Ich bin überzeuget, daß unser Stand nieblühender sein wird, als wenn ein jeder Bür-ger des andern und des ganzen Staates seinWol so sehr beherzigen wird als sein eigenes;wenn insonderheit dise Dcnkungsart in diferhohen Versammlung herrschet, deren das Va-terland feine Freiheit, feine Gesazze und feineheiligsten Rechte anvertrauet.
Ich glaube endlich, daß nichts zur allgemei-nen Glükseligkeit mehr beitragen würde, alswenn ein Jeder sich so vile Mühe gäbe» denihm anvertrauten Aemtern wol vorzustehen, alser sich gibet dieselben zu erhalten , und daßwer nicht zum mindesten so vil tuht, den Na-men eines guten Bürgers nicht verdienet.
MitdisenGesinnnngen,Hochgeachte,Gn.Her-ren,neme ich dieFreiheitHocbdenselben meine ge-ringen Dienste anzutragen. Ich werde ohneNeidund ohne Eifersucht einen andern das ansehn-liche Amt davon tragen sehn , um das sichhier so vile würdige Bürger bet Ew. Gnadenbewerben. Ich wünsche der Höchste wolle dasLoos auf eine Art leiten, die zu dem Bestendes teuern Vaterlandes, und zufamtlich Ew.Gnaden hohem Vergnügen gereichen.
Allem djser Tag würde für mich einer derglurseltgsten sein, wenn ich bei disem Anlasseder Hochdieselben im Namen des Vaterlandesversammelt, von Ew. Gnaden Zeugnisse vonD Ihrer