Band 
Erster Theil
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Billaitte / (Ludovicus) wäre um die mitte des XViiNect,-!i in der buchhandlung einer der erfahrensten Männern von Pg, -ris. Er verstünde nicht nur die Lateinische und Griechischesprach sehr wohl, sondern wüste auch das Italiänisch , Spa-nisch , Teutsch und Flammändisch, und konnte seine prob-bögensehr wohl corrigiren, wann er sich mühe dazugeben wollte. Erstarb zu Paris , in dem jähr 1681. und hat man angemcrckt, daßseit seinem absterben in Franckreich ihme in seiner handthierungkeiner beygekommen ist. BaiUet , jugem, des Sav. für les Im-primeurs article 2;,

Billaud / (Gentianus) ein Französischer Dominicancr-Monch aus Blois, studirle zu Paris , ward an. 1602. Licen-tiatus Theologie allda, wie auch des Dominicaner - CollegiiRector und Professor primarius. Nach diesem machte man ihnden 16. may an. 1606. znTroyes zum Vieario generali von derWitzen Congregation in Franckreich, welche würde er bis an.i6r;. bekleidet, da er zu Compiegne , wo er die Advents-pre-digten hieltden z. dec. gestorben. Sein leichnam wurde nachParis abgeführet. Man hat von ihm Statuta Facultatis artiumThomistica;. Erhard, fcript. 0 . P. tom. II. p. 4;7.

Billeeoq , (Ioh. Franciscus) ein Französischer Dommica-ner-Monch aus der stadt Moreuil, trat zu Amieas an. 16z;. alser ro. jähr alt war, in obigen orden, lehrte darauf an. 1660.die Philosophie. Nach diesem legte er sich aufs predigen, undstarb den 19. octobr. an. 1711. in dem 78. jähre seines alters zuAbbeville , wo er Prior gewesen war. Er hat, wiewol ohnebeysetzung seines nahmens, folgende schriften heraus gegeben :

Instrnctions famisieres für les pratiques de la vraie devotion ,Abbeville 167;. in 12.Paris >689. in 12; L’Adoration perpe-tuelle du S. Sacrement, Amiens 1686. in 12 ; L'Ufage du 8.Sacrement tire de l’Ecriture , des Conciles & des Peres, ibid.1690. ist 12. Les Voi'es de Dieu, ib. 169}. in 12. Ecbard ,fcript. 0 . P. tom. II. p. 779.

B'llerebay, ist ein flecken in diesem orientalischen theil derGrasschafft Esser, so manBarnstadle nennet. Dift. Angl.

Billettes / ( Aegidins Filleau des j ward gebohrcn zu Poi-tiers in dem jähr i6z4. Sein vatterwar Nicolaus Filleau, einStallmeister, welcher sich mit einem sraueuzimmer von gutemadel aus Poitou vermählet hatte. Er hatte zwey ältere brüder,den Herrn von la Chaise und Herrn von <2t.Martin, deren sichder einte durch das leben St. Ludovici; und der andre durchdie Übersetzung des Dom Qnichote bekannt gemacht. Diesedrey brüder kamen naher Paris und hiengen der Madame deLongueville , und dem Grasen von Noams an. Der Herr vonBillettes, dessen sitten und leben sehr eingezogen waren, lebteohne ehr-begierd, und folgte seiner tust in den studien nach.Er wäre der Historie, der Genealogie, der hohen Häusern Eu-ropä und der'erkannt,,is der büchern sehr wohl erfahren; in-sonderheit aber waren ihme die bewandtnis und beschaffenheitder künsten bewust. Da nun die Academie der wissenschaff-ten sich vorgenommen hatte, eine beschreibung derselben zu ma-chen , so hielte sie sich den Herrn von Billettes für nothwendig,und ernannte ihnebey ihrer erneuerung in dem jähr 1699. füreinen Pensionaire. Die von ihme über die künste gemachte de-schreidungen, werden mit einer grossen anzahl anderer in demauszug so die Academie davon hat sollen bekannt inachen , zumVorschein kommen. Er starb den lo.augst. an. 1720. in dem 86.jähr seines alters, und obgleich er sich zum zweytenmal verheu-ralhet hatte, hinterließ er dennoch keine kinder. Memohe de

1 ‘Academie Royale des Sciences, pour l’annee 1720.

