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im Jahre das Fest der Wohlthäter mit solchen Cere-monien zu begehen, welche die Herzen der Zöglingemit Liebe und Ehrfinrcht für die Tugend und für dieTugendhaften zu erfüllen abgesehen seyn müßten.
Ohne Zweifel werden Sie in Ihren Philanthro--inen mehr als eme solche Feyerlichkeit stiften, obgleiches auch nicht allzurathsam seyn dürfte dieselben allzu,sehr zu vervielfältigen. Mir ist insonderheit ein solchesFest sehr angelegen, welches ich den Tag der Tugendnennen wollte., An diesem Tage müßte der Tempel derTugend den Zöglingen eröffnet und das Fest derselbenmit bescheidnem aber ansehnlichem Pompe gefeyert wer-den. Der vornehmste Saal des Hauses müßte mit denBildern der Antoninen, der Sokraten, der Titus, derAristiden, der Platanen, der Heinrich der vierten, derSully, der Nicolaus von der Flüe, und andrer Tu-gendhaften der Alten und der neuern Zeiteu ausgezie-ret werden. Ich wollte da jedem eine desto höhereStelle, eine ausgezeichnetere Umfassung anweisen wiereiner und uneigennütziger seine Tugend gewesen wäre;wie mehr er für andre und wie weniger er für seinenpersönliche» Vortheil gethan hätte. Diese Unterschiede,welche zu begreifen die jungen Leute schon vorbereitet
seyn