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rück , darauf sie wieder an das geschlecht Metternich von Bon-sche>D gegeben wurden. Ausser diesem haben wir eine Felicitas,an Michael Ludwig von Jnstingen vermählt, im -s.jahrhun-derte, beym Crusto, l.c. tom. III. lib. VI. c. 7. p. 16. und^ un lahr I3 14. von wegen Marggraf Christophsvon Tatzen , der wegen damaligen bauren-ausstandes angestell-ten Versammlung emlgcr Fürsten beygewohnet, beym Crusto ,c j 4- P- rtefunben , die wir aber Nichtwissen,wohin sie nach genealogischer ordnung eigentlich zu setzen. Daswapen ist eine Damds-Harffe im goldenen selbe. Auf dem Hel-me befindet sich em gecronter manns-kopf mit silbernen fliegen-den haaren, dle statt der Helm-decke auf beyden feiten herunterhangen, wapenb. I. p. 122. Spener. hist, insig. part. gen.c. 6. §. 24. p. 318.
Eandscron, ( Pradislaus ) lebte im 16. jahrhnnderte anden Nußischen grentzen, und brachte sich sowol durch studi-ren, als reisen, eine grosse kriegü-wisseuschafft zuwege; sinte-mal er nicht allein gantz Europa durchreiset, sondern auch nachJerusalem und verschiedenen Barbarischen Reichen gegangen,wo er viele zum kriegs-wesen etwas beytragende dinge erlernethatte, welche er nach seiner zurückkunft zu seinem nutzen an-zuwenden wußte, auch darauf, als er unter den soldaten dien-ste bekam, vieles änderte und anordnete, vieles wieder aufdenalten fuß setzte, und strenge zucht hielt. Sonderlich that ereinsmals mit dem Feldherrn der Zaporvvischen Cosacken eineneinfall in die Tartarey, und trieb , nachdem er viele Tartarnniedergemacht hatte, 30000. stück Vieh und 300. pferde mit sichhinweg. Nach diesem schlug er die Türcken bey Bialogrod,hielt auch verschiedene blutige treffen mit den Teutschen, welchein Preussen einfielen , und schickte die gefangenen an den Kö-nig Sigmund I. nach Thoren. Als die feindseligkeiten mit denTeutschen Rittern beygelegt worden, lag er beständig zu be-fchützung der grentzen in Podolien , weil er es vor eine alteund löbliche gewohnheit hielt, mühe anzuwenden, im kriegeberühmt zu werden. Seiner leides-beschaffenheit nach war erlang, Ihres und behende; dem gemüthe nach auf rühm undehre im kriege begierig , verachtete, jedoch nicht ohne nöthigeklngheit, alle gefahr; besaß eine gute erfahrung; war freyge-big und glücklich, hatte sich auch über dieses bey den soldatenin gantz besondere gUNst gefttzet. Staravolscius, Sarmat. bel-lator. n. 77.
Landscron, (Stanislaus) ein bruder des vorhergehendenPradislai, war gleichfalls in sprachen und wissenschafften wohlerfahren, und legte seine erste kriegs-schule, da er nunmehroerwachsen, in dem lager Nicolai Cameniecii ab. Nachge-hentzs gieng er mit den völckern , so dem Wallachischen Wöy-woben gegen die Türcken beyzustehen geschickt waren, mit nachder Wallachey, und brachte sich hierdurch grossen rühm unddes Königs gnade zuwege. Hierauf ward er einem flügel derreuterey vorgesetzt, wohnte dem treffen bey Lopusua gegen dieTartarn bey, und schlug dieselben ohne eines andern anfuhrungoder befehl bey Buscum. Nach diesem schlug er unter MartiniCameniecii und Johannis Juorovii anfuhrung im jähr 1516.die Tartarn in die flucht, und befreyete dadurch viele gefan-gene. Als sie aber in eben diesem jähre verschiedene Polnische landschafften durch streifereven beunruhigten, bot er gegen dasende desselbigen den Podolischen Adel auf, rückte ihnen mitdemselbigen entgegen , lieferte ihnen einige blutige treffen,nahm ihnen die beute wieder ab, und schickte die gefangenenan den König nach Vilna. Er ward deswegen auch der land-schafft von Caminieck vorgesetzt, und bewies sich darinn nichtweniger gerecht, als tapfer, that auch den feindlichen streife-reyen, als er einige ihrer anführer hingerichtet hatte, einhalt.
