Band 
Erster Theil
JPEG-Download
 

b te b i g

quiv, Lipsio, Sambuco, Stephans, Pighio, Cratone und an-dern der berühmtesten manner seiner zeit genaue freundschafftund brief-wechsel. Er starb endlich an. 1572. nachdem ihmvermuthlich von seinen heimlichen feinden gift beygebracht wor-den. Seine schriften sind : Oratio de Laudibus: littera-rum; de Arte dicendi libri II. Antwerpen 157;, 1577. M 8.de Ilniverbtate sive de Physica atque universa natura: Philo-sophia libri III. ib. 1996. in 4. de Republiea sive de uni-versa morum Philosophia libri IV. ib. 1446. in ß. de Opi-nionum Varietate; Theoretic® Medicina: libri VI. ib. 1558-in 4. Comment. in Galeni artem medicam , ib. 1560. in g.de Methodo Medicin® lib. I. ib. und Löven 1564. in 8- deNatura & rebus naturalibus libri V. Antwerpen 1446. 157}.159;. 1613. in 8- Svvertiut Athen . Belgic. Hendreicb.

t Bietigheim , liegt eigentlich zwischen Vayhingen, Grö-ningen, Marpach, und Beßigheim, ein stund von der berg-ve-stung Hohen-Asperg . Es solle erst an. 1386. ummauret, undzu einer stadt gemacht worden seyn. An. 1419. ist auch diesesstädtlein nebst andern von dem Schwäbischen bund erobertworden. An. 1494. wurde wegen der pest die cantzley vonStuttgard hieher verlegt. Diejenigen, unter den ehemaligengemeinschafftlichen Herrn von Bietigheim , welche hier im Le-xico die von Schonach heissen, nennet Crusius die vonSchaubeck, Paralip. cap. XXIV. Auch den verkauff diesesstüdtleins an Würtemberg setzen einige nicht in das r;86. son-dern 1408. jähr. s M. Steinvveeg manulcr.J

Biffi, C Laurentius ) von Bergamo gebürtig, ein gelehrterclericus Regularis zu Chieti , war zu Neapolis, Piaeenza undBergamo Prediger, und zu St. Agatha Praepositus. Er istan. 1640. den 8. september mit tode abgegangen, und hat inItaliänischer spräche de Belli laude, Neapolis 1612. in 4.de Coronatione Ducis Genuensis, Jacobi Imperialis ; Trium-phum paupertatis ; de praecipuis Mysteriis Pastionis Christi,und Leichen-reden :c. geschrieben. Witte , biogr. Hendreicb.

Bigault , ( Johannes ) ein Dominicaner - Mönch ausEvreux in der Ober-Normandie, studirte zu Paris mit so gu-tem fortgang, daß er an. 1614. Licentiatus Theologia : wurde.Bald darauf bekam er in dem Collegio zu Evreux die Di-rection, und hernach auch zu Blois , endlich wehlte man ihnzum Prior zu Rouen , allwo er das Collegium , welches durchden krieg gantz verwüstet war, wieder von gründ aufs neueaufführen ließ. Er starb den 16. map an. 1638. ju Evreux .Man hat von ihm le Paradis du rosaire virginal , Rouen 1621. und 1628. in 12. Echard , script. 0 . P. tom. Ii. p.499.

Bigazzinus, ( Philippus ) Graf von Eoccyrani, war zuPerugia in grossem ansehen, zog öfters als Haupt derer Guel-phen gegen die Gidellinen zu selbe , und blieb in der insulRhodus gegen die Türcken an. 1324. Er hat Res Fulgina-tium & Tudertinorum geschrieben. Jacobiüi bibl. Umbr.

Diczel , ein König derer Gepiden , welchen Kayser Leodurch Ardaburum, des Asparis söhn, um das jähr 466. um-bringen ließ. Ob es der Biqilas sey, der an Kaysers Theodo-sii des Iünczern Hofe Hunnischer dvllmetscher war, ist ungewiß.Jomandes,' regn. success. p. 239. Bünaus Reichs - Historie,tom. I. p. III. p. 89?■

Bieten, ist die Hauptstadt eines kleinen ihren nahmen tra-genden landcs in dem mitternächtigen theil Jetsenga, einer ge-bend der insul Nwhon, welche insul die fürnehmste der Japo-neffschen insuln ist, gelegen. Dtft. Angiois.

