Band 
Erster Theil
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Bestius, ( Wilhelm ) wäre zu Amersfort im augstm. an.168b gebohren , an welchem ort sei» vatter damals Predigergewesen. Er gebrauchte sich in den schönen studien des Unter-richts P. Burmanni, in den Rechten aber Iohannis vanMuyden und Cornelii van Eck. Den 7. octodr. an. 1704.erlangte er zu Utrecht den Doctor - Hut mit grossem lob. Erschrieb aus diesem anlaß ein Dissertation de quibusdam Con-iecturis in Jure Civili , und diente eine zeitlang als Advocat.Er wurde aber an. 1715. nach Harderwick, die Rechte zu lehrenberuffen. Allein als er dieses mit vielem beyfall kaum drey jähreverrichtet, starb er den 29. augstm. an. 1719. Er hat fernerausgegeben : Dissertatio de Kations emendandi leges, Utrecht 1707. 8. welches büchlein der bekannte von LUdewig hoch ge-halten. Als Ehristfried Wächtler in den Actis Lips. einige an-merckungen darüber gemacht, ließ Bestius eben denselben sei-ne beantwortungen einrücken. Oratio de iEquitate Juris Ro-mani , illiusque studii jucunditate ; Oratio de pactorum &contractuum secundum Jus Gentium & Romanorum natura& aequitate. Casp. Burmanni Traject, eruditum. Afi.erud.Lips. an. 1708. & 1710.

Beston, eine vornehme stadt in Persien , ausi einem sehrfruchtdarn doden gelegen. Ihre läge ist unter dem 79.gr. 19, min. long. und 97. gr. 20. min. latit. TaverniersPers. reis. III. 13. p. *49-

BETASII , oder VETASII, waren völcker in denen Nieder-landen , welche zwischen der Scheide und Maas wohneten ,und sowol einen grossen theil von der Grafschafft Namur, alsauch die gegend, wo jetzo Gemblonrs und Perweys in Bra-hant liegen, besassen. Tacitus , bist. IV. 96. Sü. Vlin. IV. 17.Gruterus, inscr. p. 920. n. 9. Cluver muthmasset, daß diesesvolck vielleicht vorhero Aduatici geheissen, weil Eäsar de bell.6all. II. 19. die Aduaticos als Nachbarn derer Eburoner undNervier beschreibet, so ebenfalls Plin. und Tacitus II. cc. dieBstalios beschreiben. Cellarim, notit. orb. ant. II. j.§. 166.Iunckers anlest, zur mitti. Gevgr. II. i. p. 78.

Bethlehem, (Unser Liebe Frau von) ist ein von Pio II. den 18. jenner an. 1499. gestifteter kriegs-orden. NachdemeMahomet II. die insul Lemnos eroberet, nähme solche Ealix-tus III. durch den Eardinalen von Aquileja wiederum ein, undstiftete sein Nachfolger Pius II. um solche zu erhalten, den or-den U. L. F. von Bethlehem , dessen Ritter fürnemlich in die-ser insul sich aufhalten sollen, um sich beständiglich denen vonden Türcken in dem Arcbipelago und dem Freto von Gallipolimachenden streifereyen zu widersetzen. Dieser orden wäre sehrreich worden, indeme der Papst unterschiedlicher von ihmeunterdrückten Militär - und spital - orden güther mit diesem ver-einiget hatte; da aber kurtz hernach die insul Lemnos von denTürcken wiederum eroberet wurde, verschwände dieses grossevorhaben, die unterdrückten orden wurden wieder hergestellt,und ist der orden von Bethlehem nur durch die bull seinerstistung, welche Leibnitz in seinem Codice Juris gentium antag gegeben hat, bekannt. Moreri.

, Berhuel, Bethul, oder Betuel, eine stadt im stammeSimeon, wie Ealmet vermuthet. Es wird ihrer Jos XIX. 4.erwehnt, und ist vielleicht einerley mit Bethelie, wovon Sozo-menus gedencket, daß es ein sehr volckreicher flecken sey, worin-uen merckwürdige tempel waren, sonderlich sey ein vortreflichesPantheon hier. Hieronymus in vita Hilar. gedenckt auch vonBethelie. Jngleichen findet man unter denen Bischöffen desgelobten landes den Bischoff zu Bethelie.