Billich , (Eberhard) von Cöln , ein Carmeliter, welcherim XVI. sieculo lebte , erwarbe sich in seinem orden vieles an-sehen , dessen regierung er auch einige mal in den Niederlandengeführet hat. Er wohnte dem Tridentinischen Concilio bey,und da er davon wieder zurück kam, gab er heraus einen tractat

de Dissidiis Ecclesia; componendis ; und Judicium Universita-tis & Cieri Coloniensis &c. Er Ware auch bey dem Collo-quio zu Regenspurg, welches an. 1546. auf befehl Earvli V.gehalten wurde. Er wurde hierauf Sustraganeus des Ertz-Bi-schvffs zu Cöln, und starb an. >562. Thuanus sagt, er seye zuTrident gestorben. Past'evin. appar. facr. Lucius , bibl. Carme-lit. Mir aus. Testier.

BiUinczham, ist ein flecken Engellands in der gegend derGrafschasst Northumberland , so man Tindale nennet. Dichon.

Angiois.

Billingsley , (Heinrich) ein vortreflicher Mathematicusund Lord Mayor von Londen , unter der regierung der KömgmElisabeth, wäre von Canterburn gebürtig. Er stndirtejährlang zu Oxford , und geriethe in dieser zeit m eine genaue freund-schaffl mit einem grossen Mathematico nahmens Whitehead,der ein Augustiner-Mönch zu Oxford wäre. Indessen wardBillingsley wiedrum von den studiis weggenommen und naherLonden zu einem Hutmacher in die lehr gethan. Er hat sichnachwerts durch die Handlung so bereichert, daß er endlich an.M97. zum Lord Mayor von Londen erwehlet und zum Rittergemachet worden. Nachdeme unter der regierung Königs Hen-riei VNL die klöster abgethan worden, nähme Billingsley seinenehemaligen guten bekannten Whitehead zu sich in seine behau-sung auf, »ind versorgte ihn bis an seinen tod. Billingsleymachte in dieser zeit grosse progresse» bey ihme in der Mathema-tik, und als Whitehead starb übergab er an Billingsley alle seine

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mathematische observationes und seine mit grosser mühe überEuclidis Elementa gemachte anmerckuugen. Billingsley starbm einem hohen alterden 22. nov. 1606. und hatte an. >570. eineEnglische Übersetzung der Elementorum Euclidis i» fol. zu Lon-den , mir vielen anmerckungen heraus gegeben. Englischer

Bayle.

Billouer, (Dom Philippus ) ein Benedictiner aus der Con-gregatione St. Mauri, war zu Rouen an. iS84-gcbohren, undlegte sein gelübd an. > 702. ab. Seine vortrefliche gaaben hattenblllich grosse Hoffnung von ihme gegeben , allein er starke zu Or-leans den 2.mertz an. 172o.i1, seinem zö.jahr,weilen er seine fräs-ten durch unmäßiges studircn erschöpffet hatte. An. 17 > 2. hater m der Abtey St. Etienne das Hebräische gelehret, und daMr. Prousteau denen Benedictiner,, zu Orleans seinen bücher-vorrach vermachet hatte mit dem beding, daß sie eine öffentlichebibliotheck seyn sollte, ward D. Billouet zum Bibliothecariodarüber ernennet, worauf er sich angelegen seyn lassen einencatalogum davonzumachen , welcher durch D Meri ist fortge-setzet und an. 1721. zum druck befördert worden, d, h Cerf ,biblioth. hist. &crit. desautheurs de la Congreg* de 8. Mau-r.

Billungus , ein König über alle Sarmaten und Wende»von der Weichsel bis an Dantzig und von der Oder bis in Hol-stein. Seine gewöhnliche residentz war Mecklenburg . Er sollsich zum Christlichen glauben bekehret haben, aber wiedrum ab-gefallen seyn. Er soll zwey gemahlinnen, eine mit nahmen Me-dea , eine Sarmatische Fürstin, als ein Heyde, da er aber einChrist getvesen, Vagonis, Bischoffs zu Oldenburg , schwester,geheurathet haben. Er zeugte drey söhne: i.) hieß Micis-laus, 2.) Naccon, z.) Sederich. Münsters cofmogr. v.4io. P . 1279. Lucä Fürsten-saal, p.gs;. Lairizens Palm-wald Xll. 1. § 10.

