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Erster Theil
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verwandelt , er aber ward endlich in dem jähr 910. erster Abtvon Cluany. Bernon stünde denen Abteyen von Gignac undCluany zu gleicher zeit vor. Er hatte auch den Bourg.de-Dieudie Priorey von Souvigny, rc. unter seiner aussteht; und alser sich nahe bey seinem ende sahe, gäbe er die beherrschungeiniger dieser klösiern seinem vettern Widon, und der anderndem St. Odon. Er starb den i. jenner des jahrs 627. Sie-he Iohannem in dem leben St. Odon. Odillon in dem le-ben St. Majoli , Glaber Rudolphus, den authorem des lebensSt. Hugonis. Sigebert. und einige andere scribenten, welchevon Bernon reden; und deren wercke in der bibliotheck von

^^ernoullt, (Nicolaus) ein söhn des berühmten Mathe-matici Johannis Bernoulli und Dorotheä Falckner, ward ge-bohren zu Basel den -7. ftnner, vet. slyli, in dem jähr 169;.Kurtz nach seiner geburt wurde er naher Groningen über-brückst , weilen sein vatter dahin beruffen wurde, um diestelle eines Professori? Math. zu beziehen. Zehen jähr her-nach wurde Johannes Bernoulli in sein vatterland beruffen,um seinem bruder Jacobs in der Professione Mathematum nach-zufolgen ; worauf er mit seiner gantzen familie wieder dahin zu-rück kehrete. Nicolaus Bernoulli gäbe von seinen ersten jäh-ren an viele kennzeichen eines sehr aufgeweckten geistes, und ei-nes sehr guten gedächtnisses von sich. In dem achten jähr sei-nes alters redte er Teutsch, Französisch, Niederländisch und La- -lein. Man ermangelte derowegcn keineswegs diese vortrestichefähigkeit, von deren man sich grosse Hoffnung machte, auszu-üben. Nachdem er die Humaniora zu end gebracht hatte, wur-de er in demzahr 1711. zum Magistro Artium gemacht. Nach-gehend^ legte er sich auf das Studium Juridicum, ohne dennochdie Mathematic hindan zu fetzen , in welcher er unter der an-führung seines vatters, welcher ihm die schöne erkänntnis die-ser Hohen wissenschafft am besten beybringen konnte, sehr gros-se progressen machte. In seinem 16. oder 17. jähr besaß er dasStudium Geometriae und die Algebram schon so Wohl, daß er sichim stand befände solche zu lehren. Seine erste prob that eran seinem bruder Daniel Bernoulli , der sich zu diesen wissen-schafften so fähig befände, daß der lehrmeister in kurtzer zeitwahrnähme, daß ihm sein lehrjünger gleich gehen konnte.Nachdem indessen Nicolaus Bernoulli seinen cursum Juris un-ter dem berühmten Rechtsgelehrten Jacobo Battier vollendethatte; erlangte er die Licentiam in dem jähr 171;. worauf erzu reisen anfienge. Er durchreisete anfänglich Italien , allwoer init unterschiedlichen Gelehrten, darunter Poleni, Manfre-di, Ricati, bekanntschafft machte; nachgehends begäbe er sichnaher Paris , allwo er von den Herrn von Montmort undVarignon sehr hoch gehalten wurde. Eine plötzliche kranck-heit nöthigte ihne sich bald in sein vatterland wiederum zu-rück zu begeben. Er langte also im jähr 1718. daselbst an.Nachdem er aber wiederum die vorige gesundheit erlanget, begä-be er sich wieder in Italien auf innständiges anhalten eines gewis-sen Fabris , welcher sein guter freund wäre, und des Sgr. Vezzi,eines Nobili di Venezia, bey dem er sich zwey jähr aufhielt,um ihn die Mathematic zu lehren. Indem jähr 1722. beruf-te ihn sein vatter zu sich, und als kurtz hernach eine juridischeProfession ledig wurde, war er zwar unter den dreyen , welchefür die tüchtigsten gehalten wurden, solche zu bekleiden; es wä-re ihm aber das glück nicht günstig. Das folgende jähr wur-de er naher Bern beruffen, um alldort die jurisprudentiam öf-fentlich zu lehren. Er verblieb allda ohngefehr drey jähr lang,und verließ diese stelle sehr ungern; wurde aber auf die an-gehende Academie zu Petersburg , als Professor Mathematicesberuffen. Die gröste lust, so er in dieser beruffung Hatte, istdiese, weilen er sich in der gemeinschafft seines bruders Daniel,welcher auch zu gleicher zeit dahin beruffen worden, befände,für dene er eine sehr grosse liebe hatte, und von ihme hinwie-derum nicht weniger geliebet ward. Sie langten zu Peters-burg den 27. weinmonat an. 172z. an ; er hatte aber kaumacht monat lang mit allgemeinem lob gelehret, als ihn der todhinweg nähme. Er starbe an einem langsamen fieber den 27.Heumonat an. 1726. Es befinden sich einige von ihm verfer-tigte schriften in den Actis Erud. Lipsiens. wie auch in denActis der Academie, allwo er gestorben ist. Die Czaarin liegihn mit vielen ehrbezeugungen auf ihre lösten begraben. Com-ment. Acad. Sc. Imper. Fetropolit. tom. II.