Staravolscius , Sarmat. bellat, n. 79.
+ Eandöhut. Hievon hat sich vor diesem eine besondere
Hertzoglich-Bayerische familie geschrieben. Crusii annal. Suev.P. III. lib. II. c. i.lib. VI. c. 18. (Siehe Bayern im Lexico.)Der letzte Schwäbische Hertzog, Conradinus, wurde allda nichtnur an. 1232. den 23. mertz gebvhren, sondern auch erzogen.Crußus , P. III. lib. II. c. 10. Um das jähr 1340. haben die Do-minicaner-Mönche zu Landshut aus feindschafft gegen dem Kay-ser Ludwig, welcher Hertzog Heinrichen in Bayern bekrieget,ihre kirche geschlossen, und auch nach Heinrichs tode keinen got-tesdienst gehalten. M. Stem-wn-g. MSct.
§ands-Rnecht, ist vom Land-Knechte unterschieden, undbedeutet einen soldaten. ciuverius , Germ. antiq. 1 . 44. p. 296.Gärtner, übers Sächsis. Land-Recht, an. 66. p. 306. tjht,de Ministetial. 7. §. 334. Es fragt sich aber, ob die fiißgän-ger oder die reuter mit diesem nahmen beleget worden. Wannman bedencket, daß der nähme eigentlich Lantz-Rnechl oderLanz-Rnecht yeissen sollte, wie man ihn auch so geschriebenfindet, und also solche leuthe darunter zu verstehen wäre», dielantzen geführet , wie solches aus Achill . Pmninii Gassari an-nal. Auglloburg. ap. Mencken. (cript.rer. Germ. tom.l. p.1709.beschreibung klar erhellet, so möchie man glauben, baß diesernähme nur den reutern zukomme, weil diese eigentlich nur lan-tzen gehabt. Tehnum , de bell. cum civit. Brunfuic. apudLetbnu. script. rer. Brunsuic. tom. 11 . p. 93. Nichts destvwe-niger wirb auch beym Unresto, ebron. Auiir. apud Hahn. col-lect. monum. inedit. tom. I. p. 743. dieser nähme mit klaren«orten dem fuß-volcke zugeschrieben, weiches, wie auch auö
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dem Gassero 1 . c. und Walthcro Jsenberg zu ersehen , zuerst un-ter Kuyfer Maximiliano I. aufgekommen. Senchnbcg. seiest.Jur. & hiit. tom. 111 . p. 481. scqq. Wie man dann auch inalten gemählden gantz klar siehet, daß auch dieses dergleichenWaffen geführet. üniv. Lexicon.
Langalerie, (Philipp von Gentil, Marquis von) Ritter >Au' von la Mothe-Charente, Thone-Boutonne und Biron tRitter des ordeng St. Ludovici, erster Baron von Taiistvuges,u. |. w. war auö einem guten Französischen geschlechte enifprossffn,und diente im anfange des Spanischen succcßions-krieas inItalien , unter der Französischen armee mit gutem rühme erstals marecbal de Camp bet) ber emulierte , hernach als Gene-ral-Lieutenant. Im jähr 1706. aber verließ er die Französifthendienste, weil ihn, wie er in einem besondern damals verfer-tigten manifest vorgegeben, der Französische Kriegs-MinisterChamillard beleidigt, und ins gefangnis wollen werffen lassen,oder, wie andere melden, weil er die in Italien gezogenen con-trlbuttonen untergeichlageu, buch deswegen zur rechenschafft ge-zogen werden sollen , und gleichwol den vorfchlag desHerüogsvon Vendüme, der viel auf ihn gehalten, und sich erboten,bey dem Komge gnade vor ihn zu erlange», auch allenfalls vordie vermißten geld-summen gut zu seyn, nicht annehmen wol-len. Er gieng also m gedachtem jähre erst nach Venedig , undsodann nach Wien , ward daselbst Kayserl. General von der ca-valerie, wohnte dem entsatz von Turin bey , und erwies in vie-lem und folgendem jähre in Italien bey verschiedenen qelegen-heiten grossen muth, worauf ihm im jähr 1707. m Franckreichseine gülher durch einen Parlements-schluß consiscirt, und erselbst des lebens verlustig erklärt ward. Weil er nun glaubte,baß an dem Kayserl. Hose seine Verdienste nicht sattsam belohnetwürden, und mit einer person von hohem siande darüber instrettigkeiten gerieth , |o verließ er auch die Kayserlichen dienste,und