Billy, (Jacobus von) ein zu Compiegne in dem jähr 1602.gebohrner Jesuit, nähme in dem jähr 1619. diesen orden an,und lehrte darinnen die Philosophiam drey jähr lang. Er pre-digte über 20. jähr und wäre Rector von Chalons, Langres und Sens. Er legte sich aber vornemlich auf die Mathema-tic, und hat man von ihme unterschiedliche tractate von diesermaterie: Nova Geometris clavis Algebra, Paris 1643, in 4.Tabulae Lodoi'cste de doctrina Eclipseon , zu Dijon 1658. in4to ; De proportione Harmonica , Paris 1658. i» 4to ; Tumu-lus Astrologi® judiciariae , Paris 1639. in 410 ; DiophantusGeometra , Paris 1660. in 4to ; Opus Astronomicum , &c.zu Dijon 16Ü1. in 4t0; Crisis Astronomica de motu Cometa-rum, zu Dijon 1666. in 8vo ; Doctrina Analytica; inventumnovum, zu Toulouse in fol. Moreri.

Billy / ( Georgius von) eine ordens-person der Abtey vonSt. Denys, nachgehends Abt von St. Vincent de Laon, vonSt. Johann von Amiens, und Bischoff von Laon , schriebe un-terschiedliche tractate und übersetzte das Memorial samt demHand-buch von Granada , wie auch einigen andern stucken. Erwäre ein brüder des berühmten Jacodi von Billy , Abt von St.Michael en l'Erm. Er soll in dem jähr 1612. gestorben seyn.

LaCroixdu Mainc und Du Verdter Vaupnvas , biblioth. p.446. Sammarth. Gall. Christ, tom. II.

Bimilipatan / eine stadt auf der insul Coromandel in Ost-Indien, in dem Königreich Golconda am Golfo di Bengala,viertag-reisen von Masulipatan gegen norden, und stundenweit von der stadt Cicacola gelegen. Thewnot. Ost-Jnd. reis.II. 9. p. 211.

Bimonheer, eine feine stadt in Persien , in welcher grosserseidcn-handel geführet, und von der die seide an andre örter ge-bracht wird. Sie liegt unter dem 74. grad 10. min. longit.und Z7. grad ;v. min. laut. Taverniers Pers. reis. Iib. m,

pag. 149.

Bin Abdallattf, ist der Emir Tahya, ein söhn des Abdal-latif Alcasbini Alschiai, welcher in dem jähr ,532. nach Christigeburt im 960. jähr der Hegira gestorben. Sein buch ist inPersianischer sprach geschrieben, und nennet sich Lubattavarikh,das ist, das marck oder die substany der Historien, wel-ches Wort man in Franckreich verderbter weife Lebtnr c aus-spricht. Er hienge der secte der Schiais an ; das ist derjenigen,zu welcher sich die Persianer bekenne». Er handelt von derallgemeinen Asiatischen Historie sehr kürtzlich , und endiget beyder regierung des Schah Jsmael Scfevi, eines sohnS desSchec Haidar. Jsmael wurde in dem 1514. jähr nach Christigeburt zum König in Persien gecronet. In dem jähr 1341.brachte der author sein werck zu end, und starb in dem jähr1352. in der stadt Casdin aüwo er gebohren worden. Semmanuscript befindet sich in der Königl. Französischen bibliotheckn. 1499. Es wurde durch den Herrn Gomin ins Latein übersetztund von dessen oheim, AI. Thevenok, zum druck befördert.

Hifloire de Genghizcan, p. 529.

Bin Aluardy, ist Zcinaddin Omar bin Almuzaffar Binaluar-dy, so in dem jähr der gnaden i;; 8. in dem 760. jähr der Hegi-ra gestorben. Dieser Arabische scribent handelt von der Geo-graphie , so er aus unterschiedlichen Orientalischen scribcntenausgezogen hat. Sein buch ist fectittlst: Kharidata lagyaib:das ist, dievorkrestich schöne perlen / meinem volnm in4.und handelt von den sieben climatibus Ptolemäi und denen sel-tenheiten so stch darinnen befinden, den Mineralien, pflantzenund thieren; es ist auch darinnen eine aufdie Orientalische ma-Xrr } nier