Am anderen Morgen war der Strand einsam. Frauen und Greisefuhren still in ihren Booten ah, die Kinder spielten und plätschertenwie sonst, aber es fehlte die Lebenslust und Freude, das fröhlicheHin- und Herrufen, es fehlten die schönen braunen Gestalten der jungenMänner. Die Alten waren mürrisch und trübe und sprachen davon,an einen abgelegenen Ort auszuwandern; ist es verwunderlich, daß derganzen Rasse der Lebensmut fehlt, daß Kinder ihnen ein unerfreulichesGeschenk sind, dessen sie sich gern entledigen? "Welche trostloseTraurigkeit tönt aus den Worten, die ich einst von einer jungen Frauzu hören bekam: „Warum sollen wir Kinder haben, unsere Zeit istvorbei, seit der Weiße gekommen ist; es ist besser, wir sterben.“
Und sie sterben. Wo es früher von Menschen wimmelte, ist esheute einsam. Alle jene den großen Inseln vorgelagerten Eilande, außerVao und den Nachbarinseln, die früher dicht bewohnt waren, sindschon heute verlassen; wo vor zehn Jahren noch zahlreiche Dörferwaren, sind jetzt tote Ruinen. In den letzten sieben Jahren ist ineinigen großen Gebieten die Bevölkerung auf ein Drittel ihres Bestandeszurückgegangen, in fünfzehn Jahren wird von einer eingeborenen Be-völkerung kaum mehr zu sprechen sein, und in einem Menschenalterwird man schwerlich mehr Eingeborene finden.
Dieses Ereignis verminderte meine Aussichten, in Yao Diener zufinden, bedeutend. Alle jungen Leute, die irgendwie daran gedachthatten, wegzugehen, hatten helfen müssen, die Zahl der verlangtenArbeiter vollzumachen, so daß alle meine Überredungskünste ver-geblich waren.
Der Kutter des Paters war ausgebessert, darum stand der Abreisenichts im Wege. Wir nahmen vom gastlichen Yao Abschied und fuhrennach dem Canal du Segond.
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