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Zweyter Theil
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endlich im 1923. jähre , nachdem er seinen ältern bruder zuPenigk besuchte, daselbst in eine kranckheit, woran er auchstarb. Meters Nachrichten von den Burggr. zu Leißnig beySlruven im hist. und polit. Archiv , I. x>. 163. seqq. apudMencken. script. rer. Germ. tom. III. p. 1164. seq. Tbam-mius , chron. Coldic. apud Mencken. 1 . c. tom. II. p. 673.Fabricii annal. urb. Misn. II. p, 164. ad an. 1494. III.p. 178. ad an. 1518. origg. Sax. VII. p. 84°- Sehattgen.append. chron. "Wurc. p. 22. Excerpt, ex Man. Pirn. apudMencken, I. c. tom. II. p. 1466. Albinus , geneal. Com.Leisnic. apud Mencken. 1 . c. tom. III. p. 916. seq. Scbveartz.not. 92. seqq.

Eeißnig 1 (Hugo oder Hauck , Burggraf von) der ältestesöhn Burggraf Georgens I. warum das jähr 14; 8 . geboh-ren, lag gleichfalls, wie seine brüder, anfänglich auf der ho-hen schule zu Leipzig dem studiren ob , und begab sich her-nach an den Hof Hertzog Albrechts zu Sachsen . Im 1488.jähre reiscte er mit diesem in die Niederlande zum Kayser Ma-ximilian» 1. und brachte sich durch seine lügend und tapfcrkeitsolchen rühm zuwege , daß er von den vornehmsten geehrt,vom Kayser selbst aber geiiebet ward. Er war auch deswegenmit unter denjenigen, welche die Printzeßin Annam von Bre-tagne , welche dem Kayser verlobt war, abholen sollten. Ergelangte auch glücklich hin , hatte aber auf dem rückwege dasUnglück , daß sie auf beseht Königs Caroli VIII. in Franck-reich angehalten ward. Ob er sich auch gleich darüber be-schwerte , so ward ihm doch zur antwort, man habe ihm,nicht aber der Printzeßin, sicher geleite zugesagt; deswegener mit betrübtem gemüthe zurück gereiset , sich auch oftmalsbeklagt hat, wie er hiednrch nicht geringen schaden gelitten,da es ihm widrigen falls zu höchsten ehren und nutzen gerei-chen können, so er sie glücklich angebracht hätte. Er begabsich darauf zur ruhe, und ward regierender Herr zu Penigk;konnte aber dennoch auch in folgenden zelten nicht unterlasse»,in Ungarn , Frießland und anderwärts «einen helden-mnlh zuzeigen. Bey Hertzog Georgen zu Sachsen , dem er am altergleich war, ward er zu den geheimsten berathschlagungen ge-zogen, hals auch im jähr 1906. die stadt Groningen in Frieß-land belagern, und führte im 1514. jähre bey delagerung derstadt Dam die sogenannten fchwartzen oder küraßier-reuter an.Er wohnte auch zuvor und hernach verschiedenen Sächsischen Vermählungen bey, und holte im 1522. «ahre auch unter an-dern mehr' die Chur -und Fürstlich-Sächsische lehen bey demKayser. Bn, dem banren-aufruhre im >ahr 152z. ermähnteer seine Unterthanen aufs freundlichste und gütigste, sich vordergleichen in acht zu nehmen ; da aber dem ungeachtet einigewiderspenstige das gegentheil thaten, verfuhr er gegen sie, wiebiliich» mir der strenge. Im jähr 1527. >vard er auch beygefährlich anscheinenden umständen zu Freyberg zum Oberst-Feldherrn in Meisten erkläret. Sonst >vird ihin nachgerüh-met , daß er seinen Unterthanen nicht als ein beherrfcher mitder strenge, sondern als ein regierer, ja als ein valter mitgelindigkeit vorgestanden, und sich auch, >veil er bey feinemLandes - Herrn, Hertzog Georgen, in grossem ansehen gewe-sei,, bemühet habe, es dahin zu bringen , daß seine Unter-thanen nicht über die gebühr beschweret «vürden. Daher esdenn auch kein wunder gewesen, wenn er bey seinem begräb-riisse von jederman, auch von den Adclichen selbst, welchen eroft in betrübten umständen behülflich und beyräthig gewesenwar, sehr beklaget und betrauert ward ; zumal, da mit ihmzugleich das gantze gcschlccht dieser sehr alten und berühmtenHerren ausgieng, und seine Unterthanen auch uunmehro sichdes trostes , den sie vielleicht aus seiner nachkommen schafftschöpfen können, beraubt sahen, wie er sich denn auch ofterklärt haben soll, Penigk mit etwas, es möchte auch seyn ,womit es wollte, zu begaben ; welches jedoch wegen seines«nvermutheten absterbens, und da dieienigen, so zu ihm ge-wollt , allemal abgctviescn worden, nicht zu stände gekommen.Mevers nachr. von den Burggr. zu Leißnig bey Gtruvcnim bist. und polit. Archiv, I. p. izt. seqq. 170. seqq. apudMencken. script. rer. Germ. tom. III. p. 1158. seqq. 1168.seqq. Thammius, chron. Coldic. apud Mencken. 1 . c. tom. II.p. 67;. Fabricius , origg. Sax. VII. p. 8-6. 854- 887 - Lo.bineau , histoire de Bretagnetom.il. p. 152;. kOackeNS be-schreib. Dreßden, p. 340. 34;. 349. Spalatinus , vitt. aliquotElect. Sax. apud Mencken. 1 . c. tom. II. p. 1105. de liberisAlberti Duc. Sax. ibid. p. 2129. Mtelleri annal. Freyberg.II. p. 137. 184. Excerpt, ex Man. Pirn. apud Mencken. I. c.tom. II. p. 1482. seq. Albinus , geneal. Com. Leisnic. ap.Mencken. 1 . c. tom. III. p. 911. seqq. Scbveartz. nott.Müller. Sachs, annal. p. 76.