Bethune, (Francistuö Gaston von) Marquis von Ehabris,war Hippolyti von Bethune, Grafens von Gelles, vierter söhn,gebohren an. 1638. den 13. may. Er befand sich an. 1667.bey dem feldzuge in Flandern , und commandirte daselbst einregiment fußvolck. An. 1671. muste er als ausserordentlicherAbgesandter an den Pfältzischen Hof gehen, und daselbst denehe-contract zwischen Philippo, Hertzoge von Orleans , und derChurfürstlichen Printzeßm Elisabeth Charlotte , unterzeichnen.An. 1672. that er in Holland kriegs-dienste, und wurde zumGouverneur in Eleve bestellt, führte auch das commando uberdie daselbst zurück gebliebene Französische völcker, hatte aber dasUnglück, daß er bey einer rencontre gefangen wurde. An.1674. ward er als ausserordentlicher Abgesandter nach Polen geschickt, um Iohanni Sobiesky zu erlangter crone gluck zuwünschen, worauf er an. 1679. den 22. dec. zum Ritter derKöniglichen orden ernennet wurde. An. 1676. muste er aber-mals nach Polen gehen , und dem gedachten Könige das or-dens-band überbringen, welches er ihm den 30. nov. in derkirche zu Zvlkiew übergab, und noch dasselbe jähr bey ihm diestelle eines ordentlichen Abgesandtens vertrat. Eben dieser Kö-nig schlug ihn den Ungarn , die mit dem Hause Oesterreich nichtzufrieden waren, zum Könige vor, und erbot sich, ihm mit al-len kräfften beyzustehen. Er befand sich an.,r688-,nochmalsals ausserordentlicher Abgesandter bey dem Könige in Polen ,und forderte den Grafen von Thaun, der als Kayserlicher aus-serordentlicher Abgesandter etliche vor Franckreich nachtheiligeschriften daselbst an den tag gegeben hatte, zu einem zwey-kampf aus, welcher aber durch beyderseitige gute freunde nochunterbrochen wurde. Er blieb auch in dem Königreiche Polen bis an. 1091. da er als ausserordentlicher Abgesandter nach

Schweden gieng, und daselbst an. 1692. den 4. octobr. daszeitliche gesegnete. Anselme , bist. geneal, tötn. IV. p. 224.

Bethune, ist ein kleiner fluß in Normandie , welcher sichum die gegend von Neufchatel aus dreyen dachen formirt, beyArques vorbey fleußt, und sich von bannen in den Manche zu.Steppe, tu dem land von Caux ergeußt. Moreri,

. Sktist, tat. Betisiacum , ein flecken im gebieth von Com-piegne, und Pont St. Maxence, an der Oyse.

Betkius, ( Ioach.) ein Mittel - Märckischer Priester zu4.MUM, starb an. 1663. und ließ Mysterium crucis , Franck-fUtt 1639. in 12. und ib. 1646. ttl 8. Mensionem Christianis.“* I Göttliche leidens-gemeinschafft, Amsterdam 1670, in 8,

. ^^'^ö^strenthum, ib. 1660. tind 1670. Sacerdotium, 1640.tn 8. Tr. de Excidio Germaniae , Amsterdam 1666. in 12.

-b!ru-Jahr; Irenicum ; Christianismum Ethnicum,Amsterdam 1677, Predig-amt in Teutschland, ib. isgr. in 8.

Hendreich.

Betonia , eine kleine stadt in der provintz Laconica, inMorea, 9. oder 6 . meilen von der stadt Malvasia.

Betsburgius , (Aegidins) ein Flammändischer Rechtsge^lehrter, schriebe r De Gsura centsstma, besse, triente, &o Ermachte auch ein schreiben, in welchem er erforschet, ob dieJCti, dre Rechten ohne deyhulff der wohlredenheit verstehen underklären können. Kamg, bibüoth.

_ Setten&otf, ein Nonnen-kloster bey Regenspurg, welchesKayftr Ludovrcus Bavarus an. 1340. gestiftet, und ihm vombäten den nahmen gegeben, da vorhero der ort anders aeheisi-

skN. Adlzreiter P. II. annal. Boic. Ils. 91.

