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Isaak Iselins Rathsschreibers der Republic Basel Schreiben an Herrn Ulysses von Salis von Marschlins königlich französ. Envoyee bey der Republic der Grauen Bünde über die Philanthropinen in Dessau und in Graubündten : Nebst der Antwort des Herrn von Salis. : Und einem Entwurfe der Ephemoriden der Menschheit
Entstehung
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Nöthig < daß ihre Einsichten erweitert und verbessert,daß die Liebe zur Tugend und zur Rechtschaffenbcit inihren Herzen gestärkt, und daß sie näher angeführetwerden von demjenigen, was sie gelehrnet haben undwas sie noch lehrnen sollen, den gemeinnützigsten Ge-brauch zu machen. Sollen wir sie sogleich auf diegrossen Universitäten versenden? Wer diese Universi-täten kennet, weiß wie gefährlich diefelben für die Sit-ten eines so zarten Alters seyn können. Sollen wir siegar schon auf die eitle und armseelige Bühne bringen,welche man die Welt nennet? Da muß gar in einemAugenblicke verlohren gehen, was die beste Erziehungin vielen Jahren zu Stande gebracht haben mag. Dieplötzliche Versetzung aus der genauen Aufsicht der Phi-lanthropinen in die gänzliche Freyheit der Universitätenund dessen was man die Welt nennet, kann nicht an-ders als höchst gefährlich seyn. Ich stelle mir also vor,- es solchen jungen Leuten unendlich vortheilhaft seynsollte, für einige Jahre, unter einer guten obwohlminder strengen Aufsicht, in meine Vaterstadt versen-det zu werden, Ich darf mir schmeicheln, die Sittenund die Policey seyn bey uns dermals so beschaffen,daß wenige Städte von einer beträchtlichen Größe

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