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^ reich mit der Madame äs Vendome zu halten/ Carolus VIII.
* lhate ihme selbst an. 1490. die ehre an mit ihme zu mittag zu
, speisen. AIs er an. 1491. in des Königs geschäfflen naher Tours
S en wäre starke er allda den 18. may besaalen jahrs. Derr von Franckreich, samt seiner gemahlin, und viele vor-nehme vom Adel fanden sich bey seiner begräbnis gegenwärtig.
l/lemoires manußrits.
Dingn / ist die Hauptstadt eines Königreichs gleiches nah-* mens , welche in Japan an dem mittäglichen ufer der insul Ni-
ijy Phon, der insul Chikvck gegenüber gelegen ist. Maty, Diction.
1 Bingen / ein dorf, welches wegen der streitigkeit des Fürst-lichen Hauses Hohenzollern Sigmaringen mit denen von Horn-^ stein bekannt ist; diese haben auf etliche 90. güther darinn, je-
* »es aber nur y. dererselben , die onera bekommen von jenen die
ch. adelichen, von diesen die Fürsten , das Fürstliche Haus aber
hat allein die hohe Malefitz - Forst-und Geleiks-Obrigkeit, undN sich/ nach der Ritterschafft angeben/ an. 1628. der besteurung^ aller Unterthanen darinne angemaßt haben, welches recht dieRitterschafft prätendirt hat. Hierüber entstund ein streit/ wel-cher an. 1681. den 10. jun. und 1682. den 9. dec. dahin beyge-7 ; legt wurde / daß die streitige stcner in 2. gleiche theile vertheiltstz werden sollte. Die Ritterschafft aber beschwerte sich / als wennm. das Fürstliche Haus demselben nicht folge geleistet hätte , erhielt^ auch vom Kayser an. 1637. ein rescript, daß das Fürstliche Haus^ der verglichenen theilung gemäß verfahren sollte. Dieses aberbot das gantze dorf dem Schwäbischen kreise nebst dein steuer-rechte zu,einem contingent an., welches es auch an. 1690. an-genommen , und die Ritterschafft hat bis dato nichts erhalten
j' tonnen. Bürgermeister , thes. ,)ur. Equestr. II. p. 161. cod.dipl. Equeftr, p. gi. Lunigö Reichs-Archiv , P. spee. cont.2.p. 418. Schvvederi theatr. controv. illusi. IV. 14. 5. tom. II.fäj p. 222.
3 Dingham / ist ein stecken Engellands in der GrafschafftNottingham / welches das Haupt-ort seines Cantons ist. Diä.
^ Anglois.
«i Binkes / oder Binckes , (Iacobus) wäre ein berühmter^ kriegs-held zur see/ welcher sieben kriegs-fchiffder Herren Gene-ral-Staaten commandiere. Er machte sich insonderheit in de-neu in den jähren 1676. und 1677. wider Franckreich geführten2^ kriegen berühmt. In dem jähr 1676. wurde er mit 7. schiffenin Americam wider die Franzosen geschickt, langte den 4. mayJ, a bey dem mund des flusses Cajana an, und nähme den feindeneine vestung auf einer den nahmen des flusses tragenden insulhinweg. Auf gleiche weise verfuhr er mit der insul von St.Mar-tiN/ und eroberte annoch einige Französische schiffe. Als mannun von diesen eroberunqen in Franckreich bericht bekäme/ schick-te te man den Admiral -f Estrse um die verlohrnen Plätze wiedrumeinzunehmen. Als er nun daselbst angelanget war, befändeH sich Binkes mit seiner flotte vor der insul Tabago. Die anzahlch der schiffen dieser zweyen Admiralen wäre bey nahem gleich/die Französischen aber waren sehr viel stärcker und grösser, undwaren wohl fünfmal mehr soldaten darauf; die Holländerhatten nicht mehr als 824. die Französischen aber 4060.mann; diese letztere hatten 426. die Holländer aber nicht mehr. 7 ,; als 296. canone»». Der angriff wäre sehr hitzig und wehreten7 , sich Binkes und die seinigen sehr tapfer. Zu end des treffensr™ wurden anfder Holländischen feiten 9. kriegs-schjff, zwey muni-tions-schiffe, ein brand-schiff und ein jagd verbrannt; aufseilen3 . der Franzosen wurden 3. kriegs-schiff, unter denen auch das^ Admiral-schiff war, verbrannt, zwey andre erobert und zwey~ sehr beschädiget, und ein brand-schiff von der Holländischen ar-tillerie in stucken zerschossen. Der Admiral ci'Estree liesse seit0 dieser , zeit die schantz von Tabago bestürmen, er wurde aber mitgrosser lapferkeit zurück getrieben und verlvhr dabey sehr viel,A!l volcks. Da er nun sahe, daß ihme sein streich fehl geschlagen
-sr hatte, wurde er in Franckreich zurück zu kehren genöthiget. Er
tmif käme aber zu end des 1676. jahrs mit einer zahlreichern flotte
0 wieder zurück, und machte sich von der veste von Tabago mei-Mli ster. Diese eroberung hatte er einem unglücklichen zufall zu
7»!» verdancken; dann es fiele eine bombe in das sich darinn befind-
0 liche pulver-magazin, und sprengte solches mit der gantzen befa-hl tzung in die luft. Binkes äffe dazumalen mit seinen Officie-
^ rern in einem oberhalb dem magazin stehenden saal zu tisch, und:0 verlohre also zu gröstem leidwesen aller seiner lands-leuthen,p f . denen die allbereits abgelegte proben seiner lapferkeit in das«i? künftige weit grössere versprachen, sein leben. L. van den7 ^! Bosch , Leven en Daden der Dorrl. Zeehelden.
