Auff Hüglen ſpringet er/ wer kan ſich hm verbergen?Trutz aller Feinden Grim̃:Mein Freund iſt einem Reh/ und jungen Hirſchen gleich/(.)Der helffen kan geſchwind/ und machen ewig reich/—Verbirgt er ſich ſchon heuth/So iſt er doch nicht weit.
VII.Sih/ Sih! Er ſtehet dortNur hinder unſrer Wand/ und ſihet durch das Fenſter/Durchs Gitter gucket er: Mir wird darumb nicht aͤngſter;Dann fo ſpricht bald mein Hort:(10.)Mein Freundin ſiehe auff/ mein Schöne kom̃e her/Der Winter iſt dahin/ es regnet auch nicht mehr/ n)Die Erden weiſet dir(1 2,)Nun aller Blumen Zier.VIII.
Die gruͤne Lentzen ZeitKom̃t prächtig jetzt heran/ die Aeſte ſich verwirꝛen/Mann hoͤrt in unſrem Land die Turtultaube girꝛen/Der Som̃er iſt nicht weit/Die knoten ſteigen ſchon am Feigenbaum empor/(1 3.)Am Weinſtock drucken auch die Augen ſtarck hervor/Vnd geben in der Lufft/Ein guten Biſem⸗dufft.IX.Mein Freundin ſtehe auff/Mein Schoͤne komm zu mir/ kom/ kom̃ du meim Wonne/Wann dich die Hitze brennt/ zu deiner Lehens⸗SonnẽeNicht eylig deinen Lauff:.|Du meine Daube/ die ich wunderbahr erhalt(14)In holer Felſengrufft/ kom̃ zeig mit dein Geſtalt/Dein Sam laß hören mich/Dann fie macht lieblich dich,