gieng , nachdem er sich dem Könige von Schweden , Caro-lo Xll. vergebens angeboten, an. 1709. nach Berlin , wo ihnder damals daselbst gegenwärtige König von Polen , Augustus,zum General der fremden cavalerie in Litthauen , und zumObersten zweyer regtmenter in diesem Groß-Hertzogthume mach-te, welche bedienungen er zwar eine zeitlang führte, aber auchnicht lange damit zufrieden war, sondern viel höhere würdenbegehrte. Im jähr 1711. bekannte er sich zu Franckfurt an derOder öffentlich zur Reformirten religion, heurathete auch umdiese zeit, nachdem er den tod seiner ersten gemahlin aus demHause Simiane erfahren, ein Fräulein von dem geschlechte laForce, so der religion wegen aus Franckreich geflohen war,und bald zu Berlin , bald zu Cassel lebte. Nachdem er sich andem letzten orte eine weile aufgehalten, gieng er im jähr 1713.nach Holland , fieng daselbst an in der H. Schrift zu studiren,machte, ob er gleich keine grund-sprache, auch nicht einmalLatein verstünde, anmerckmigen über verschiedene Schrift-stel-len , sonderlich aus den Propheten und der Offenbarung Jo-hannis, und ließ schon damals einige schwärmerische schrif-ten drucken, darum er unter andern vorgab, daß ihn GOttausersehen, alle religione» zu vertilgen, und eine neue zu stif-ten , suchte auch auf verschiedene weise, wiewol vergeblich,sowol bey einigen Holländischen kaufleuthen, als bey den Ju-den, zu ausführung seines Vorhabens gelb zu erheben. Imjähr 1716. ward er im Haag mit einem abentheurlichen men-schen , der sich einen Landgrafen von Linange , und des Röm.Reichs Fürsten von Chadonnois nennte, und viele unbekannteinsuln entdeckt zu haben vorgab, auch eine handlungs-compa-gnie auf dieselbe anrichten wollte, ingleichen mit einem Tür-ckischen Aga, der sich als Abgesandter im Haag aufhielt, be-kannt < und errichtete mit diesem letzter» einen vergleich , dessenvornehmste absicht dahin gieng, daß er und der sogenannte Land-graf mit hiilffe des TÄrckischen Kaysers den Papst bekriegen,und wann Rom erobert seyn würde, einige insuln aufder Mit-telländischen see einnehmen, und dieselben zum eigenthum be-sitze» sollten, worauf er den tilul eines Groß-Marschalls denTheocratie des Göttlichen Worts annghm. Im jähr 1716.erschien er, nachdem er bisher gar elend aufgezogen war, aufeinmal sehr prächtig, kaufte eine grosse menge' warnen ein,nahm gantze familicn in seine dienste, streckte ihnen, unterdem vorwande, daß er sie nach einer cvlonie führen wollte, geldvor, und gieng, nachdem er dem Linange befohlen, diese lcu-the nachzubringen, im monat may zu sthiffe, ward aber aufbefehl des Kayserl. Hofs, der vorher bey den General-Staa-ten um seine verhafftung vergebens angesucht haben soll, zuStade gefangen genommen, und endlich nach Wien gebracht,wo er am 18. sept. an. 1717. im gefänqnisje verstarb. Manhat ihm von feiten dieies Hofs schuld gegeben, daß er würcklichmit der Pforte ein geheimes Verständnis gehabt, und in Un-garn etwas zu derselben besten ausführen wollen. Lambeni,mem. tom. IV. p. 126. 404 . De laMotraye, voyage tom. II.p. 173. Mercur. hiß. & des du Cabinet , 1713. 1716. FabevSStaats-Cantzley, tom. XXVII. p. 824.
Aangdale, ( Marmaduke, Lord von) that in den innerli-chen kriegen unter Carolo I. demselben gute und getreue dienste.Anfangs warb er zu dessen diensten, auf seine eigene kosten, dreycompagnien zu fuß , und 70. mann zu Pferde , womit >r veyCorbridge in Northumberland eine feinbllche partev Schöltenin die flucht schlug. Nachgehends commandirre er ein detasche-ment wider den Obersten Rosseter , in Lincolnshire , über den
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