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una zu machen. Diese auffuhrung mißfiele dem Komg Ca-role so sehr, daß er dessentwegen sich zu Rom beklagte, und zu-gleich in Portugall schriebe, daß der Nuntius Blchi nicht mochtezur audientz gelassen werden. Man antwortete zu Rom , daß derNuntius solches ohne inftruction gethan hatte, und daß man ihnevon Lisabona zurück bcruffen wollte, weilen seine auffuhrung auchdem König in Portugall nicht anzustehen scheine. Da indessen an.i7ii.der Kayser Joseph mittod abgegangen, und der Ertz-Her-tzog Carl ihme succedirte, fielen auf einmal alle klagen von seltendes letzter» wider den Nuntium Bichi , und der Cardinal Caro-lus Bichi wüste die fachen so wohl zu führen , daß ein recom-mendations-schreiben an den Konig in Portugall abgegebenward t in welchem der Nuntius als ein würdiger Pralat vor-gestellet, und zugleich auch ansnchung gethan ward, daß denenverleumderischen anbringen seiner feinden kein glaube mochtezugestellet werden. Der König in Portugall vergnügte sich da-mit, und Vincentius Bichi hatte sich so vest in seine gunstengesetzet, daß der König kurtz hernach einen Cardinals-Hut fürihne begehrte. Allein da der Cardinal Carolus Bichi den ,7.nov. 1718. zu sterben gekommen, stelleten die übrige Cardinaledem Papst vor, wie es keineswegs anständig wäre den Cardi-nals-hut einem Prälaten zu geben, wider dene so hohe Häuptersich beklaget hätten. Nach dem tod Clementis XI. an. 1721.erneuerte der Portugiesische Hof sein begehren bey JnnocentioXIII. und berufte sich auf das von dem Römischen Papst selbstdem Vincentio Bichi ertheilte zeugnis. Innocentius XIII. lies-se sich dadurch nicht bewegen , sondern berufte vielmehr Vin-centium Bichi zurück, und schickte Iosephum Firrao an seinestatt naher Lisabona ; allein der König in Portugall wollte ihnenicht annehmen. Obwolen nun Vincentius Bichi in dein fep-tembr. 1721. bey dem König seine abfchieds-audientz gehabt,so wollte dieser Monarch ihne dennoch seine ruckreise nicht an-tretten lassen, er hätte dann zuvor von Rom die versicherungerhalten, daß er zum Cardinal sollte gemachet werden. Hier-auf ward zu Rom in einer Congregation in vorschlug gebracht,man sollte Vincentium Bichi zurück beruffen, und ihme, imfall er nicht gehorchen würde, mit der kirchen-censur drohen,allein der tod Innocentii XIII. unterbräche dieses gcfchäfft.Benedictus XIII . sein Nachfolger ward von neuem ersuchet fürVincentium Bichi. Obwolen nun dieser Papst geneigt wäreden Portugiesischen Hofzu vergnügen, so hat es doch die gegen-partcy dahin gebracht, daß Bichi auf das feycrlichste von derCardinals-würde ausgeschlossen ward in einer in gegenwart desPapsts den 3. mertz an. 1728. gehaltenen Congregation. Danun der König in Portugall solches in erfahrung gebracht ,brache er auf einmal alle gemeinschafft und Handel mit demRömischen Hof und dem Päpstlichen gebieth ab. Dieses den3, julii an. 1728, crgangene vecretum ward erst den ;i. oct.
1731. widerruffen , nachdeme dem Portugiesischen Hof wärehinterbracht worden, daß Vincentius Bichi den 24. scpc. dieseszahres von Elemente XII. wäre zum Cardinal gemachet wor-den. Hierauf nun ist die so viele jähre gewährte zwistigkeitauf einmal gehoben worden. Vincentius Bichi, welcher Por-tugall mit genehmhaltung des Königs verlassen hatte, wäreden 26. junii an. 1731. in Italien angelanget. Er hatte sicherstlich nahe bey Livorno, und hernach zu Siena in seinem vat-terland aufgehalten, und endlich käme er den 8. februarii an.
1732. auf den abend zu Rom an , und stiege in dem pallastseines bruders des Marchese Bichi ab. Er hielte seinen öffent-lichen einzug in Roin den 17. besagten monats febr. und qe-langete zu der audientz des Papsts, welcher ihme in einem den3. mertz gehaltenen Lonlllkorio den Cardinals-Hut öffentlich er-theilete, und hernach ihme den titul 8 . Petri in Montorio bey-legte. Supplement de Paris .