Bigilas , ein Hunnischer dollmetscher an dem Hofe desMorgenländischen Käufers Theodosii des Jüngern, und so vielaus dessen nahmen und bedienung zu schliessen,.selbst ein ge-gebvhrner Hunne, welcher auch chemals schon öfters bey Ge-sandtschafften an den Hunnischen König Attilam gebraucht wor-den. Er war an. 442. einer mit von denenjenigen, welche sichmühe gaben, den Hunnischen Gesandten, Edeconem, zu einerverrätherey und Hinrichtung seines eigenen Herrn, des Attila ,zu verleiten. Bigilas ließ sich hierbey durch die angenomme-ne Verstellung des Edeconis so weit locken, daß er nebst Maxi-mino, dem aber von dem allen nichts wissend war, als Kay-scrlicher Gesandter sich bey dem Attila einfand, in Hoffnung ,bey dieser gelegenheit den abgeredeten anschlag auszuführen, zuwelchem ende er einen theil desjenigen gelbes, so dem Edeconizu solchem dienste versprochen worden, bey sich führte. AlleinEdecon hatte dieses ansinnen dem Attila selbst entdeckt , undweil auch Bigilas durch das bey ihm gefundene geld der thatüberführet ward, ließ ihn Attila gesanglich anhalten, da erdenn, als Attila drohete, dessen söhn vor semen äugen hin-richten zu lassen, die gantze that bekannte, worauf ihn Attila in ein hartes gefängnis legen ließ, aus welchem er nicht eherwieder in freyheit gelangen konnte, bis dessen söhn ihn mitgrossen summen gelbes loß kaufte. Prise, excerpt. de Legat,p. 37. scq. Bünaus Reichs-Historie, tom. I. P. III. p.

L8r.

Biglesworth, oder Bigleswade, ist ein flecken Engel-lands , welcher seinen nahmen einer in dem orientalischen theilder Grafschafft Bedford sich befindender gegend giebet. Erliegt an dem orientalischen theil des flusses Issest, auf deme ei-ne steinerne brücke stehet, sechs Englische meilen von Bedfordgegen morgen entfernet. Diehon, Angiois,

Supplementi* L Theil.

b i g 475

1 C Innocentius ) ein Dominicaner-Mönch ausLobt, florirte gegen die mitte des XVII. feculi, war ein vor-treflicher und subtiler Orator. Er hat geschrieben: Ragiona-mento della Custodia degli Angeli, Easal 1619. in 4. Discorsisopra ii Salmo XXXVII. Ravenna 1624. in 4. Discorsi sopraJe JJomimcbe ed alcune solennita ehe sono dalla Pentecoste ,35 eneot 3 1640, in 4, Discorsi sopra le Domen iche ed altre so-Iö, °' lN 4 . Quarefimale : de Laudibus Virginis,^"ches letztere noch im rnanusoript lieget. Echard , script.O. P. tom. II. p. S 6;.

