Pfliclitreise, bei der das Vergnügen zurücktreten mußte. Verstärktwurde dieser Stimmungsumschlag durch Unwohlsein des Herrn C., derunter Fieber und Leberdruck litt und sich mit allerlei Medikamentenbehandelte, die auch für die Mitreisenden nicht angenehm wirkten.
Nach Epi, wo neben Meie die bedeutendsten französischen Pflanzungen sind (es wird hauptsächlich Kaffee gebaut), fand uns derfolgende Tag in Port Sandwich auf Malekula . Wir waren die Nachtdurch gefahren, nahe an Ambrym vorbei. Die rote Glut des Vulkansbeleuchtete des Nachts düster den Qualm, der über den Kratern hing.Am Tag sahen wir nur schwere graue Wolken, die sich auf den HöhenAmbryms wälzten, als verbärgen sie ein häßliches unheimliches Schauspiel.
Port Sandwich ist der sicherste Hafen der Inselgruppe. Es istbezeichnend für den seemännischen Sinn Cooks, daß er gerade diesenHafen, dessen enge Einfahrt nicht leicht zu finden ist, als erster ent-deckt hat. Weil Port Sandwich außerdem sehr zentral liegt, so wirdes fast von jedem Schiff angelaufen. Hinter dem schmalen Eingangverbreitert sich die Bucht bedeutend, und verläuft dann nach Süd-westen zu in einem sumpfigen Flußlaufe. Vom Ankerplatz sieht mannicht aufs Meer hinaus; man könnte sich in einem stillen Binnenseewähnen, denn auf allen Seiten sieht man nur düster bewaldete Ufer,deren Bäume bis dicht ans Wasser reichen.
Das Losungswort war auch hier gleich nach der Ankunft: Tauben-jagd. Ich zog es aber nach kurzer Zeit vor, mit dem Sohne desdortigen Pflanzers die nahen Eingeborenendörfer zu besuchen. Hiersah ich zum ersten Male die wirklichen, echten Wilden.
Es wird wohl kaum jemand, der für derartiges empfänglich ist,nicht die Weihe des Augenblickes empfinden, wenn er zum erstenMale dem unverfälschten Naturmenschen gegenübersteht. Treten wirzum ersten Male in die Tiefen des Urwaldes mit einem frommenSchauer ein, so stehen wir in verstärktem Maße vor einer Offen-barung der Natur, an den Tempelstufen eines Heiligtumes, vor derunverbildeten Natur selbst, wenn zum ersten Male ein nackterdunkler Mensch vor uns auftaucht. Unhörbar hat er sich durchsDickicht gewunden, und die Zweige geteilt, unerwartet steht mansich auf dem engen Pfade gegenüber, wir staunend, er scheu.Nur wenig hebt er sich ab vom Grün der Büsche, und von dendunklen Schatten in der Laubwand, eingegliedert in die schweig-same, üppige Natur, ein uns fremdes Wesen: ein Stück Natur selbst.Ein Wort bricht das Schweigen, Verständnis huscht über seine Züge,und was uns zunächst als ein fremdes, eher zum Tierreich gehöriges
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