Hettina, des berühmten Italiänischen Juristen, Joh. An-drea, tochter, und gemahlin des Bolognesischen und Paduani-schen Professoris Dr. Joh. de St. Gregorio, war in den Rechtenund andern wissenschafften dergestalt erfahren, daß sie, wennchr Herr unpäßlich oder sonsten im lesen verhindert war, öffent-lich profitirte, und denen Studios, S die Rechte erklärte, welchesmit Verwunderung und Vergnügung angehöret worden. Siestarb an. 1399. zu Padua . Panziroii,

Bettini, (Anglius) ein Dominicaner-Mönch, trat zuFlo-,rentz, wo er gebohren war, in solchen orden, und wurde an.

1946. vom Ordens-Genekal, Francisco Romeo, unter dem tituleines Prvvincials im gelobten lande zu seinem gehülffen ange-nommen, Seraph. Razzi, wohnte auch nebst demselben an.

1947. der 7. 8. und 9. leffion des Tridentinischen Concilii bey,von dar sie beyde nach Franckreich giengen, und an. 1991. zuSalamanca in der ordens-versammlung mit gegenwärtig wa-ren. Als aber Romeus das jähr darauf verstarb , kehrte unserBettini wieder nach Hause, wurde darauf zum Prior erwehlt,welche würbe er nachgehends auch zu Lucca bekleidet, allwoer um das jähr 1999. oder 60. gestorben. Er hat Missale or-dinis Praedicatorum heraus gegeben, Paris 1992. in fol. undBreviarium. Ecbard, script. 0 . P. tom. II. p. *68.

Bettini, (Lucas) ein Dominicaner-Mönch aus Florentz,woselbst er auch in den orden St. Marci getretten. Er warein schüler Hier. Savanarolä, florirte um die mitte des XVI.saeculi , und schrieb Oracolo della renovatione della Chiefa ,Venedig 1343. Proemio nelle prediche a tutti li eletti diDio, ib. 1343. de Animae Immortalitate , Paris . Ecbardscript. O. P. tom. II.

Betttnus, (Antonius) der 44. Bischoff zu Foligno , warzu Siena aus einer vornehmen familie an. 1399. gebohren.Sein vatter, Augustinus , hielt ihn fleißig zum studiren an,welches auch Antonius, der sich auch auf die Rechte legte, mitso gutem erfolg fortsetzte, daß er auf verschiedenen Universitä-ten in Italien zum muster einer eiferigen nachahme diente.Bald darauf ward er ein Priester, und genösse reiche einkünf-te, verließ aber diese nebst alle dem seinigen , welches er unterdie armen austheilte, und trat in den Iesuiter-orden, lebteauch darinnen so streng, daß ihn alle bewundern musten ; alser nach Rom kam, fand er bey Euqenio IV. so grosse liebe ge-gen sich, daß er von ihm die kirche St. Iohannis und St. Pau-li erhielt, neben welcher er-ein Iesuiter-Coliegium anzurichtenveranstaltet. Auf dem unter Pio I I. angestellten Concilio zuMantua ließ er seine grosse gelehrsamkeit treflich sehen, wur-de bald hernach an den Hertzog von Mayland abgeschickt, bau-te vor seinen orden das kloster St. Hieronymi , und ward dererste Prior darinnen. Nach diesem ward er gedachten Pii II.Nuntius in Insubrien, und Prenitentiarius Apostolicus, bis erendlich, wiewol wider seinen willen, zum Bischoff von Foligno durch den Ertz-Bischoff zu Mayland, wohin er sich zu Ver-meidung dieser angetragenen würde begeben hatte, consecriretwurde. Solches Bißthum hat er ungemein löblich verwaltet,die verfallene kirchen-disciplin sowol in feiner Diceces als auchauf erfordern Pauli I I. zu Mayland, und anderswo wieder zurechte gebracht, denen armen sonderlich viel gutes gethan, da-her er auch nur insgemein derer armen vatter genennet wor.den , und ist den 22. octobr. an. *487. gestorben. Unter sei-nen gedruckten schriften befinden sich nur diese 2. als: de DivinaPraesentia und Mons Dei senctus. Ughtllns, Ital. sacr. tom. I.

p. 70;. Bettinus,