sten Mehr und mehr ausbreitet; Wenn zu gleicher Zeit,da die Denkungsart der Privatpersonen feiner undedler, die Denkungsart der Staaten hingegen kleinerund eigennütziger wird l Wenn zu gleicher Zelt, dajeder Bürger einen schönen Stolz darauf setzet, dieWohlfahrt der Gesellschaft, der Verfassung darinn erlebt, und so viel an ihm ist auch der Welt seinen ei-genen Bequemlichkeiten, seinen eigenen Vortheilen vor-zuziehen, ein jeder Staat hingegen sich als den einzi-gen Gegenstand aller Bestrebungen betrachtet, und frey-willig vergißt, daß er ein Mitglied des grossen Staa-tes der Menschheit ist! Wenn man in dem Staats-rath des Fürsten , in der Rathsstube des Freystandes,bey einem jeden Vorschlag von neuen Einrichtungen,nicht sich begnügt zu erwegxn; ob sie der Menschheitnützlich sind! sondern vorzüglich frägt; Was gewinntmeine Kammer-abey! Welchen Nutzen kMn meinFinanzwesen sich davon versprechen! Oder wird unserGemeinseckel, unser Land, dadurch bereichert werden!Können wir diese Vortheile nicht so wohl gemessen alsunsere Nachbaren! Nichts, gewislich nichts, gewinntdie Sache der Menschheit hey aller Erleuchtung, beyallen grossen Gesinnungen der erhabensten Seelen.
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