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D. Jacobi Theodori Tabernacmontahi/
A und Lenden mit Chamillenoͤl/ und bedeck den mit war:. Oder mach nachfolgend bewehrt Pflaſter: Nimm ge-
men Tuͤchern/ das thu dreymal des Tags.. Die gerunnen Milch in den Bruͤſten zu vertheilen:Hinten den Nim̃ Chamillen ij theil⸗ Steinklee/ die oͤberſten Gipffelvon Fenchelkraut/ Dillſamen/ Stabwurtz/ Fœnumgræcum, Leinſamen/ Baſilgenkraut/ jedes j. theil/ ſi dsin halb Wein und Waſſer/ und ſchlags offt warm über,Kulte e⸗ Wider die Geſchwulſt der Brüſte von Kaͤlte/ ſiedehl der Chamillen in Wein,und ſchlags warm über die Bruͤſtö hmwaie ein Pflaſter/ es hilfft..Aufſtoſen Wider das Aufſtoſſen des Magens: Nim̃ Cha—-des Magens. millenkraut und Blumen zwey Handvoll, Majeran-Rauten und Wermuht/ jedes j. Handvoll. Zerſchneideſolche Stück und mache ein gerigenes Magen ſaͤckleindaraus/ das trage ſtetig auf dem Magen biß du genie-B ſeſt/ und ſalbe Morgens und Abends den Magen mitEhamillen und Rautenoͤle.
Wider den Schmertzen des Magens: Nim̃ Cha-millenblumen anderthalb Hand vol/ rohte Roſen/ Pon-tiſchen Wermuht/ Bergwermuht/ Balſammuͤntz,/ je»des j. Haͤndlein voll. Mach ein gerigenes Magenſaͤck-lein daraus/ wärme ſolches auf einem heiſſen Ziegel»ſtein mit weiſſem Wein beſprengt/ und legs warm überden Magen/ und thue das offt fo wird der Schmertzbald nachlaſſen.(
Appſtem des Wider die innerlichen Apoſtemen des Magens/ der,,, Daͤrm und Eingeweids: Nim̃ gepuͤlvert Chamillen.. iiij. Loht/ Leinſamenmeel gepůͤl vert/ Griechiſch Heu/ je-des ij. Loht/ Schweinenſchmaltz v. Loht. Siede es miteinander bis es dick wird wie eine Brey/ ſtreich es aufC ein Tuch und legs warm über wie ein Pflaſter/ es er-weichet und zeitiget alle innerliche Apoſtemen.Sn Den Schmertzen der Darm in der Ruhr von Ber»Der denn in letzung der ſcharffen Feucht zu miltern:; Nim̃ Chasmillen ij theil/ Steinklee j. theil. Full ein Saͤcklein dar-mit/ und laß in halb Wein und halb geſtaͤhltem Waſſer
Magen-ſchmertzen.
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ſieden/ preß darnach mit zweyen Tellern hart aus und
legs warm uͤber/ du magſt der Saͤcklein zwey machenund je eins ums ander aufflegen. 31Wider das Krimmen der Daͤrm: Nim̃ Chamil-len j. theil/ Steinklee ij. theil, Stechaskraut j. theil/ versmiſch es durch einander/ mach ein gerigenes Saͤckleindaraus/ waͤrme es auf einem heiſſen Ziegelſtein mit
Wein beſprengt/ und legs warm über den Bauch.
Kriffen von Wider das Krimmen fo von Winden kommen:Winden. D Nim̃ Chamillenblumen iiij. Haͤndvoll, Kümmel-kraut/ Quendel/ Wolgemuht/ Wermuht/ Salbeyen/jedes j. Handvoll. Mach daraus ein gerigens Saͤckleineines Bogen Pappiers groß/ waͤrms wie gemeldet aufeinem heiſſen Ziegelſtein/ und lege es warm uͤber den
Bauch. Oder nim̃ Chamillenblumen ij, Handvoll/Majeran/ Rauten und Wermuht/ jedes zwo Hand-voll/ Aenis und Kümmel/ jedes j. Handvoll/ mach einSaͤcklein daraus/ und brauchs wie jetzt gemeldt. OderChamillenblumen ij. theil/ und der oͤberſten Gipffel vonDillenkraut j theil genommen/ und ein Lendenbad dasvon gemacht/ und darinn gebadet/ ſtillet das Krimmen.Man mag auch den gantzen Bauch warm damit baͤ-hen/ und den Dampff darvon durch ein heimlich Ge-machſtul wol laſſen zu ſich gehen.
Krimmen.
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chern über die Brück geſchlagen/ fo warm es zu leiden
nen Saͤcklein aͤuſſerlich uͤbergeſchlagen/ legt die Krim krimmen.
puͤl vert Chamillenblumen/ Bonenmeel/ jedes tij. Loht/ ö.Griechiſchheu gepuͤlvert ij. Loht/ Leinſamenmeel ij. LohtRoͤmiſchentuͤmmel zu Pulver geſtoſſen j. Loht/ friſchenButter Hi. Loht/ Rautenoͤl ij Loht. Seuds mit genug»
ſamen Waſſer/ zu einem Brey oder Pflaſter/ ſtreich es
auf ein Tuch/ und legs warm über den Bauch.