f Bernstadt in Schlesien. Als Christian Ulrich an. 1697.sich nach Oels begäbe, succedirte ihm zu Bernstadt Carolus,

Hertzog in Juliusburg , Julii Sigismundi söhn, gebohren den

i. mertz an. 1682. Er vermahlcte sich an. 170;. mit Wilhel-mina Louise, Hertzogs Bernhardi zu Sachsen-Meinungen toch-ter, mit welcher er keine kindcr gezeuqet. Gen. Handbuch.

Bernstein, oder wie es einige schreiben Berswill, ein Bi-fchöfflich Straßburgifth schloß in Elsaß , oberhalb Damdach, ei-ne Halde meile von Andlan, und eine ineile von Kestenhojtz ,welches Bero ein Hertzog in Alemannien und Schwaben sollgebauet haben. Bertoldus Bischoff zu Straßburg , ein gedohr-ner Hertzog von Teck, eroberte es an. 1227. nach einer monat-lichen belagerung dem Grafen von Pfirt ab. Wimphdmgiw,catal. Episc. Argent. lib. XII. p. 49. Luca Fnrsten-saal, p. 40.Hans ftelzagend Elsaß .

Bernstein, eine stadt, schloß und Herrschafft in der Neu-Marck Brandenburg, hart an denen Pommerischen grentzen.Vor diesem gehörte es zu Hinter-Pommern.

Bernstein, ein flecken nebst einem amt und schloß, mNieder-Bayern, an dem kleinen fluß Oft, welcher an die gren,tze von Böhmen und das Bißthum Passau stösset. Dieser ortgehöret in das Rent-amt Straubingen.

Bernstein ) eine kleine stadt in dem Marggrafthum Mäh.ren, am fluß Swarta, an der Böhmischen grentze gelegen.

Berncholdus l. Herr zu Manien, und Ballenstädt, wichbisweilen auch Bernwald genennet. Er war einer von denenzwölf Hochadelichen Regenten , welche in Sachsen damals al-lezeit die regierung führten, und commandirte er an. $24, die9000. hülffs-völcker, welche die Sachsen König DieterichMetz, wider König Herrmanfrieden in Thüringen zu h,Wschickten. Er führte in der Haupt-fahne an einer feite einenlöwen, an der andern einen brachen , und oben auf der sahneeinen löwen. Hedionis chronick lll. v. 147. Bey Scheidin-'gen gaben sie denen Thüringern derbe stöffe, so daß die Unstrutdavon gedämmt wurde. Zu belohnung dieses Ritter-dienstesbekam Bernthold die stadt und schloß Scheidingen, Hacken-pfeffel bey Allstett in Thüringen , und etliche andere lehn-gü-ter in denen Herrschafften Stollberg, Beichlingen , Schwarb-burg, Hohnstein und Heldrungen . Kramn Saxon. I. 26. üldionis ehren. III. p. 340. Lueä Graftn-saal, p. 7?. seqq.

Berncholdus II. des vorigen söhn, wurde wegen dererVerdienste seines vatters von denen Sachsen zum oberstenKriegs - Fürsten erwehlt, und lieferte König Clotario in Fran-cken, welcher die Sachsen wegen des ihm versprochenen tributs,wovon sie sich frey gemacht, mit krieg überzogen hatte, eineschlacht , darinnen er des Clotarii söhn Dagvbertum niedergestochen hätte, wenn ihn nicht ein trabante gerettet. AlleinBernthold blieb auf der wahlstatt , und erfochten die Franckenden sieg, er hinterließ z. Ander, Bathildim, Beringerum,und Hermannum. Kranzii Saxon. 1 . 3 I. Sigeberti Gembla .cenfis Chronogr. in Fijtorn illustr. veter, script. tom. I. p,

;28- Luca Grafen-saal, p. - 6 .