Bfßnon, ist eine alte Französische familie, welche ihrenUrsprung aus der provintz Anjou herleitet. An. 1449. wardgebohren Roland Blgnon, einer der gelehrtesten leuthen seinerzeit, von welchem ein besonderer artickul folget. Er hatte sichverheurathet mit Maria Ogier, einer tochter EhristophoriOgier , eines Advocaten bey dem Parlement zu Paris ; vonderen er nebst zwey töchtern erzcugete, Hieronym. Bignon I.gebohren den 24. augstmonat an. 1490. von welchem ein ei-gener artickul im Lexico. Er hinterließ Hieronymum II. undTheodoricum, von welchem hernach. Der erstere ward ae-bohren zu Paris den n. novembris an. 1627. und folgte fei-nem vatter svwol in dessen lugenden als dem amt eines Ge-neral-Advocatens, welches er von am 1646. bis 1673. verwal-tet. DerKonig ernennte ihn an. 1678. zum Staats-Rath,'und ftrner zum Haupt eines neuen zu der einregistrirung dergefchlechts-wapen an. 169s. angerichteten Raths. Er wurdean. 1673. Consciller d’honneur in dem Parlement, und befaßauch das amt eines obersten Vorstehers der Königl. biblio-theck. Er starb den 14. ian. an. 1697. Aus seiner ehe mitSusann« Phelipaux von Pont-Ehartrain, einer fchwester desStaats-Ministers und Eantzlers dieses nahmens, hinterließ ervier söhne, i.) Hieronymus Bignon Hl. gebohren den rraugstmonat an. 1698. ward nach und nach Königlicher Advo-cat in dem Ehatelet zu Paris , Parlements-Rath, Intendantvon Rouen , Picardie und Artois, an. 1693. Staats-Rath,und an. 1708. Vorsteher der kaufleuthe. Seine gemahlin istN. Bistard, eine tochter Germani Billard , eines berühmtenAdvocatens bey dem Parlement zu Paris . 2. ) Ludwig Bignon,gebohren den 23. julii an. 1639. welcher ehedessen Haupt-mann in dem regiment der garden, und General - Major derKöniglichen armem gewesen. 3.) Joh. Paul Bignon, geboh-ren den 19. september an. 1662. Abt von St. Quentin , De-chant von St. Germain in Auxerrois, Königlicher Rath und or-dentlicher Prediger, ordentlicher Staats - Rath, Präsident derzwey Königlichen Academien, der wissenschafften, und der schö.nen studien, einer der vierzigen von der Französischen Acade-mie, Königl. Bibliothecarius , und Aufseher des medaillen-ca-binets , ein unter den Gelehrten sehr berühmter mann, durchdessen sorge die studien und wissenschafften in Franckreich sehrzugenommen. 4. ) Armand Roland Bignon, Herr von Blan-zy , Intendant der finantzen, und der Generalität zu Paris ,hernach Staats-Rath, war gebohren den 23. stpt. an. 1666.Er zeugete Hieronymum IV. Requetenmeister und Biblsothecar.des Königs, Aufseher und Bewahrer dessen Medaillen ; Pau-lum, Fähndrich in dem regiment der garden, starb an. 1720.in dem 18. jähr feines alters; nebst zwey töchtern. Theodori-cus Bignon, zweyter söhn Hieronymi l. gebohren an. 1632.ward erstlich Parlements - Rath zu Paris , hernach Requeten-meister, und endlich erster Präsident des grossen Raths. Erwar ein mann von vielen fürtreflichen eigenschafften, und starbden 19. jan. an. 1697. Seine einige tochter, Maria Anna Fran-cisca, heurathete Michael Frantz von Verthamon, ersten Prä-sidenten in dem grossen Rath, von welchem sie kinder hatte.

Moreri.

Bignon, (Roland) ein vatter des berühmten HieronymiBignon, wäre ein sehr gelehrter mann, und wollte niemal kei-ne andere stelle annehmen, als die eines Parlements-Advocaten,mit welcher er sich begnügte. Sein söhn hatte keinen andernPraeceptorem als seinen vatter in denen sprachen, in der Wohl-redenheit, in der Philosophie, in der Mathematic, in der Histo-rie , in der Rechtsgelehrtheit und in der Theologie. RolandBignon hatte die Jura zu Angers und zu Toulouse studiret,und that sich hernach jowol in advociren als consultiren sehrhervor. Er wäre zu St. Denys d'Anjou den i. mertz an.1449. gebohren, und starb in dem ansang des XVII. feculi.Suppi, de Paris .

Bigot , (Clemens) ein Dominicaner-Mönch aus Franck-reich, trat zu Chartres in diesen orden. Er hat um das jähr1464. floriret , und einen sonderbarn religions-eifer bezeuget ,insonderheit aber wider die Lutheraner und Calvinisten scharffgeprediget, und verschiedenes pro side geschrieben. Nie. ie t'e-vre in prtedicatore Carnuto. Fontana, Altamura, Echard,script. 0 . P. tom. II. p. 186.

Bigus, oder Bicus, (Ludvv.) ein^Jtalianer aus Fer-rara , florirte zu ansang des XVI. soculi, er war ein guterPoet, und schrieb Meditationem de Oratione Dominica ; Ora-tiones duas, nempe ad Christum & Virginem Mariam, Vene-dig 130a, in 8. Paraphrasin Psalmorum Davidis, 1410. Hym-nos atque Epitaphia ad coelites ; Epigrammatum lib. II. Fek-rara 14x4. 8atyrica sacra, Epigrammata, Elegias & Epitaphialib. II. ib. 1414. Venedig 1416. Coricearn; Carminum librosVI. Orriciorum poematum libri III. Vened. 142», Hendreicb,

Bi'