Chamillen in Waſſer geſotten/ bis das Waſſer ſchier Aft ien
eingeſotten iſt/ und die Blumen gar muͤrb und welch i deswerden. Darnach durch ein haͤrin Sieblein geſtrichen/ Miltzes.und darzu gethan Aàmmoniacum, Sagapenum; undBdellium, jedes Loht/ weniger oder mehr, nach dem
der durchgeſtrichenen Chamillen viel oder wenig ſeyn/
und mit einander laſſen ſieden/ bis es wird wie ein Pfla-
ſter, demnach daſſelbig auf ein Tuch geſtrichen/ und
aͤuſſerlich über das Miltz gelegt/ vertreibt das Aufblaͤ-
hen und die Geſchwulſt deſſelben.
Chamillen ein gut theil in Waller geſotten/ dar von Nierenſtein .ein Lendenbad gemacht/ und darein geſeſſen bis an den.
Nabel und ein Loͤffel voll gebrant Haſenpulver/ mitwarmem Wein eingenommen/ bricht den Nierenſtein/und fuͤhret denſelben aus. Gemelte Artzney hilfft auchwann der Stein in das Rohr kom̃t.
Für den Stein der jungen Kinder: Nim̃ Chamil⸗ Stein deplenblumen jwey theil/ Steintlee/ Roßmarin/ Salbey/ Kinder.Meerrettich/ Rettichblaͤtter/ jedes j theil/ ſeuds mit ein-ander in genugſamem Waſſer/ und mach ein Bad dar-aus/ laß das Kind des Tags zweymal darinn baden/und gib ihm in dem Bad ij. oder iij. voͤffel voll Chamil-lenwaſſer zu trincken...
Für die Geſchwer der Nieren: Nim̃ Chamillen zu Nierengt-Pulver geſtoſſen jiij. Loht/ Leinſamenmeel zwey Loht/**Kleyen ij. Loht/ Seſamoͤl iiij. Lohr, Seud alle dieſe ſtuͤckzu einem Pflaſter mit friſcher Milch/ darnach ſtreichsauf ein Tuch/ und legs aͤuſſerlich über. in.
Chamillenblumen mit Butter un ein wenig Weins Harnwinde,in einer Pfannen geroͤſcht/ und zwiſchen zweyen Tuͤ-
iſ/ das vertreibt die Harnwind und macht wol harnen.Für das ſchwerlich harnen; Nik Chamillenblu⸗ ghwerlichmen iij. Handvoll/ Pappelen ij Handvoll/ Peterlein⸗ harnen.wurtzel/ Fenchel wurtzel/ jedes j. Handvoll/ mach einLendenbad daraus..Chamillen in Wein geſotten und in einem gerige⸗Mutter-
men der Mutter. Oder nim̃ Chamillenblum iij. Hand-voll/ Steinklee /Dillenkraut/ Griechiſchheu/ Leinſamenjedes ij. Handvoll/ Beyfuß/ Ackermuͤntz/ Poleyen/Stabwurtz/ jedes j. Handvoll/ Anisſamen/ Fenchel/Kümmel , jedes ein halbes Haͤndlein voll. Das Grie-chiſchhen und den Leinſamen zerſtoß ein wenig/ vermi-ſche es mit den Kräutern, und reihe es in ein leinenSaͤcklein ein/ daß die nicht zuſammenlauffen/ waͤrmedas dann auf einem heiſſen Ziegelſtein/ und legs warmuͤber den unterſten Bauch.
Für die Erkaͤltung der Mutter: Nim̃ Chamillen Erkaltungblumen iij. Handvoll/ Betonienkraut/ Beyfuß/ Sal der Mutterbeyen/jedes j. Handvoll/ ſeuds in Waller/ und bade dieFuͤß Morgens und Abends darinn/ ſo warm du esleiden kanſt.
E Ein anders: Nim̃ Chamillenblumen fit. Loht/ dein ⸗ K Den Schweiß zu treiben, fo mach ein Schweißbad Schwein.
ſamen iiij. Loht/ Wermuht/ Fenchelſamen/ RoͤmiſchenKuͤm̃el/ Rauten/ Wießkuͤm̃el/ Wachholderbern/ Bal-ſammuͤntz jedes ij. Loht. Stoß dieſe ſtůck zu einem Pul-ver/ laß mit einander ſieden mit Waſſer/ und thu dar uj. vierling Wermuhtoͤl/ mach ein Pflaſter drauß /ſtreiches auf ein Tuch/ legs uͤber den gantzen Bauch warm.
Ein anders: Nim̃ Chamillenblumen ij. Handvoll/Pappelen/ Weinrauten/Wermuht/ Beyfuß/ Leinſa-men/ ein wenig geſtoſſen/ Wießkuͤmmel/ jedes j. Sandsvoll. Mach dieſe Stuͤck in ein Saͤcklein ein/ laß ſie in gu-tem Wein warm werden/ preß dann mit zweyen Tel-lern aus/ und legs warm uber den Bauch.
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von Chamillen: Daß aber der Schweiß deſto leichterfortgehe/ fo ſchmier den gantzen Leib zuvor mit Chamil-lenoͤl/ ehe du in das Bad eingeheſt/ und trinck des ge-diſtillirten Waſſers von Chamillen auch ein halbesBecherlein voll.
Ein gut Bad von Chamillen für die weiß Kranck⸗ Weiß Franke
heit der Weiber: Nim̃ Chamillenblumen iiij. Hand⸗ beit der Bunvoll/ Majeran/Beyfuß/ Roßmarin/ Mettram/ Meliſ Farfen, jedes ii. Handvoll/ Alantwurtzel/ Schweffel/ jedesniij. Loht/ Lorbeern ij. Loht/ gemein Saltz eine gute groſſeHandvoll. Die Kraͤuter zerſchneid/ die Alantwurß/Lorbeern und Schweffel ſtoß in einem Moͤrſer/.
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