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2. Es will aber nicht genug ſeyn mit dem Höaben/
2 Wie wir
es gehsret auch darzu das Behalten. Dann das ſo wir
Es iſt eben eine ſo groſſe tugend/ das Gute zu be-halten/ alß zu vberkom men. Darumb ſagt allhie der| Herꝛ: Behalte/ was du haft, Wie gehet diſes Be-halten zu? Auff eine zwyfache weiſe.
Erſtlich/ durch Chriſtliche ſorgfaͤlt igkeit, darzu
wir hin vnd wider vermahnet werden: alß da Paulus ſagt: Schaffet/ daß jhr ſelig werdet mit forcht vndier eren. Vnd widerumb: Biß nicht ſtoltz noch ver-meſſen/ ſondern foͤrchte dich.|Es weiſet aber diſe ſorgfaͤltigkeit nicht das auß/ daß
der Menſch feines heils vnd ſeligkeit halben in ſtaͤtigemzweiffel vnd ſorgen ſtehe. Dan ſolches were dem Glauben
Qn minor at virus, Jus m Juærere, Hart usr.
haben/ beshalten ſol-len;
Don derChriſt lichẽſorgfaͤltig-keit.
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Rom. II. 20.
zu wider/ welcher da iſt eine beſtaͤndige zuverſichtderen dingen/ die man hoffet: ſondern/ daß derMenſch/ hindan geſetzt aller fleiſchlichen ſicherheit vndvermeſſenheit/ ſich befleiſſe feinen Glauben vnd gutesGewiſſen zu bewahren/ damit er nicht darumb komme.Seinen Glauben zwar/ damit ſolcher weder durch ver-fuͤhriſche ſrꝛthumhen/ noch durch ſchwaͤre anfechtungenvnd verfolgungen vmbgeſtoſſen werde: ſein Gewiſſenaber/ damit ſolches nicht durch mutwillige vnd fůrſetz-
| liche ſünden beflecket vnd verwundet werde. Da dann der| Menſch ſich zugleich für allem anlaß vnd anreigung derfunden/ alß da ſind/ die wollüſte diſer Welt/ der müſſig-gang/ boͤſe geſellſchafft vñ dergleichen/ ſorgfaͤltiger weiſe
ſten muß.
Darzu gehöͤret auch/ daß der Menſch die gaaben/
fo er erlangt hat/ je laͤnger je mehr vermehre/ vnd ebendas thůe/ was ein geitziger Menſch. jrdiſchen ſa-
Heb. r1. I.
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