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8 D. Jacobi Theodori Tabernaemontani/; 9.
A darin genetzt/ und auswendig über die Leber gelegt/ die ⸗ 6. Vor den Ausgang des Affters ein Experiment:..
net wider die Apoſtemen und Geſchwer derſelben. Nini Wermuht/ ſiede den in Wein/ und behe mit dem SEM u|
Kalte hw. Wermuht und Indianiſch Spick gepuüͤlvert, mit durchgeſigenen Wein den Affter/ fo warm du es leiden lche eber. Dillen l getemperiwt, und Pflaſterweis über die geber kanſt: darnach ſchmier ihn mit Schreiberdinten und hingelegt/ er waͤrmet und ſtaͤrekt die erkalte ſchwache Leber. thu den ſittiglich mit einem leininen Tuͤchlein hinein: ö.| gan
Wermuht uͤber Nacht in gebranten Wein gelegt/ein zwyfach leinen Tuͤchlein darinn genetzt und denjungen Kindern warm uͤber den Nabel gelegt/ treibtaus die Bauchwůrm. Darzu iſt auch dienlich folgendPflaſter: Nim̃ gepülverten Wermuht iiij. Loht/ ge-brant Hirtßorn/Haſengallen/ jedes j. Loht/ gepůͤlvertenEuphorbii ein halb Loht. Solche Stuͤck ſoll man mitHonig temperiren/ und ein Pflaſter daraus machen/ſolches auf ein Barchet ſtreichen/ und warm uber denBauch legen/ das toödtet all Würm.—
B Wermuht mit Entzian jedes gleich viel zu PulverWarm im geſtoſſen/ darnach mit Ochfengallen temperirt, undkeibe. Phflaſterstweis auf ein Tüchlein geſtrichen/ und überden Nabel gelegt/ toöͤdtet die Würm im Leibe und treibtſie aus..
Wermuht zu Pulver geſtoſſen/ dazu genom̃en guterfeiſter Feigen fo viel des Wermuhts it/ und ſolchesdurcheinander in einem Moͤrſer wol geſtoſen/ und mitFrauenmilch temperirt/ darnach Pflaſtersweis überden Nabel geleas/ toͤdtet und vertreibet die Wůͤrme.
Wermuht vor ſich ſelbſt allein gepuüͤlvert/ und mitOchſengallen temperirt/ auf ein Tuch geſtrichen/ unduͤber den gantzen Bauch gelegt wie ein Pfiaſter/ thutdergleichen.
unordenli. Fur die Weiber die zu viel flleſſen/ oder denen ihr zeitche Blu. C oder Blumen unordenlich kommet. Nim̃ Wermuhtn, i. Theil, Corianderſamen ein Theil mach daraus einrein Pulver: darnach nim̃ zwey breiter duͤnngeſchnit-
tener ſtůck gefalgen Syecks/ die mach warm/ und ůber-ſtreich fie mit Coriandertrautſafft/ zettel darnach vondem obgemelten Pulver darauff/ und binde das eineStück alſo warm über den Nabel/ und das ander Kickuͤber die Nieren/ und beharre es ein Zeitlang/ du wirftBeſſerung empfinden/ Oder nim̃ Wermuht ij. Theil-Myrthenblaͤtter ein Theil/ ſtoß zu Pulver/ uñ mach mitSchweinenſchmal ein Pflaſter daraus/ das ſtreich aufzwey Tuͤcher/ legs ůͤber/wie oben von dẽ Speck geſagt iſt.Wermuhtſafft mit Beyfußſafft/ Honig und ein we-nig geſtoſſener Myrrhen vermiſcht/ und ein Mutter-zaͤpfflein daraus gemacht mit Baumwollen, und inD die Scham gethan/ fuͤrdert den Weibern die verſtan-
dene Blumen.
geſchtulſt Zwey Theil Wermuht/ mit Stabtourk Tauſend-. Schen, guldenkraut/ Spicanarden/ Chamillen und Garben-63 kraut/ deren jedes ein Theil in Waſſer geſotten/ vertreibt
Bauchtůꝛm
Wurm.
VerſtandeneBlumen.
den Weibern die Geſchwulſt der Schenckel und Füß/
ſo bisweilen nach der Geburt folget/ dieſelben etlicheTag Morgens und Abends darinn gebadet/ und mitden Kraͤutern wol gerieben.Geſchwer Wermuht in Meth oder Honigwaſſer geſotten/ rei-der Mutter. nigt und ſaͤubert die Geſchwer der Mutter/ dieſelbig zudem oͤfftermal damit gewaͤſchen/ und wie ein Lenden-bad gebrauchet.