Bernul, oder Sernulphus, ein König aus Mercia in En-gelland , zohe die Cron in dem jähr 8-8. nach Christi geburtvon seinem Vorfahr Kelwulf ungerechter weise an sich, undregierte ;. jähr lang. Er wurde zu Ellandnna von Egbert»überwunden, und als er zu den East-Analen, das ist, den En-gelländern, welche den orientalischen theil Engellands bewohne-ten, entflöhe, brachten sie ihn rim das leben. Dul. Angh

Bernulphus / oder Bernoldus, auch Arnulphus undwarnulphus genannt, der 20. Bischoff zn Utrecht , wurdean. 1027. darzu erwehlt , und zwar gelangte er wieder alles ver-muthen darzu. Es hatte sich nemlich, als das Bischoffthumzu Utrecht durch den tod Ädelboldi vacant worden, so viel zwie-spalt über der neuen wähl geäussert, daß König Conradus, derHenrico nachgehends im Kayserthum succediret, vor nöthigstufte, selber dahin zu reisen , und die veruneinigten gemü-ther zur ruhe zu bringen. Er nahin aber seine hoch schwangeregemahlin zugleich mit sich, welche jedoch durch die lange reisezimlich ermüdet indem dorfe Oestcrbeck stille liegen muste, daes denn geschahe, daß sie in abwcftnheit ihres gemahlS an die-sem orte bey obgedachtem Bernulpho, der allda Priester jvar,ihre Niederkunft hielte, und ihn darauf mit dieser frölichenbottschafft an ihren gemahl nach Utrecht abschickte. Dieserhatte indessen alles in gute ordnung gebracht, so, daß beydefactiones ihm die wähl eines neuen Bischoffs lediglich anheimgestellet. Dahero er diesen Bernulphum, der schon als ein from-mer und auf die billichkeit sehender mann wohl bekannt war,also fort mit völliger approbation des Cleri und gesamtenvolcks ins Bißthum einsetzte. Es hat unter ihm das Stift u»-gemcin zugenommen, Massen demselben König Henricus garviele und ansehnliche güthcr geschencket, wovon wiMmus Heda,hin. Epifeop. Traject. p. 288. sgg. mit mehrern handelt. Erstarb endlich, nachdem er noch verschiedene neue kirchen er-bauet, und die alten schön ausgebessert, den 19. jul.an.1cz4.Jo. de Beka , chron. Ultraject. p. 27. feg.

Bew, oderBerous, (Augustinus) von Bologna , lebteum das jähr 1430. und war in der jurisprudentia Civil. UDOCanon, sehr gelehrt. Diejenige von seinen wercken, welche ammeisten gesucht werden, sind : Lectura: super 1. 2. 3. & üt-cretal. Conciliorum tom. IV. Quaestionum , tom. 1 . &c. Alt-doßus , de Dost. Bonon. Bumaldi bibl. Bonon.

Beroaldns / (Johannes) war aus Palermo , und seinergrossen gelehrsamkeit wegen überall hochgeachtet. Er wurde den24. mark. an. 1548. Bischoff zu Telesia, hielt das jähr daraufeine stattliche Oration de eligendo summo Pontifice, und wardan. 1546, den I. oct. ins Bißthum von St. Agatha de Gotl ver-setzt , welches er zchen jähr verwaltet , er hat auch das Conci-lium zu Trident mit besucht, und ist an. 1466. gestorben. M»-gitnr. bibl. Sie. Pallavtcin. in bist. Concil. Trid. XIV. I.Ugbeüut, Ital. sacr. tom. VIII. p. 344. & 571.

Beroardus, ( Hieronymus ) ein Dominicaner-Mönch ausVenedig , florirte zu ansang des XVII. feculi unter Paulo V.Er har Istoria delle vite de Somme Pontefici heraus gegeben,Venedig 1612. in 4. Lud. Jacob in bibl. Pontif. Oldam mAthen . Rom. p. 674. Ecbard , script. 0 . P. tom. II- P*

Beroiffa, oder Boroifta, ein Gothischer König, trat nachdem tobe Tanabonta zu ansang des X. s«auU im 4.

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