ich nach denselbigen Grundsätzen einrichten. Da ichnichts weniger als ein Geschichtskundiger bin, so wür-de es mir übel anstehen, wenn ich mich erkühnen woll,te die Geschichte wie ein Satterer oder wie ein Schlö-zer zu lehren. Ich würde dieses grosse Feld mit mei,ncn Mitschülern nur so durchlaufen, daß wir die Beo,bachtungen, welche wir darauf machen würden, zurErläuterung und zur Prüfung der moralischen und derpolitischen Wahrheiten gebraucheten, welche wir durchunsre philosophischen Nachforschungen aus der Naturdes Menschen und der Gesellschaft hergeleitet hätten^Indessen würde ich doch in dem Anfange auch ein paarVorlesungen über die Natur der Geschichkkunde, überdie Gewjsheit und die Ungewisheit derselben überhauptund jedes ihrer vorzüglichen Theile insbesondre; über ihreverschiedenen Quellen, über die Kennzeichen, nach welchendie Glaubwürdigkeit derDenkmäler und derGeschichtschrei«ber beurtheilet werden muß; über den Grad der Gewis-heit den man bey jedem Zeitpunct fordern kann; undüber andre allgemeine Grundsätze der historischen Kunssvorhergehen lassen. Hernach würde ich meinen Zuhö-rern den Gesichtspunkt näher erklären, in welchem wirdie Geschichte mit einander lehrnen wollten. Ich würde
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