z.Gauchther-muht.
II.Bau mwer-mnuht.
In
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II. Baumwerrnuht.Abſinthium arboreſcens.
Das III. Gap.Von dem Wermuht/ der ohn Geſchmack iſt/Gauchwermuht genant/ und von dem Baum wer-muht/ Item von dem Weiſſen /oder Cron-Wermuht.Er Gauchwermuht iſt dem gemeinen Feld-wermuht mit Wurtzeln/ Kraut/ Stengel undBlumen durchaus gleich/ aber iſt ohn allen
Geſchmack und Geruch/ wird auch deswegen in der
Artzney nicht gebraucht/ die weil man an gutem wolrie-chenden Wermuht kein Mangel hat/ ſo iſt auch dieſerWermuht nicht gemein/ wird von etlichen um derSeltz amteit und Wunders willen/ ſonderlich aber im
Niderland in den Gärten gezielet/ ſonſt wird er nir-gends zu gebraucht.
1IJ. Der Baumwermuht waͤchſt von einer holtzech-ten Wurtzel/ drauſchelecht gleich wie ein kleines Baͤum-lein herfuͤr/ wird bis in dre gemeiner Elen lang/ dieBlaͤrter find dem gemeinen Feldwermuht gleich/ dochetwas ſchmaͤler und weißlecht/ die Blumen ſind ein3 der Geſchmack iſt bitter/ doch minder alsdes Bermuhts/ der Geruch iſt anmuͤhtig und lieblich/waͤchſt bey uns nicht vor ſich ſelbſt/ ondern muß wie an-
). E dere fremde Gewaͤchs in Gaͤrten gezielet werden.
III. Der weiß Wermuht oder Cronwermuht/ wird
Mei oder nicht viel über ein Spannen hoch/ die Blaͤtter find weiße
Cron⸗Wer-muht.
faͤrbig/ zerſpalten/ wie des Feldwermuhts/ doch kleiner/oben an jedem Stengelein bringt es ſchoͤne weiſſe Bluͤ-melein von ſechs Blaͤttlein mit kleinen Kerfflein/ dievergleichen ſich etlicher maſſen dem Krottendill/ diewachſen aus kleinen/ runden/ ſchůͤpechtigen Koͤpfflein/auf jedem Stengel acht oder zehen/ auch weniger odermehr/ einer Cronen gleich/ daher es auch beyde ſeinenTeutſchen und Lateiniſchen Namen bekommen. DerGeſchmack iſt bitterlecht mit einer ziemlichen Zuſam-menziehung. Dieſer Wermuht iſt in Teutſchland
des Gebreſtens.anderen Artzneyen vermiſcht.
D. Jacobi Theodor Tabernaemontani/
A cher wird. Dh von gibt man auf einem mal drey oder E Conſerven⸗Zucker oder Safft ein/ je nach Gelegenheitzum aller vielſten ij. Tröoͤpfflein mit Wein/ oder beque-men gediſtillirtẽ Waſſer/ oder aber mlt einem Syr up/
Sonſt wird es auch heilſamlich mit
III. Weiſſer Wermuht.
Abſiuthium album.NO 86Vz4\/ 9 I
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wenig betant t aber in Welſchland ſehr gemein/ wird
bey uns in etlichen Orten in Gaͤrten gepflantzet/ doch
weniger als in Braband.
Von den Namen der obgemeltenWermuhten.
Dr erſt und ungeſchmackt Wermuht iſt den Al-
ten unhekant geweſen/ möcht doch wol GriechiſchAÆWluhion& min, genennet werden. Die Simpliei-ſten und Herbarii nennen ihn Abſinthium inſipi-dum, Abſinthium ſaporis expers, und Abſinthiumfatuum. Von den Italiaͤnern wird er Afenzo Balordo,und von den Teutſchen Gauchwermuht genant/ diesweil er gar ohn allen Geſchmack iſt..I. Abſinthiuminſipidum, Abſinthio vulgari ſimile C. B. Abſin-thium inſipidum, Geſchor. Lob. obſ.]
II. Der Baumwermuht wird von den ItaliaͤnernAſſenzo de Comaſco, genant. Die Brabaͤnder nennenihn Boom Am, weil er drauſchelecht waͤchſt/ in der Ge-ſtalt eines Baͤumleins. Engliſch Tree Wormwood.]Zu Latein Abſinthium arboreſcens.[ II. Abroto-num latifolium arboreſcens, CG. B. Abrotonum fœ-mina arboreſcens, Dod. Abſinthium del Comaſco,Anguil. arboreſcens, Lob. obſ. Lugdunenſi, Ger.]
K III. Der dritte beſchrieben Wermuht wird von den
Italiaͤnern Mſel xo ombellifero gengnt. Die Herbariiund Simpliciſten nennen ihn Abſinthium album,und Abſinthium umbelliferur1. III. Abſinthium montanum umbelliferum latifolium, C. B. Abſin-thium album, capitulis ſquamoſis, floribus albis,umbella Achilleæ montanæ, Lob. obſalbum, Lob.icon. Ger. album capitulis ſcabris, Lugd. alpinumumbelliferum, Cluſ. pan.& hiſt. Pañonicum florealbo, Camerario, umbelliferum, Clavennæ.] ZuTeutſch weiſſer Wermuht uñ Cronen⸗Wermuht. Engeliſch White Wormwood. Die Schweitzer nennen dißKraut herbam albam, C. Geſnerus ſchreibt/ es ö
deſſen
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