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Nun kann ich kaum mehr zweifeln, daß sein Phi,lanthropinum zu Stande kommen, daß es eine frucht-bare und glückliche PAegmutter vieler vortrefflicher Män-ner abgeben werde, welche dereinst durch die ihm ab-gelehrnten Tugenden und Gefchicklichkeiten, mancheunsrer elenden Schulen in schätzbare Pflanzschulen vonMenschenfreunden verwandeln werden.
Von Herzen wünsche ich Ihnen und Herrn Ba-sedow Glück, zu der Verbrüderung Ihrer menschen-freundlichen Anstalten. Sie waren würdig, Theuerste,sich mit einander zu vereinigen und wer sollte nicht mirFreuden dem edeln Wetteyfer zusehen, mit dem dieWeisheit des einen das Werk des andern befördern undvollkommener machen wird.
Da ich nun einmal angefangen habe mich mit Ih-nen über die Philanthropinen zu unterhalten, so erlau-ben Sie mir es noch länger zu thun und Ihnen dieGedanken oder vielmehr die Empfindungen mitzutheilen,welche die Stiftung derselben bey mir veranlasset hat.
Ich sehe dadurch mit einer unbeschreiblichen Freudeviele Wünsche zur Wirklichkeit gelangen, die ich eh-mals nur schüchtern gewagt hatte, aber weit vollkom-mener als ich sie denken durfte oder konnte-
Diese
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