Chriſtliche
ten/ alte und kluge Neut/ Haupt leuth und Obri-ſſten/ Rahrgeber und kluge Redner. Oder war erDeutz 5 nicht ergrimmet über Iſraeſ? da er demſelben den theu-ren Moſes entzogen. War er nicht entbrandt uͤber Ju-Jof24.27. da? da er ihm den tapfferen Joſuam genommen. Könteaber/ liebe Hertzen auch etwas erſchrocklichers/ klag-wurdigers und beweinichers erdacht werden? als aberhaben einen ergrimmeten S Ott im Himmel. Dannder Zorn eines nur ſterblichen Königs iſt wie ein Low/was ſolte dann wol ſeyn der Grimm eines allgewalti-gen und ewigen Gottes? Alß die Vnderthanen in Cy ⸗-bheretimæ rene an ihrer Pheretima harten eine zornige Koͤnigingrauſmnteit fiel auff fie ein unerhorter Jammer; dann fie lieſſe/ ohnvid, Theat, alle Barmherzigkeit/ der armen Buͤrgeren ihre Leiber/. umb die Statt herumb/ auff geſpitzte Pfahle ſtecken: den.|Weiberen aber lieſſe fie die Vrüſte mit Gewalt vomLeibe reiſſen/ und offentlich aufffencken. O des ſam-
merlichen Spectaculs und erſchrocklichen Jammers! was In
hat dann wol/ liebe Menſchen/ ein Land/ ein Volck zu|erwarten/ wann es einen erzoͤrnten& Ott hat? dannrſal os 33. wann er zornig iſt/ verkehrt er das Waſſer in Blut/er gebietet dem ungeziefer aller Erden/ an ſtattRegen/ ſendet er Hagel und Fewrflammen in dasLand. Sind aber die ſes alles Effecfa oder Wurckun-gen eines ergrimmeten Gottes oder Göttlichen Grins;Ach! fo überzeugen uns deſſen/ über unſer geliebtesVatterland/ ſelbige alle! ſon derlich die traurigen Fewr-flammen/ die wir innert/ faſt nicht mehr/ als einer Jahrs-friſt haben geſehen auffgehen/ nicht nur in einem unddem anderen ſondern allen dreyen Pündten. Muͤſſenwir dann/ O ihr lieben Puͤndtner/ bedeuter maſſen indem Tod eines theuren Regenten/ ſehen ob uns ſchwe-
. ben den——————————