. §ela , eine bey den Persern vor heilig gehaltene frau, so inder stadt Rom eine mvjquee und neben derselben eine prächti-ge caravansera und grosses gast-haus vor die armen und frem-den erbauet; soll, nachdem sie eine zeitlang ein sehr strengesleben geftchret, und in eine lödtliche kranckheit gefallen, vonGOtt den äugen der menschen entzogen worden seyn, und sollniemand wissen, wo sie geblieben. Dappers befchr. Perf

Vag. 30.

oder Lemburg, Lomberg, ein schloß in der

Grafschafft Bitsch , ward im ,ahr 1972. im nahmen desLer-tzogs vo» Lothringen , von dem es halb zu lehen gieng , dem

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Grafen zr, Hanau-Lichtenberg weggenommen, und Lothringen gäntzlich unterworffen. Zeileri topogr. Palatin, zugäbe p. 9.Schardius , epit. rer. gest. sub Imp. Maximil. II. in script.rer. Germ. tom. IV. p. i84-

Lembke, (Johann Philipp) ward zu Nürnberg den 1»may an. 1631. gedohren, und ließ in seiner ersten jugeni»alsbald einen fertigen geist und grosse neigung zur zeichen-unbmahler-kunst von sich spüren. Nachdem er nun den gründ da-von in seinem geburts-orte gelegt , begab er sich zu MailhäoWeyern nach Hamburg in die lehre. Weil nun Weyerkünstlicher pferd-mahler war, als applicirte sich Lembke unterseiner anführung mit ungemein glücklichem sorlgang aus bieVorstellungen von seid - schlachten. An. 1690. kam er wiedernach Hause, hielte sich eine zeitlang bey Georg Sträuchen auf,und verfertigte allda vor hohe liebhaber verschiedene schönedataillen-stücke, unter welchen der streit zwischen den Ismen,ten und den Amalekitern sonderlich hoch gehalten ward An'1693. begab er sich in Italien , und beförderte svwvl zuRvnials in Venedig , theils nach eigener art, theils nach emes P-wiffen Burgundifchen Jesuiten maniere, viele jähre lang sänkunst-studiuni so weit, daß er an. 1673. als ein grosser Mei-ster nach Nürnberg kam. Allda verfertigte er nun sehr vielestücke von jagden, selb-schlachten, belagerungen, allerhaOscharmützeln zwischen Christen und Türcken , und ziereie ßesämtlich mit so schönen affecten und erfindungen, daß er ßchaller orten einen grossen nahmen erwarb. An. 1683. ward ervon Carolo XI. Könige in Schweden , durch ein eigenhändigesscyreiven nach Stockholm beruffen, allwo er denn auch noch,«,die 30. jähre unzehliche vorlrefliche kunst-stücke verfertigte,und erst an. 1713. in dem 82. jähre seines alters, in ledigemstände, mit tobe abgieng. Doppelmayrs Nachricht von denNürnbergischen künstlern.