ti'i ■■ Dinnius / ( Henricus ) ein Professor Institutionum & Cri-minaiiurn zu Helmstädt, war in Barmn, einem dorfe bey Lich-ßp tenberg , an. 1610. den 10. nov. gebohren , und starb an. »669.
den 2. may. Er schrieb : De statu Regionum Germaniae & Re-0 ' gimine Principum, Helmstädt 1698. 1661. in 4to ; DeMor-
Ü**; tis causa Donatione ; De Testamentis; De Juribus Majesta-
tis circa profana, ib. 1691. in 4to ; De Successionibus ab in-testato ; De Renunciationibus successionum ; De Locatione«,ß Conductione, Emphyteusi; De Legatis ; De Delictis Publicis,
' 0 - Helmstädt 1699. De Furto; De Jurisdictione; De Necessaria
sß defensione ; De varii generis Homicidiis ; De Jure Patrona-
7 7 tüs&c. Freberi theatr. Hendrcicb.
(iis' ; Binse / ein flecken in Ungarn , am fluß Scbesso. Er hat einid*Ü schloß, welches der berühmte Mönch , George Martinusius,
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BischosszuWaradein, und nachmals Cardinal, alldahat er-bauen lassen.
Binsfeld / (Petrus) gebürtig von Luxemburg , lebte indem jähr i6oo. studirte zu Rom , und liesse sich allda zum Do-ctore Theologi* machen. Nachgehenbs kehrte er in Nieder-land wiedrum zurück, wurde zum Canonico von Trier undGroß-Vicario des Ertz-Bischoffen gemacht. Er machte ein En*.chyridion Theologias pastoralis und andre wercke des Juris Ca-nonici bekannt: Commentarium in tit. Decret. de Injuriis &damno dato; Comment, ad tit. de Simonia ; Commentaria intit. Cod. de Maleficis & Mathematicis , &c. Valerius Andreas ,bibl. Belg.
Biörnö / eine kleine stadt und guter Hafen in Süd-Finnland,in Schweden , am eingange des Finnländischen meer-busens, 9.Schwedische Meilen von Abo. Universal-Lexicon.
Biondi / (Joh. Franciscus) ein Dalmatier, war zu Leziiman dem Golfo di Venezia an. 1972. aus einer adelichen , dabeyaber zimlich armenfamilie gebohren. Nachdem er in Huma-nioribus und m der Rechtsgelehrfamkeit einen sattsamen gründgeleget, verfügte er sich nach Venedig , und wurde nicht al-lein von der dasigen Repudlick mit ihrem Ambassador Svranzv,als dessen Secretarius nach Franckreich geschickt / sondern auchnachhero zu unterschiedlichen andern sehr wichtigen affairen ge-braucht. Weil man aber seine bemühungen nicht also belohnte,wie er nach seinen gedancken verdienet hätte, gieng er mildemEnglischen Gesandten, Henrico Wotton, nach Engelland, woer, wie man nicht unbillich dafür hält, sich zu der Reformir-ten religion bekannte, und von dem Könige Jacobs I. eine pen-sion von zoo. pfund sterlings bekam. Nach diesem heuratheteer eine schwester des Engelländischen Leid-Medici, TheodorMayerne Turquet, wodurch er einige güther in Franckreich er-hielt , brachte es auch folgends durch seine geschicklichkeit im ne-gociren an. 1619. auf der zu Grenoble gehaltenen Versammlungder Reformirten so weit, daß sich dieselbe vor den Printzen vonConde erklärte, und ließ sich endlich zu Aubonne in der Schweitzbey seinem schwager Th. Mayerne nieder, woselbst er auch an«1644. mit tobe adgieng. Seine schriften sind : LTstoria delleguerre civili d’Inghilterra traledue Cafe diLancastro edjorc,dopo l’anno 1377. all’ anno 1909. in drey quart-bänden, nebsteinigen romanen unter dem titul: l’Eromena ; La Donzella de«sterrada ; und II Coralbo. Glorie degli incogniti. Niceron „mein. tom. XXXVII.
