinal Camillus Burghesius, so hernach unter dem nahmenDauli V. Papst worden, zu seinem vertrautesten annahm, undPpp ihm