Eemeno, (Franc, de) gebohren zu Lodi im jähr 1634.den 19. febr. war im Rechten wohl erfahren, und erhielt aa-sehnlicye bedienungen, danckte aber ab, war mit in drrAca-demie der Arcadum, schrieb einige Italiänische gestellte, son-derlich aber eins unter dem titul : II Leo, von Göttlichen ci-genschafften, und starb im jähr 1709. Tbom. o„,,,me.morie de alcune virtu dei Sig. Conte Francesco de Lemenocon aicune risteiOoni su le sue Poesie , Mayl. 1706. in 8.1719. Le vite deg/i Arcadi illuflri , P. I.

Eemnius, ( Simon) war zu Luther! zeiten Magister Phi-losoph zu Wittenberg , und ein geschickter Poet , eichst»aber im jähre 1938. durch herausgebuug seiner Epigramma,tum , darum er die gantze Academie, und sonderlich Luthl-rum, heftig durchzog , auch den Churfürsten von Sachsen »»dLandgrafen von Hessen satyrisch angriff , viel unruhe an. Wes zur untersuchmig komme» sollte, ward er stüchtig, undbe-gab sich nach Halle zu dem Ertz-Bischoffe und Churfürsten vonMayntz, Alberto ; zu Wittenberg aber ward er auf ewig cminfamia releairl. Er ist endlich im jähr 1990. zu Chur inBündteu gestorben. Seckend. bist. Luth. III. §. 6z. n. 27.Borricbius , de Poetis.

Lemovier, oder Leincwev , nach Crusso Schwab, chw».P. I. lib. I. c. 3. p. 14. und Spangenbergen Mannsf. chm.13. p. 13. Leimover , odcr Lcmover, Lemgover, lal.Lemovii ober Lemobii, ein Suevlsches volck, so vor zeiteiuinder Pommerischen küste neben den Rügen genwhnet, und mTaeito de rnorib. Germ. 43. unter die vvlcker gesetzel wird,die wider die gewvhnheit der Teutschen runde schilde und sichaewehr führten , auch ihren Königen sehr gehorsam warm.Nach Allhamcrn scbd. in Tac. apud Scbard. script. rer,Germ. tom. 1 . p. 34. Crusso und Spangenbergen II. cc, sol-len sie in Liefland gewöhnet haben ; nach Friederdorn chron,Stetin. I. p. 2. Cluverio introduct. geogr. 111 . 2. und MÜM0Pommerl. I. 19. p. 16. aber zwischen der Pcnc und Ucka inPommern . Die meisten aber halten es mit Cluverio 6»antiq. III. 39. wo er seine vorige meynung ändert , und se-tzen sie in Ponimern und Preilssen zwischen die Wipper »ndWeielisel, in die gegeud Stolpe, Laueudurg, Büww-Herle«Putzick und Dantzig, da der fluß Lebe und die stadt Lauen-oder Lebenbnrg, welche auch Lemburg genannt, gefunden wird,tk. d. g. m. noch von den vorigen eimvohuern dieser gWdzeugen sollen. Danckwerths befchr. Schleßw, und Holstcm,

I. 7. p. 49. Micral. Pommerl. 1 . 19. p. 16. seq. CeOurmhnotit. orb, antiq. II. 9. p. 384. Hartknncb. origg. Pomer.

§. 3. apudUnwgow. Pomeran. diplomat. p. 39. Imickttö an-lest. zur mittl. geogr. II. 1. p. 102. tienius , notit. «tt.Germ. popp. II. 2. §. 21. p. 79. Von BÜNckU, Te»ss^

Kayser - und Reichs-hist. p. 1 . lib. 1 . p. 39. Von Falckcwstein , Nordg. merckiv. II. 1. §. 73. not. 6. p. 89- L-UMlvig, Würtzb. gesch. schr. vorbereit. VI. p. 76. Vithmam,not. ad h. 1 . Taciti. Laearrius , ad 1 . c. Es MllthlwMaber Danckwerth , daß die Gytbones als Nachbarn derbem»-vier in der gegend Dantzig mit unter die Lemovier gehorlya-ben möchten.' Doch da er die Gothen oder GothonenGvkhonen von einander unterscheidet, welche hingegen amwvor eins halten, kan man ihm, so lange die gegcnleltlae Mi-nung nicht genugsam widerlegt, und als irrig bewiesen wor-den , nicht so schlechter dings beyfall geben. Was denme» der Lemovier anlanget, so holet ihn Pratorius orb. bow.III. 6 . von dem Worte Lemovl oder glückseligkeit her;