Das Erſte Bu
A III. Wild Stabwurtz. Abrotonon Campeſtre.
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Blaͤtter grauer und Eſchenfarber find/ wie die Blaͤt,ter am Wellkraut/ und das Gewaͤchs kleiner.
Dieſe beyde Stabwurtz werden zum nuͤtzlichen Gesbrauch der Arzney/ ſamt ihren Bluͤmlein und Knoͤpf-lein mit den zarten Gertlein im Augſtmonat geſamletund aufgetrucknet.
et 2 11. Das ander Geſchlecht der Stabwurz/ welchesRVeſhiejn. von Dioſcoride das Weiblein genant wird/ und vonuns Teutſchen Cypreßkraut oder Garten⸗Cypreß/ iſtwie die erſten jetzt gemeldten Geſchlecht, unſeren guſt-
ch/ Von Kraͤutern. SI
F IV. Breite Stabwurtz. Abrotoe num latifolium.
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ex AS 2—*gaͤrten auch gemein/ und maͤnniglichen bekant. Und iſtaber dieſes Gewaͤchs mehr ein holtzechtiges Staͤudlein
dann ein Kraut/ einem kleinen drauſchlechtigen Bausmelen aͤhnlich, vergleicht ſich mit den Eſchenfarben/grauen, krauſen,/ zerſchnittenen und klein zerkerfftenBlaͤttlein/ den jungen Heiden Blaͤttlein/ oder demrechten Meerwermuth Dioſcorid is hiebevor am erſten
Capitel beſchrieben. Die Stengel werden ſelten uͤber
anderthalb Elen lang/ ſechs oder ſieben/ auch wenigerund mehr von einer holtzechtigen Wurtzel herkommen-de/ mit vielen Nebengerten oder Aeſtlein/ am Gipffeleines jedes Stengleins oder Gertleins kommen her-für die ſchoͤnen bleichgeele/ runde, knopffechtige Bluemen/ in der groͤſſe und geſtalt der Reynfahrn oð Meer-1 wermuthblumen,/ ein jede Blum auf einem Strengelein wie ein Käßlein geſetzt/ die find eines lieblichenGeruchs und bittern Geſchmacks. Dieſes Gewaͤchskan den Winterfroſt in unſeren Landen nicht leiden/muß derowegen vor dem Winter außgeſetzet und inwarmen Kellern erhalten werden. Deßgleichen kan esdie groſſe Hitz der Sonnen auch nicht wol erdulden/dann ſo die es faſt ruͤhret/ muß es verwelcken/ ſinte-
mal es nicht ſo kraͤfftig/ daß es genugſame Feuchtigkeit
aus der Erden an ſich ziehen mag: und mag wol ſeyn/daß der obgemeldt Theophraſtus, dieſes Geſchlecht derStabwurß gemeynet/ da er am oben angezogen Ortſchreibet/ daß die Stabwurtz den Winterfroſt nicht lei-den mag: und ſtim̃et dieſes Gewaͤchs durchaus zu mit
der Beſchreibung der Stabwurtz des Weibleins/ wie
K die Alten dieſelben beſchrieben haben. Weiter des pflan-gens halben vergleicht ſich auch dieſes Gewaͤchs durch-aus mit einer Stabwurtz/ dann er gleichfals von feinenzarten Zweiglein aufgezielet wird/ und habe ich denſel-
ben/ wie auch die Stabwurtz/ nie vom Saamen ferhen aufgehen/ wiewol mein treuer Præceptor ſeligerHieronymus Tragus, wie auch ich ſolchs zum offter-mal verſucht. IngLanguedock und ſonderlich um Mom-pelier/ waͤchſt der Cypreß vor ſich ſelbſten in den Feldern.III. Das dritte Geſchlecht der Stabwurtz hat vielGleichnuß und gemeinſchafft mit der Stabwurtz Maͤn-lein/ in der erſten Stell beſchrieben/ ſpreitet ſich auf derErden aus/ waͤchſt gar nicht über ſich/ legt ſich mit ſei-
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161.Wild Stabwurtz.