und das ein Tag oder drey.;Vor die Verſtopffung des Stulgangs gute Zaͤpff⸗ Nerſlopfun z fe
lein: Nimm rein geſtoſſenen Wermuht/ Niter oder ö saBergſaltz auch geſtoſen/ jedes j. Loht/ des aufgetruch eneten Saffts von Eſelsturbſen/ Flaterii j. quintlein: ö.vermiſche die Stück durch einander, und mache mit ö.geſottenem Honig Stulʒaͤpfflein daraus.; ohWermut in waſſer geſotten/ und davon ein Dampf⸗ Schwere.bad gemacht/ und den Dampff dar von in die Mutter Geburt. inempfangen /hilfft wider die ſchwere Geburt. aG Wermuhtgipffel ſamt den Blaͤttern und Blumen/ Pobagram ganklein geſtoſen un mit Eſſig geſotten/ darnach Pflaſters⸗ Und Glied ⸗ hweis warm uͤbergelegt/ leget den ſchmertzlichen Wehe ö. httum des Podagrams und der Gliedſucht. Wann.aber der Schmertzen anfahet nachsulaten/ ſoll man KSchweinenſchmaltz darzu thun/ und gleichfals uͤberle!= ggen/ und ſolches taͤglich zum wenigſten zwweymal thun/. 4.bis der Schmertz gar gelegt wird/ Ober nim̃ ein alt NHuhn/ fülle das voller Wermuht/ laß wol ſieden in ge nnugſamen Waſſer: In dieſer Bruͤh netz ein Tuch/ und nſchlage es warm und zweyfach uͤber das ſchmertzhaffte HiGlied, das Fleiſch von dem gemelten Huhn mit dem ‚AWermuht zerſto ſen un Pflaſters weis uͤbergelegt/ thut.desgleichen/ Oder nim̃ Wermuht ij. Theil/ Andorn/ baRauten/ Saffran/ jedes ein Theil/ Bibergeil ein halb* delH Theil/ ſeude dieſe Stück in gutem firnem Wein, und.reibe die Glieder wol damit/ netze auch ein zwyfach lei⸗ natnen Tuch darinn/ und winde es warm um das ſchmertz⸗ hinhafftig Glied/ ſo offt auch das Tuch trucken wird/ ſo er⸗ mfriſch es wiederum in gemelter Bruůhe.. rmWermuht/ Salbey/ Poley/ Roß marin/ jedes gleich Schmertzen| Smviel in dickrohtem Wein geſotten/ versreibt den ſchmer. manngen der Nerven und Sennadern/ das breſthaft Ort mit abern. ndieſem Wein wol und warm gebaͤhet/ und die Kraͤuter. gidarnach als warm die zu leiden ſind/ druͤber geſchlagen. RWermuht/ Roͤmiſchen kuͤmmel/ und geſchelte Lor⸗ Nerven: Hutbeern jedes gleichviel zu Pulver geſtoſſen/ uñ mit Honig Schmerzen. n:ein Pfilaſter daraus gemacht/ uñ warm uͤber geſchlagen/.ſtillet den Schmertzen der Nerven von kaͤlte verurſacht. HWermuht in Waſſer oder Wein geſotten/ und die Zahnwehe, 2h1 abgeſigene Brühe warm im Mund gehalten/ ſtillet das 19Zahn wehe. 1Wermuht mit Weidenblaͤtter in Waſſer geſotten/ Seermutter*und Pflaſtersweis warm unter den Nabel bis zu der Erſtickung. imweiblichen Scham übergeſchlagen/ desgleichen auch*dargegen auf den Růcken/ hilfft wider die Erſtickung mder Beermutter. Dergleichen hilfft auch der Wermuht gmit den Weiden vor ſich ſelbſt geſtoſſen/ und obgemel⸗ 1ter niaſſen warm uͤbergelegt. 2
Vor das Quartan oder viertaͤgige Fieber ein Secre- Biertägige 9tum. Nim̃ Wermut zu Pulver geſtoſfen/ Pech/ ſchwei⸗ Fieber.*nenſchmaltz/ jedes xxiijj Loht. Zerlaß das Pech undSchweinenſchmaltz durch einander uͤber einem lindenKohlfeurlein/ darnach ruͤhre den Wermuht darein/ ö
Miltzucht. Wermut mit Feigen/ Bergſaltz oder Niterſalt/ und; Nardenſamenpulver vermiſcht/folgends wie ein Pfla⸗ incorporirs wol durch einander/ daß es ein Cerat oder hn!EF ſter übergefchlagen/ hilfft wider die Miltzſucht und K Pflaſter werde: Darnach ſtreichs auf ein Tuch oder.Waſſerſucht. Waſſerſucht. weiſſen Barchet / das groß genug iſt/ und leg es uͤber die*Windige. Ein gut Pflaſter von Wermuht wider die windige Bruſt, Magen und den gantzen Bauch /loß fuͤnff Tag BWVuſſer ficht. Waſſerfucht jungen und alten Menſchen dienlich: darauf ligen eh du es herab thuft/ hilfft es nicht zum er— ttNim̃ Wermuht ij. Loht/ Feenugraecum oder Grie, ſten mal/ ſo leg es zum andern mal auf. ſitchiſch Heuſamen/ Liebſtoͤckelſamen/ Gerſtenmeel/ Roͤ⸗ Wider die ſtetswaͤhren de Fieber/ ein gewiß Experi⸗ Steten h. Rmiſchen klunmel/ die öͤberſten Gipffel von Brombeerhe, ment: Nim̃ ein gut theil abgeſtreifften Wermuht unge⸗ rende dicher. ſᷣcken/ Peterleinſamen/ Rautenblaͤtter/ jedes zwey Loht/ fehrlich ein gute Handvoll aß ſieden in ſtarckem Deine. zHonig yij. Loht: Siede dieſe Kückin weiſſen Wein/ bis eſſig/ bis der Eſſig die Krafft des Wermuhts an ſich ge⸗ 21fie werden wie ein Brey/ thu darzu viij. Loht Baumoͤl, nommen hat, alsdañ ſeihe es durch/ Zu der durchgeſignen mlaß wider ein wenig ſieden/ daß es wird wie ein Pflaſter/ ¶ Bruͤh thuGerſtenmaͤhl vñ loht Mahl von Foenugreco Mſtreich darvon auf ein Tuch/ und legs warm uͤber den il. loht laß ſieden bis es wird wie ein Brey/ ſtreichs auf Xgantzen Bauch/ und erfriſche ez alle ij. Funden einmal. ein Tuch/ legs lauwarm über den Mage bis zum Nabel. 6
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