Bichius, (Alexander ( ein söhn Bernardini und Cosä Ban-dinellä, und enckel des Cardinals Metelli Bichi, aus Siena gebürtig, wurde an. 1628. den 5. may Bischoss von Jsola ,und Apostolischer Nuntius zu Neapolis, an. 1630. aber Bi-schoff zu Carpentras in Franckreich, und bekam zugleich die l.e.gacion an Ludovicum XIII. Urbanus III. gab ihm daraufan. 1633. den 28. novembr. den Cardinals-Hut mit dem titul8. Sabinae. Er starb zu Rom den 23. may an. 1637. in demüi. jähre seines alters. Ugbeiiw, itai. sacr. tom. IX. p. 511.
Bichius , (Antonius ) ein söhn Firmani und enckel desCardinals Fabii , der hernach unter dem nahmen AlerandriVII. Papst worden , war zu Siena an. 1614. gcbohren, underhielt den u. dec. an. 163a. nachdem er schon 3. jähr Päpst-licher Internuntius zu Cöln gewesen, das Bißthum zu MonteAlcino, von dar wurde er von Alexandro Vli. den 6. mart.an. 1636. zum Bifthoff zu Osimo , denn im folgenden jährezum Protector des Carthauser-ordens , und den 10. nov. an.1639. zum Cardinal-Presb)'ter mit dem titul S. Mariae Ange-lorum erhoben. Diesen letzter» titul aber ließ er wieder fah-ren , als er an. 1687. den 3. mart. in das Bifchoffthum Pa-lestrina eingesetzet wurde. Weil er geschickter war, ein Bischoss,als ein Cardinal zu seyn, und wenig verstand und wissenschafftin staals - geschäfften besaß, hielten ihn die Chigi unter Ale-xandri VII. regierung immer von Rom entfernet, da er dennseine meiste zeit zu Osimo zubrachte, woselbst er auch den 21.febr. an. 1691. an der Wassersucht gestorben. Ugbeiiw, ital.
sacr. tom. 1 . p. 226. 313. & 997. Covna.ro , reist, de la Courde Rome.
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Bichius, (Carl) ein bruder des vorhergehenden Antonii,Cardinal und Abt von Montmajour lez Ärles, war an. iszz.zu Siena gebohren. Er hatte anfänglich eine bedienung beydem Maltheser-orden, vor dessen einkünfte er sorge trug, undcommandirte hernach die Päpstlichen galeen als General-Lieu-tenant in Candia, wo er wenig ehre einlegte, und sich den vor-wurff auf den hals lud, daß er mit dem ihm hierzu anvertrau-ten gelde nicht gar richtig umgegangen. Sonst war er garein verständiger mann, der sich wohl verstellen konnte, daherdie Chigi, die ihm nicht trauten, seiner erheburig zur Cardi-nals-würde lange zeit zuwider waren. Unter Alexandro Vili,aber ward er dennoch an. 1690. nachdem er vorher General-Auditor bey der Päpstlichen Cammer gewesen war, Cardinal-viaconus. Er starb an. 1718. im 8l. jähre feines alters zuRom . Cornaro , relat. de la Cour de Rome. Hiß. des Con-claves app. p. 174.
Btcklev, (Thomas) der 44. Bischoss zu Chichester , in derEnglischen provintz Sussex , wurde mit eingang des jahrs1383. darzu erwehlt, als er bereits sein 8°. jähr erreichen woll-te. Er war aus Stoa in der Grafschafft Buckhingham, undin dem Magdaiener-Collegio erzogen, gieng aber, als djeKöui,gin Maria den thron bestiegen, freywillig ins elend, hielt sicheine zeitlang zu Paris und Orleans auf, kehrte jedoch nach derKönigin Maria tod nach Engelland zurück, worauf ihn derErtz-Bifchoff Parkerus von Canterbury zu seinem Haus-Capel-lan machte, und nicht lange darnach zum Gardian des Col.legii Mertonensis bestellen half. Nach diesem versähe ihn derBifthoff zu Lichfield , Bentomus, mit einer Probende und demrchidiaconat zu Staffordshire . Endlich ward er zum obge-dachten Bifthoff erwehlet, und starb in dem 90. jähre seinesalters den zo. april an. 1396. unverheurathet. Godvvm. dePraesul. Angi. P. I. p. 362.