Birago, (Lapus von) von Castiglionein dem Florentini-schen gebürtig, lebte um das jähr 1440. und übersetzte die Rö-mischen antiquitäten des Dionysiii Halicarnass. nebst unterschied-lichen aus den leben der berühmten männern Plutarchi; er hataber weder gute lakinität, noch ist ihme in seinen überfttzüngenin allem zu glauben; dann weilen er die gaaben zu dieser arbeitnicht hatte und sich an die terminos seiner authorum bindenwollte, so gäbe er ihnen nicht den eigentlichen verstand, undbenähme ihnen alle annehmlichkeit. G. j. Vojjius , de histor.Latin. lib. III. c. 10. Kcenig , biblioth. vet. & nov. D. Huttius,de clar. Interpret, lib. II. pag. 164. Baißet, jugemens desSavans fur les traducte urs Latins art. 8°4.
Dirbiesea / ein feiner aber offner marckt-flecken in Alt-Casti-lien, in Spanien, zlvischen Miranda d'Ebra und der stadt Bur-gos , lvelcher denen von Velasco gehöret, und ein schönes Fran-ciscaner-kloster Hai.
Bircherodius, (Thomas Broderns ) Magister Philoso-phiis , und Rector der schulen zu Ottensee in Fünen, wie auchProfessor Eloquent!» des Gymnasii daselbst. Er besaß einegründliche wissenschafft in denen alterthümern, der natur-lehreund denen Morgenländischen sprachen, und ist an. 1731. ver-storben. Man hat auch voll ihm den entwurf eines tractats deCornubus & Cornutis , und ein Specimen antiquae Rei Mone-tär!» Danorum , Cvppenhagm 1701. in 4to . Sonst hat erauch viele andre philologische, historische und antiquarischeschriften hinterlassen, deren Verzeichnis Rauppach de praesentistatu rei litterariae inDania, p. 106. UNd die VVN ihm ÜbergNN-gen. worden , Thura in idea bist. littet. Danorum erzehlet.Gelehrte Zeitung 17;'. p- ;89.
Birchilo/ oder Biretilo/ ein söhn Guntrami, Grafen vonHabsburg , wird von etlichen vor den stamm-pflantzer derer Her-tzoge von Zähringen gehalten , und hatte im Eltzen-thal seinenHöf-sitz, lebte um die mitte des X. saeculi, speneri sylloge ge-neal. h.ftor. p. 7. £uc <3 Fürsten-saal , p. 119.
Birckbeck, ( Simon ) ein Englischer Zaccalaureus Theo-logiae und Vicarius der kirchen zu Gollingen und Forcet, warzu Hombei in West-Morland gebohren, und starb an. 1696.den 11. stpt. Er ließ in Englischer spräche Vindicias Protestan-tium , Londen 1629. 1634. 1639. in 4to; und cum addita-mentis 1637. in fvl. Responsionem contra Antidotistam Ponti-ficium , ib. 1697. Confirmationes cordis und einen tractat deMorte, Judicio, Inferno & Coelo. Wood.
t Birckenfeld- Christianus II. Pfaltzgrafzu Birckenfeldstarb den 26. april i?!?. Ihm folgte fein söhn Christianus Ilsewelcher an. 1731. auf absterben Gustav» Samuelis, welchessich den 17. sept. besagten jahrs zutrüge, das Hcrtzogthum Zwey-brücken prätendirte, und endlich in einem den 23. dec. 17?;«mit Chur -Pfaltz errichteten verglich erhielte, an dessen statt aber-Veldentz und Lautereck abtrat. Siehe Zweybrucken.