Bietwel, (Henricus) ein Dominicaner - Mönch aus En-gelland , florirte im XIV. saeculo , und schrieb Opus adver.tus ejus saeculi novatores Joannem de Poliaco & JoannemWiclef, wie auch adversus Richard. Primatem Armachanum.Rainalden in annal. eccles. gedencket feiner mit vielem lobe.Echanl, script. O. P. tom. I. p. 647.
Bidal , ein ansehnliches geschlecht in Franckreich. PetrusBidal, Baron von Äsfeld, wurde von der Königin Christinnin Schweden, deren General-Agent er in Franckreich, Italien und Spanien gewesen, an. 1633. den 12. oct. in den Baro-nen-stand erhoben, und mit Wildenbruch in Pommern , wieauch mit Hersefeld in Bremen , welches letztere man nachge-hends Asfeld genennet, beschencket, dergestalt, daß er sich einenFreyherr» von Wildenbruch und Herrn von Asfeld zu scbrej-ben berechtiget seyn sollte. Nach diesem trug ihm der KonigLudovicus XIV. die stelle eines Residenten in Hamburg undNieder - Sachsen auf. Er hat mit Catharina Bastonneau, dieihm an. 1637. den 23. jan. beygeleget worden, und erst an.1691. de» 2i. jan. zu Paris im wittwen-stande gestorben, un-ter andern folgende sechs lohne gezeuget: i.) Stephanus Bi-dal wurde an. 1680. Doctor Theologiae beh der Facultät zuParis , und an. 1690. Abbe commendataire der Cistercienfer-Adtey von Nötre-Dame de l’Escal in der Dioeces von Tarbes ,worauf er sich als Königlicher Französifcher Resident und auf-serordentlicher Abgesandter zu Hamburg bis an. 17°;. auf-hielt, und an. 1722. zu Paris bey den Patribus Oratorii daszeitliche gesegnete. 2.) Alexius Bidal, Baron von Asfeid,war an. 1676. bey einem dragoner - regiment Obrister, an.1681. Brigadier, und an. 1688. Marechal de camp, verthei-digte an. 1689. die vestung Bonn , darinnen er die stelle einesCommendante» vertrat, mit grosser tapferkeit, muste sie aberden 12. octobr. mit accord übergeben, da er dann ins badnach Aachen gieng, und daselbst bald hernach an einer in wäh-render belagerung empfangenen wunde, in dem 3;. jähre sei-nes alters, starb. 3.) Andreas Bidal beschloß sein le-ben, welches er auf 18. jähr gebracht hatte, an. 1673. den 4.nov. 4. ) Benedictus Bidal, Baron von Asfeld , wurde an.i6yr. Brigadier, an. 1696. Marechal de camp, und an. 17°!'Ritter des heiligen Ludwigs, wohnte in diesem jetzt-gedachte»jähre den belaqerungen von Breysach und Landau bey, undhinterließ bey feinem tode, der an. 1713. den 29. apr. zu Pa-ris erfolgte, von Anna Pucelle, eine einzige tochter, Thccle Fe-steste Bidal von Asfeld, welche an. 1721. Iohannem leNamgeheurathet, und demselben den titul eines Barons von Asfeld zugebracht hat. 3.) Jacodus Vicentius Bidal von Asfeid, soan. 1664. gebohren, wurde an. 1688. Abbe commendatai-re der Cistercienfer-Abtey la Vieuville in der Dioeces von Dohund an. 1692. Doctor Theologie bey der Facultät zu Parts.Er lebte noch an. 1733. und stund beydes wegen feiner gelehr-samkeit und frommigkeit in grossem ansehen. 6.) ClaudiusFranciscus Bidal, Marquis von Asfeld , der viele jähre unterdem nahmen des Ritters von Asfeld bekannt gewesen, warObrister über ein regiment dragoner, als er an. 1694- ü>urBrigadier erkläret wurde. An. 1702. den 23. dec. ward erMarechal de camp, und an. 1703. den 20. jan. Ritter desHeiligen Ludwigs, worauf ihn sein König zu ende dieses jähr»befehllchte, nach Spanien zu gehen, und an. 1704. den 20,,octobr. zum General-Lieutenant ernannte, da er denn bis amden Utrechtischen frieden in Spanien verblieb , und an alle»wichtigen unternehmnngm theil nahm. An. im> hassen^